Eine liebgewonnene Tradition: der Partenkirchner Hüttenzauber. Doch solche Szenen wie im Jahr 2016 sind in Corona-Zeiten undenkbar. Damals versorgte Musikanten-Chef Josef Grasegger (l.) zum Auftakt Glühwein an den Ludwigstraßler-Vorsitzenden Toni Krätz (2. v. l.) und Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer (3. v. l.) Foto: red
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Eine liebgewonnene Tradition: der Partenkirchner Hüttenzauber. Doch solche Szenen wie im Jahr 2016 sind in Corona-Zeiten undenkbar. Damals versorgte Musikanten-Chef Josef Grasegger (l.) zum Auftakt Glühwein an den Ludwigstraßler-Vorsitzenden Toni Krätz (2. v. l.) und Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer (3. v. l.).

Beliebte Veranstaltung an der historischen Ludwigstraße abgesagt

Kein Spielraum für winterliches Partenkirchner Markttreiben

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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Immer wieder Corona: In Partenkirchen gibt es keine Einstimmung auf den Advent.

Garmisch-Partenkirchen – Es war zu erwarten. Traurig sind die Organisatoren trotzdem. Der Partenkirchner Hüttenzauber findet heuer nicht statt. Ein weiteres Opfer von Corona. Besonders ärgerlich: Sascha Zura war mit seinem Organisationsteam fast schon fertig mit der Planung. Doch die Lage ist zu unsicher, zu wenig einschätzbar. „Hygienekonzepte und Maßnahmen sowie der Schutz des Einzelnen lassen hier keinen Spielraum zu“, sagt Zura. Zumal seit 2015 jährlich hunderte Besucher auf den Markt strömen.

Schon im ersten Quartal 2020, als die meisten mit Corona noch mexikanisches Bier und nicht eine Pandemie verbanden, begannen bereits die Vorarbeiten für das urige Hüttenspektakel. Das Besondere: Es findet immer dann statt, wenn die anderen Christkindlmärkte schon wieder abbauen. Von 27. Dezember bis Heilig-Drei-König am 6. Januar hätten mindestens fünf Marktstände in der historischen Ludwigstraße im Ortsteil Partenkirchen die Gäste glücklich gemacht. „Alles Ehrenamtliche, die da arbeiten“, betont Zura. Von der Bergwacht über die Musikkapelle bis hin zum Trachtenverein – die Organisationen konnten innerhalb von wenigen Tagen ihre Vereinskasse aufbessern. Eine Win-win-Situation also.

Doch auf die Einnahmen müssen die Institutionen diesmal verzichten. Ob es ein Alternativprogramm geben wird oder die Vereine eigenständig was auf die Füße stellen, kann Zura nicht sagen. „Wir müssen einfach abwarten. Momentan ist Planen sehr schwierig.“ Zumal der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut eine härtere Gangart zur Pandemie-Bekämpfung verkündet hat (wir berichteten). Mit weiteren Verschärfungen ist zu rechnen. Doch zumindest für das kommende Jahr ist Zura guter Dinge. „Wir hoffen, nächsten Winter die Veranstaltung wieder wie gewohnt durchführen zu können.“ Bis dahin wartet er nun ab und hält alle über spontane Änderungen auf dem Laufenden.

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