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Ein Jahr nach der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen: Die Suche nach einem Andenken

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Eine Idee: Christian Neureuther und Peter Fischer könnten sich die Wackerle-Skifahrerfigur, die auch Didier Cuche bei der WM für seine Silbermedaille in der Abfahrt bekommen hatte, als Vorlage für ein Monument vorstellen. © Peter Kornatz

Garmisch-Partenkirchen - Vor einem Jahr, am 20. Februar 2011 sind die letzten Medaillen bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen vergeben worden. Doch die Bilder sind weit weg. Peter Fischer und Christian Neureuther regen ein Symbol für den WM-Ort an. Erste Ideen gibt es.

„Festspiele im Schnee“ waren die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Februar 2011 – das leugnet kaum einer, der dabei war. Das Motto versprach nicht zu viel. Garmisch-Partenkirchen präsentierte sich zwei Wochen lang als würdiger Gastgeber für die Besten der Besten.

An diesem Montag vor einem Jahr ist das letzte Gold vergeben worden: Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann den Slalom am Gudiberg. Lokalmatador Felix Neureuther schied aus. Kaum jemand erinnert sich noch an den 20. Februar 2011, den Tag, an dem das Spektakel sein Ende nahm. Die Bilder sind weit weg. Vielleicht auch deshalb, weil nichts dafür getan wird, um an diese 14 Feiertage zu erinnern.

Erinnerungen wecken, das würde Christian Neureuther nur zu gerne. „Diese WM hat den Ort so positiv geprägt“, blickt der Skistar der 1970er Jahre zurück. „Wir brauchen ein Symbol, das diese Erinnerungen zurückbringt.“ Mit den sportlichen Entscheidungsträgern der WM hat er sich schon kurzgeschlossen. Auch Peter Fischer, der Chef des Organisationskomitees, pflichtet Neureuther ganz klar bei. „Man sollte sehen, dass wir ein WM-Ort sind.“ 

In der Gemeinde hat man sich mit dem Thema bereits beschäftigt. „Das ist eine Sache, die bei uns in den Köpfen steckt“, versichert Sprecher Florian Nöbauer. Er kündigt Gespräche mit den Köpfen der WM an.

Während die Gemeinde laut Nöbauer „nichts Konkretes“ für eine Umsetzung zu bieten hat, haben sich Fischer und Neureuther da schon mehr Gedanken gemacht. Ihnen schwebt ein Monument am Mohrenplatz vor. Im Zentrum könnte die Wackerle-Skifigur aus der Nymphenburg-Manufaktur stehen, die schon bei der WM als Ehrengabe an die Medaillengewinner überreicht worden war. „Der Künstler ist ein Garmisch-Partenkirchner, das passt doch wunderbar“, urteilt Fischer. Neureuther geht noch etwas mehr ins Detail: „Eine bronzene Figur auf einer Säule, darunter am Sockel die Namen der Weltmeister.“

Doch das Duo ist auch offen für andere Vorschläge: „Wichtig ist mir nur, dass es ein herausragendes Symbol wird so wie die WM selbst war“, sagt Neureuther.

Christian Fellner

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