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Vier Christkindl mit ihren Mamas: (v.l.) Annett Schlender mit Sohn Anton, Petra Schwimmbeck und ihr kleiner Anton, Lamiaa Abdel Al-Derawi mit ihrer Tochter Maria und Heidi Egger mit Nachwuchs Korbinian.

Sechs Babys kommen an Heilig Abend im Klinikum zur Welt

So viele „Christkindl“ gab‘s noch nie

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Garmisch-Partenkirchen - Es ist ein ganz besonderer Geburtstermin: der 24. Dezember. An Heiligabend kamen im Klinikum Garmisch-Partenkirchen heuer gleich sechs Babys zur Welt. So viele Christkindl wie noch nie.

Ganz langsam schieben die Mamas die Holzbettchen ins „Bistro“ des Kinder-Zentrums im Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Jede von ihnen hat die Strapazen einer Geburt hinter sich. Die sind aber schnell vergessen, wenn sie ihren süßen Nachwuchs anschauen, wie er in rosa und blauen Stramplern döst, vor sich hinschmatzt und sich ins Kissen kuschelt. Nur Säugling Anton Schlender blinzelt neugierig und hat sich das ultimative Komfort-Platzerl gesucht: Mama Annett trägt ihn auf dem Arm. Wovon, die anderen drei gar nichts mitbekommen: Die Neugeborenen haben ihr erstes großes Foto-Shooting, weil sie gerade so etwas wie kleine Stars auf der Station sind. Schließlich kann nicht jeder von sich behaupten, ein Christkindl zu sein. 

Insgesamt sechs Babys wurden heuer an Heiligabend geboren. So viele wie noch nie, teilt Klinikums-Sprecherin Gudrun Stadler mit. Eine Mutter durfte mit ihrem Nachwuchs schon nach Hause, ein Kind liegt als Frühchen auf der Intensiv-Station. Die anderen Eltern treffen im Bistro das erste Mal aufeinander und müssen lachen. Wie es der Zufall so will, tragen zwei Buben den gleichen Vornamen – Anton Schwimmbeck aus Farchant und Anton Schlender aus Murnau.

Berechnet war dieser besondere Geburtstermin bei keinem – weder bei den beiden Antons, noch bei Korbinian Egger aus Garmisch-Partenkirchen und Maria Al-Derawi aus Bad Bayersoien. Mutter Lamiaa Abdel Al-Derawi und Anton Schwimmbecks Mama Petra haben sogar fast zeitgleich entbunden – nur elf Minuten liegen die Geburtszeiten auseinander.

So richtig gewünscht hat sich den Termin am 24. Dezember aber keine der frischgebackenen Mütter, die bis auf die Ammertalerin – sie ist nun dreifache Mama – alle ihr zweites Kind auf die Welt gebracht haben. „Ich habe gehofft, dass es nicht Weihnachten wird“, erzählt Heidi Egger. Ihrer großen Tochter zuliebe. „Aber es war bestimmt genau diese Angst, die die Wehen ausgelöst hat.“ Nun aber strahlt die Garmisch-Partenkirchnerin übers ganze Gesicht, wenn sie ihr Christkindl Korbinian sanft streichelt und es in ihrem Arm friedlich ein Nickerchen hält. Währendessen wird Annett Schlender von ihren Gefühlen übermannt, sie kämpft fast mit den Tränen. Ihre erstgeborene Tochter erblickte an einem 1. Mai das Licht der Welt, Sohn Anton nun am 24. Dezember. „Immer an den Feiertagen“, sagt sie und lächelt gerührt. Sie und Mutter-Kollegin Schwimmbeck überlegen jedenfalls bereits, wie sie die doppelte Feierlichkeit an Weihnachten unter einen Hut bringen. Eine Idee hatte die Mama aus Farchant schon parat: Vielleicht den Namenstag im Sommer größer feiern. Doch egal, wann das Geburtstagsfest steigt, das größte Weihnachtsgeschenk jedenfalls haben sie heuer selbst bekommen. Auch, wenn es so nicht auf der Wunschliste stand. Egger sagt: „Ein besseres gibt es nicht.“

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