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Machen sich für St. Anna stark: (v. l.) Andreas Mühlbacher, Toni Schretter senior, Josef Bartl, Hansjörg Mühlbacher, Michael Maurer, Toni Schretter junior, Peter Steinel, Toni Kemser, Martin Maurer und Peter Maurer (nicht auf dem Bild).

Landtagsabgeordneter Florian Streibl schaltet sich ein

Kirche in Wamberg: Prominenter Unterstützer für St. Anna

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Die Renovierung der Wamberger Kirche ist nicht mehr zu stoppen. Das ist insbesondere tatkräftigen Einheimischen zu verdanken, die fleißig angepackt haben, um die Kosten möglichst gering zu halten. Die Finanzfrage treibt auch Landtagsabgeordneten Florian Streibl (Freie Wähler) um, der die Erzdiözese in der Pflicht sieht.

Wamberg – Ein Schmuckstück, das ist die Wamberger St.-Anna-Kirche. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Trotzdem muss Kirchenpfleger Josef Angelbauer um jeden Euro kämpfen, der in die Inneninstandsetzung des kleinen Gotteshauses auf 1016 Metern Höhe fließt. Denn die Erzdiözese München und Freising hat ihre Zusage, neben der Sanierung des Außen- auch die des Innenbereichs zu fördern, zurückgenommen. Lediglich der Betrag, der im Zuge der Außenarbeiten nicht abgerufen wurde, weil ein Teil davon besser im Rahmen der Innenrenovierung erledigt werden kann, verblieb auf dem Konto der Pfarrei Partenkirchen (wir berichteten). Somit ist Eigeninitiative gefordert. Schon zweimal motivierte Angelbauer tatkräftige Einheimische, selber Hand anzulegen. Mit großem Erfolg.

Stark verunreinigt: der barocke Hochaltar von Andreas Onich.

„Die Renovierung von St. Anna ist nun nicht mehr zu stoppen“, hebt der Kirchenpfleger hervor. Der Putz ist ab – und das sei vor allem den freiwilligen Helfern zu verdanken. „Ich bin sehr stolz, dass alles so gut läuft.“ Nachdem dies erledigt ist, werden nun die weiteren Aufträge vergeben. „Das betrifft die Raumschale, die Kanzel und den Beichtstuhl, die Kreuzwegbilder, Chorgestühl, die Heiligenbilder und Figuren“, erklärt Angelbauer. Am kunsthistorisch bedeutsamen Hochaltar von Andreas Onich, der sehr stark mit Vogelkot verunreinigt ist, wird bereits gearbeitet. Der Kirchenpfleger ist zuversichtlich, dass auch das Innere von Deutschlands höchstgelegener Kirche bald wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Und das, obwohl noch nicht alle erforderlichen Mittel dafür zur Verfügung stehen. Schützenhilfe erhält Angelbauer, der für die Freien Wähler im Marktgemeinderat sitzt, nun von einem prominenten Partei-Kollegen. Der Landtagsabgeordnete Florian Streibl, der sich auch vor Ort schon ein Bild gemacht hat, setzt sich ebenfalls für St. Anna ein. Die Antwort, die er auf seine Anfrage vom Erzbischöflichen Ordinariat bekommen hat, überzeugt ihn allerdings nicht so recht. Insbesondere die Argumentation, dass ja noch 100 000 Euro „dank der umsichtigen Durchführung der Außeninstandsetzung“ zur Verfügung stehen, stößt ihm sauer auf. Kein Wunder, kennt er doch die tatsächlichen Hintergründe. „Das ist ein Taschenspieler-Trick“, empört sich der Oberammergauer. „Die Kirche betätigt sich hier quasi als Hütchen-Spieler.“

Damit gibt sich Streibl nicht zufrieden. Er kündigt einen weiteren, „etwas geharnischteren“ Brief an die Erzdiözese an. Im Landtag will er das Thema ebenfalls zur Sprache bringen. Denn für ihn hat St. Anna auch aus touristischer Sicht enorme Bedeutung. „Wenn das Gotteshaus völlig runtergekommen ist, dann ist es auch kein Aushängeschild für die Kirche“, unterstreicht er. Somit sei niemandem gedient, wenn dieses Projekt nicht umgesetzt wird.

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