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Eine Regionalbahn raste auf einen anderen Zug zu. Der Fahrer musste drastisch reagieren.

Regionalbahnen auf Kollisionskurs  

Gefährliche Panne: Zug fährt aus unerklärlichen Gründen los - Fahrer verhindert Katastrophe

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Das war nicht geplant: Auf der Route zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte kam es am Mittwoch zu einem großen Problem. Eines, das schlimm ausgehen hätte können. 

  • Bei Garmisch-Partenkirchen wäre es beinahe zu einer Katastrophe gekommen.
  • Ein Zug raste auf einen anderen Zug zu.
  • Dank des aufmerksamen Lokführers konnte eine Kollision verhindert werden.

Update von 20.23 Uhr: Dieser Lokführer hat sich wohl eine Auszeichnung verdient: Mit 60 km/h fährt am Mittwoch gegen 17 Uhr ein Zug der Werdenfelsbahn auf der eingleisigen Strecke Richtung Reutte in Tirol auf der Strecke der sogenannten Außerfernbahn. Da bemerkt der Lokführer kurz vor der Haltestelle Griesen unmittelbar an der bayerisch-tirolerischen Grenze, dass er auf einen stehenden Zug zufährt. Er kann stoppen. „Es war eine normale Betriebsbremsung. Das hat gereicht, um den Zug zum Stillstand zu bringen“, sagt der Sprecher der Bundespolizei, Rainer Scharf. Niemand wurde verletzt, doch der Schreck dürfte vielen noch in den Gliedern sitzen. Zumal die Ursache dieser gravierenden Panne unklar ist.

Normalerweise hätten die Züge wohl am Kleinen aneinander vorbeifahren sollen. Dort gibt es zwei Gleise, ansonsten ist die Strecke meist eingleisig. Nach Recherchen von Pro Bahn hatte der Zug Richtung Reutte wohl Verspätung. Der Zug Richtung Garmisch-Partenkirchen fuhr aus unerfindlichen Gründen dann los, ohne die Begegnung in Ehrwald abzuwarten. Die Lokführer und die Fahrdienstleiter in Reutte und Griesen würden befragt, „wir wollen aber niemanden vorverurteilen“, sagte der Sprecher der Polizei. Ein Notfallmanager und ein Teamleiter von DB Regio waren nach dem Vorfall ebenfalls vor Ort.

Die Beinahe-Kollision weckt unangenehme Erinnerungen an die Meridian-Katastrophe von Bad Aibling im Jahr 2016 mit zwölf Toten und an ein Beinahe-Unglück in Utting am Ammersee 2018, als zwei Züge der Bayerischen Regiobahn fast am Bahnhof kollidiert wären.

GAP: Regionalzüge auf Kollisionskurs - Fahrer muss drastisch reagieren

Erstmeldung: Garmisch-Partenkirchen - Das hätte ein dramatisches Ende nehmen können. Auf der eingleisigen Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte sind am Mittwoch gegen 17 Uhr zwei Regionalzüge unvermittelt gegenüber gestanden. Die rund 60 Fahrgäste der beiden Züge mussten in Busse umsteigen. Verletzt wurde niemand. Wie es zu diesem Zwischenfall kommen konnte, ist bislang noch unklar. Bundespolizisten haben mit der Erforschung der Ursachen begonnen.

Garmisch-Partenkirchen: Lokführer bemerkt Gefahr - und handelt sofort

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war der Zug mit dem Ziel Reutte auf den Haltepunkt Griesen zugefahren, während zeitgleich der Gegenzug in Richtung Garmisch-Partenkirchen noch auf Höhe Griesen stand. Der Lokführer des mit etwa 60 Kilometer pro Stunde fahrenden Zuges bemerkte, dass sich auf der eingleisigen Strecke bereits ein anderes Schienenfahrzeug befand und bremste sogleich. Annähernd 25 Meter vor dem wartenden Zug kam die abgebremste Regionalbahn zum Stehen. Wie die Bundespolizei mitteilt, wurden im Anschluss beide Züge  mithilfe der verständigten Feuerwehr evakuiert. Die Bahn hat einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Polizei ermittelt: Menschliche Unachtsamkeit kann nicht ausgeschlossen werden

Ob die ungeplante Begegnung der zwei Regionalbahnen bei Griesen auf einen technischen Defekt oder auf eine menschliche Unachtsamkeit im Bahnbetrieb zurückzuführen sei, könne laut Bundespolizei noch nicht gesagt werden. Beide Möglichkeiten werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen überprüft.

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*Merkur.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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