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Keine Einigung im Kandahar-Streit

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Streit um die Kandahar-Abfahrt geht weiter.

Garmisch-Partenkirchen - Es geht um ein Stück Wiese - kaum größer als ein Doppelhaus. Doch sie ist Gold wert, liegt sie doch im Auslauf der Kandahar- Abfahrtsstrecke für die in wenigen Wochen beginnende alpine Ski-WM. Der Streit geht weiter.

Keine Einigung im Streit um die Kandahar-Abfahrt für die alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen: Die Gemeinde und der Grundstücksbesitzer konnten sich am Mittwoch auch in einer vierstündigen nichtöffentlichen Anhörung im Landratsamt von Garmisch-Partenkirchen nicht einigen. “Zum Bedauern des Landratsamtes konnten sich die Parteien weiterhin nicht auf eine gütliche Einigung verständige“, teilte die Behörde am Abend mit. Somit läuft das Enteignungsverfahren gegen den Grundeigentümer des rund 20 mal 40 Meter große Areals weiter.

Das Landratsamtamt wolle sich aber weiterhin um eine Einigung bemühen, wurde zudem mitgeteilt. Die Anhörung ist bei einem Besitzeinweisungsverfahren vorgeschrieben. Nach dem Scheitern des Gespräches vom Mittwoch muss das Landratsamt das Enteignungsverfahren nun weiterführen. Die Behörde hofft aber weiter auf eine Einigung - auch noch im letzten Moment. “Unverändert bleibt die Hoffnung des Landratsamtes, dass sich bis zur Zustellung eines Beschlusses Antragsteller und Grundstückseigentümer einigen können“, heißt es in der Mitteilung.

“In jedem Fall wird auch das Landratsamt einen weiteren Einigungsversuch unternehmen.“ Die Kommune braucht das Areal für die in einem Monat beginnende alpine Ski-WM. Sie muss daher schnellstmöglich mit dem Präparieren der Abfahrtsstrecke im Zielbereich beginnen und stellte deshalb vorsorglich einen Antrag auf vorzeitige Besitzeinweisung für die Wintermonate - damit wäre der Eigentümer faktisch enteignet. Der Streit um das Grundstück dauert bereits mehrere Jahre.

dpa

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