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Mitreißend: der Partenkirchner Jugendchor, die Solisten und Musiker. 

Pfarrkirche Partenkirchen

Jugendchor schenkt musikalischen Hochgenuss

Bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert hat der Jugendchor Partenkirchen auf allen Ebenen begeistert. 

Garmisch-Partenkirchen – Seit dem Sommer wurde geprobt, sogar ein Proben-Wochenende in Benediktbeuern verbracht. All die Mühen haben sich gelohnt: Die jungen 30 Sänger des Partenkirchner Jugendchors haben ihr traditionelles Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt zu einem musikalischen Hochgenuss werden lassen. Und zwar so sehr, dass sie und ein kleines, aber professionell aufspielendes Streichorchester im Verbund mit fünf exzellenten Solisten am Ende nicht nur minutenlangen Applaus ernteten, sondern sogar anhaltendes Getrampel des begeisterten Publikums.

Mittelpunkt des Abends war unter der Regie von Chorleiter Rainer Voll wie schon im vergangenen Jahr die „Missa in honorem St. Nicolai“. Die sechste von vierzehn Messen, die Joseph Haydn (1732 bis 1809) geschaffen hat. In diesem Fall zum Namensfest seines Gönners, des Fürsten Nikolaus von Esterházy.

Wegen seiner Innigkeit und seines eher heiteren Charakters ist dieses pastoral klingende Meisterwerk des großen Tonschöpfers eines der Haupt-Repertoirestücke vieler Kirchenchöre. Sehr beschwingt schon das Kyrie. Ein rascher Satz das Gloria, schön ausschwingend das Sanctus und fast dramatisch das Agnus Dei. Ein faszinierendes Werk und dennoch eine relativ kurze, eine Missa brevis, allerdings mit hohem musikalischen Niveau.

Der vorwiegend weiblich besetzte Chor, dem freilich schon der Bässe wegen auch sieben junge Herren angehören, setzte die Anforderungen vorbildlich um. Und das trotz des Text-Tempos auch erfreulich stark akzentuiert, frisch, fast fröhlich, scheinbar ohne Mühe. Die lange Übungsphase machte sich bezahlt.  Nicht zu vergessen auch die hohe professionelle Qualität der vier Solisten Gabi Schretter, Maria Scherer (Sopran), Michaela Huter (Alt), Max Daum (Tenor) und Michael Gistl (Bass), die hierzulande ja schon seit Langem bekannt sind. Von diesem musikalischen Zentrum des Konzerts abgesehen schaffte es auch das klingende und singende Drumherum, Begeisterung auszulösen: In erster Linie gilt dies natürlich für die meisterliche Violinistin Angelika Lichtenstern. Sie bot die drei Sätze aus Antonio Vivaldis „Winter“ in einem derart grandiosen Maß dar, dass einem fast der Atem stockte und diese virtuose Meisterleistung das einzige Stück des Abends war, das auch zwischendrin ganz spontan rauschenden Beifall erhielt.

Hinreißend zeigte sich Altistin Michaela Huter bei Händels „Messias“-Arie „O du Wonne verkündet in Zion“. Und an sängerischer Pracht nicht mehr zu überbieten zum Finale der gesamte Klangkörper mit dem großartigen „Ehre sei Gott“ aus dem gleichen Oratorium.

Zwei fröhliche Gospel („Sing gloria“, und „Virgin Mary had a baby boy“) sowie ein Lied von John Rutter („The Lord bless“) rundeten den Abend ab. Begonnen hatte er mit Carl Ditters von Dittersdorfs Pastoralmotette. Und der Ankündigung von Pfarrer Andreas Lackermeier, dass das Konzert in seinem Gotteshaus die festtäglichen Gefühle der Zuhörer wohl noch ausbauen werde. Er sollte Recht behalten.

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