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Wird komplett umgestaltet: der Parkplatz am Klinikum Garmisch-Partenkirchen samt der Zufahrtsstraße.

Zufahrtstraße zur Notaufnahme wird verlegt

Zu wenig Parkplätze: Jetzt schafft das Klinikum Abhilfe

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1,4 Millionen Euro investiert das Klinikum Garmisch-Partenkirchen in seine Parkplätze. Diese werden komplett neu gestaltet und erweitert. Zudem wird die Zufahrtsstraße Richtung Au verlagert, um das Areal mit Ruhezonen und einem alpinen Bachbett ansprechend zu gestalten.

Garmisch-Partenkirchen – Die Parkplatz-Situation am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist ein Dauerbrenner. Seit Jahren. Das Krankenhaus, das stetig wächst verfügt einfach über viel zu wenig Stellflächen. Dazu kommt, dass die vorhandenen nicht eingezeichnet sind, so dass viele Autofahrer ihre Pkw sehr großzügig platzieren. Eine ungute Situation, die Geschäftsführer Bernward Schröter seit seinem Amtsantritt 2015 unter den Nägeln brennt. Zum 50-jährigen Bestehen des Klinikums, das heuer gefeiert wird, macht er deshalb den Patienten, ihren Besuchern und auch den Mitarbeitern ein ganz besonderes Geschenk. „Wir sanieren und erweitern den Parkplatz“, kündigt er an. 1,4 Millionen Euro nimmt er in die Hand, um die Bestandsflächen in zwei Abschnitten zu ertüchtigen. „Unabhängig davon steht nach wie vor ein Parkhaus im Raum“, betont Schröter. Das ist eines der Themen, die im Bebauungsplan zum Tragen kommen, den der Markt Garmisch-Partenkirchen gerade aufstellt. Der Geschäftsführer hofft, mit dem Parkhaus im kommenden Jahr beginnen zu können.

Alpines Ambiente für die neuen Parkflächen 

Bis es soweit ist, nimmt er sich aber den Bestand vor. Spielt das Wetter mit, sollen die Arbeiten am 9. April starten. Zu den insgesamt 395 Parkplätzen kommen so 30 dazu – allein unter dem Hubschrauber-Landeplatz werden es 56. Die Zufahrtsstraße, über die man momentan die Notaufnahme erreicht, wird im Zuge dieses Vorhabens verlegt. „Wir erschließen das Klinikum über die Straße in die Au“, erklärt Technischer Leiter Stefan Hardt. Das heißt, der Weg, der vor dem Bergwachthaus vorbeiführt, wird ausgebaut. Auf dem frei werdenden Areal schweben den Planern klar definierte Stellflächen vor. Der Vorteil: „Wenn das Ganze in kleinere Einheiten unterteilt ist, kann man’s auch im Winter besser räumen“, sagt Hardt. Sieben bis acht Monate veranschlagt er für den Umbau.

„Von der Gestaltung greifen wir das Bergthema auf“, erklärt Hardt. Das heißt, neben den Stellplätzen entstehen Schotterflächen, Latschen werden gepflanzt und ein alpines Bachbett angelegt. „Es soll in die Landschaft passen“, verdeutlicht Schröter den Ansatz. Und zum Verweilen einladen. Deshalb gibt es auf dem neuen Parkplatz, der näher an den Haupteingang rückt, auch Ruhezonen. Um beispielsweise werdenden Eltern und Patienten, die länger im Haus bleiben und aufs eigene Auto angewiesen sind, gerecht zu werden, erstellt das Klinikum ein neues Berechtigungskonzept. Außerdem wird die Fläche, auf der momentan nur eine Parkscheibe gut sichtbar auf der Konsole erforderlich ist, künftig bewirtschaftet. „Das stimmen wir mit der Gemeinde ab“, sagt Hardt. Die startet dann nämlich gleichzeitig mit dem Krankenhaus damit, Gebühren zu verlangen – und zwar für ihr Areal rund ums Kainzenbad.

Bahnhalt Kainzenbad bleibt ein Thema

Was die Situation Schröter zufolge außerdem erleichtern würde, ist derständige Bahnhalt am Kainzenbad. Bislang wird er nur zum Neujahrsspringen aktiviert. „Die Umfrage unter unseren Mitarbeitern, das sind immerhin 1400, hat ergeben, dass viele den Zug nutzen würden“, unterstreicht der Geschäftsführer. Das treffe auf Patienten genauso zu. Die Mühlen bei der Deutschen Bahn mahlen aber ziemlich langsam. „Noch haben wir nichts gehört.“

Ein weiteres Thema, das Schröter umtreibt, ist die Zufahrt von der Bundesstraße 2 aus. „Ich arbeite seit 40 Jahren im Gesundheitswesen, so etwas habe ich noch nie erlebt.“ Das Problem betrifft vorrangig Notarzt- und Rettungsfahrzeuge, die im Ernstfall über die als Einbahnstraße geltende Verbindung zur B 2 gelangen – und dort oft schwer rauskommen. Deshalb hat Schröter einen zweiten Geburtstagswunsch fürs Klinikum. Einen, bei dessen Erfüllung ihm das Staatliche Bauamt Weilheim helfen kann, mit dessen Vertretern er sich in den kommenden Wochen trifft. Neben einer Ampelschaltung für Einsatzfahrzeuge schwebt ihm ein Behelfskreisel im Bereich Wildenauer Straße vor.

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