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Soll beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste werden: der Michael-Ende-Kurpark.

90 Prozent an Förderungen fließen

Visionen für Garmisch-Partenkirchen: Diese Pläne werden gerade entwickelt

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Sie stehen dahinter: Die Gemeinderäte von Garmisch-Partenkirchen haben mehrheitlich die ISEK-Schwerpunkte abgesegnet - und einem Hotel am Kongresshaus die Absage erteilt. 

Garmisch-Partenkirchen – Es sind Visionen. Idealvorstellungen. Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ist ein langfristiger Orientierungsrahmen für eine zielführende Entwicklung von Garmisch-Partenkirchen – und damit eine wichtige Grundlage für die Zukunft des Marktes. Allein dem Abrams-Gelände, das „zu einem zukunftsweisenden Wohnquartier mit Vorbildcharakter“ entwickelt werden soll, ist es dabei zu verdanken, dass dafür 90 Prozent an Förderung fließen. Darauf wies Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) im Pressegespräch vor der Gemeinderatssitzung hin.

Neben dem früheren US-Gelände, das noch als Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber dient, zählen das Kongresshaus, das Garmischer Zentrum, das Bahnhofsareal, der Michael-Ende-Kurpark und das Olympia-Skistadion zu den so genannten Betrachtungsschwerpunkten. Die hat der Gemeinderat nun mit 24:3-Stimmen abgesegnet. Das jedoch erst, nachdem beim Unterpunkt Kultur- und Kongresshaus die Option, angrenzend ein Tagungshotel zu errichten, gestrichen wurde. Darauf hatte Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) gepocht, der „Widerstand aus der Bevölkerung“ fürchtete und sich zudem um den Kurpark sorgte. Sein Antrag fand er schnell breite Zustimmung. „Es wäre das falsche Signal“, meinte seine Fraktionsvorsitzende Elisabeth Koch. „Der Kurpark ist ein Sakrileg.“ Mit 21:5-Stimmen votierte das Gremium letztlich dafür, das Hotel zu streichen. Meierhofers Einwand, dass ISEK auf 15 bis 20 Jahre ausgelegt ist und das Ganze – „es wäre die platzsparendste Lösung“ – nur ein Zukunftsgedanke sei, änderte daran nichts.

Die Schwerpunkte, für die das Planungsteam nun konkrete Maßnahmen mit Priorisierung, Zeithorizont und einer Kostenschätzung entwickeln muss, im Überblick:

. Das Bahnhofsareal West wird als „Leuchtturmprojekt“ zu einem innovativen Standort für Forschung, Bildung und Wohnen. Damit soll es ein attraktiver, lebendiger Brückenschlag zwischen Garmisch und Partenkirchen werden.

. Garmisch-Partenkirchen schafft ein modernes, vielseitig nutzbares, nachhaltig gebautes und betriebenes Kultur- und Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz.

.  Die Grünanlage im Garmischer Zentrum entwickelt sich zu einem attraktiven und zeitgemäß gestalteten Areal mit einem klar ablesbaren Thema. Ziel ist es, dass der Kurpark beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen wird, die sich dem Ortsumfeld öffnet.

. Die Fußgängerzone Garmisch soll ein verkehrsberuhigter, lebendiger und ansprechender Begegnungs- und Aufenthaltsraum für Einheimische und Gäste werden. Dazu zählt laut Meierhofer auch, langfristig die Anschlüsse an Chamonix-, Olympia-, Klamm- und Fürstenstraße zu gestalten.

.  Das Olympia-Skistadion mit seinem Umfeld stellt für das ISEK-Team den Leuchtturm und eines der Alleinstellungsmerkmale von Garmisch-Partenkirchen dar. „Es stärkt die Identität der Gemeinde als Ort der lebendigen Geschichte und ist Klammer zwischen moderner und historischer Sportstätte“, heißt es im Konzept.

Schön und gut, Florian Hilleprandt (CSB) sah „in den Ausarbeitungen wenig Bezug zur Realität“. Letztlich war aber allen bewusst, dass das Konstrukt nur einen Rahmen bildet für die weitere Ortsentwicklung. Und den konnte die Mehrheit absegnen.

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