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Landratswahl im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Kandidaten-Übersicht für die Kommunalwahl 2020

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Am 15. März ist Landratswahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen.
Am 15. März ist Landratswahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen. © picture alliance / dpa / Uwe Anspach

Am 15. März ist Landratswahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Diese drei Kandidaten treten zur Wahl an.

+++ Ergebnisse Landratswahlen +++

+++ Ergebnisse Kreistagswahlen +++

Update, 27. März: Am 29. März ist Stichwahl in mehreren Kommunen im Landkreis. Alle Ergebnisse, News und Reaktionen lesen Sie hier live im Wahl-Ticker für die Region Garmisch-Partenkirchen.

Vor sechs Jahren hatte Anton Speer - damals geschäftsführender Landrat - einigermaßen überraschend die Landrats-Stichwahl gegen CSU-Schwergewicht Dr. Michael Rapp - damals Bürgermeister von Murnau - gewonnen. Ein Rematch zwischen den beiden wird es nicht geben. Eine erneute Kandidatur sei für ihn „überhaupt kein Thema“ gewesen, erklärte der CSU-Kreisvorsitzende Rapp im Mai 2019, als die Christsozialen ihren Landrats-Kandidaten präsentierten: Den JU-Kreischef Florian Lempert, gerade einmal halb so alt wie der Amtsinhaber. Aber ehrgeizig und selbstbewusst genug, dass er sich den Chefsessel im Landratsamt zutraut. Und dann gibt es noch den Dritten im Bunde: FDP-Kreischef André Göllrich, der 2018 bereits für den Bezirkstag kandidierte. Das sind die drei Kandidaten.

Wir bieten Ihnen auch alle Informationen zur Kommunalwahl 2020 in Bayern sowie zu den Bürgermeisterwahlen 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen. Weitere Infos am Wahltag erhalten Sie ebenso in unserem News-Ticker für Bayern und dem München-Wahl-Ticker

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Landrat?

Amtsinhaber: Anton Speer, der Kandidat der Freien Wähler

Landrat Anton Speer (62, Freie Wähler).
Landrat Anton Speer (62, Freie Wähler). © Lory

Anton Speer ist der erste Landrat, den die Freien Wähler in der Geschichte des Kreises Garmisch-Partenkirchen stellen. Beruflich war er vor seiner Wahl in die Chefetage des Landratsamtes als Vertriebsleiter der Schaukäserei Ettal und als Nebenerwerbs-Landwirt tätig. Zudem war er im ganzen Landkreis als Hochzeitslader bekannt. Speer kann auf eine lange kommunalpolitische Erfahrung zurückblicken: 24 Jahre saß er im Unterammergauer Gemeinderat. 2008 wurde er von CSU und FDP zum Stellvertreter des damaligen Landrates Harald Kühn (CSU) gewählt, der Ende 2013 als Landtagsabgeordneter ins Maximilianeum gewählt wurde. Womit Speer gut ein halbes Jahr lang bis zum Ende der Amtszeit als geschäftsführender Landrat amtierte.

Diese exponierte Stellung hat ihm wohl dabei geholfen, in der Stichwahl am 30. März 2014 den CSU-Kandidaten Dr. Michael Rapp zu besiegen. Und zwar deutlich mit einer Mehrheit von 60,14 Prozent. Damals eine kleine politische Sensation. In den vergangenen sechs Jahren hat der leutselige Speer sich keinen groben Schnitzer geleistet. Im Gegenteil: Er gilt als fleißig (70-Stunden-Woche) und bemüht sich, bei möglichst vielen Terminen Präsenz zu zeigen. Mit dem Bonus des Amtsinhabers ausgestattet dürfte es für die Herausforderer schwierig werden, ihn aus dem Sattel zu heben. 

Landrats-Kandidat der CSU: Florian Lempert, Kreisvorsitzender der Jungen Union

Kreisvorsitzender der Jungen Union und mit 31 Jahren schon Landrats-Kandidat: Florian Lempert aus Seehausen, der mit der Familie einen Betrieb für Immobilienverwaltung und -bau führt, ist ein politischer Überflieger. Wobei er in seinem Kandidaten-Video jeglichen Anschein vermeidet, er strebe eine politische Karriere an. „Weil i was verändern mecht“, fasst er seine Motivation zusammen, für das Amt des Landrates zu kandidieren. Ein kommunalpolitisches Amt hatte er bislang nicht inne. Macht nichts, betonte er bei seiner Vorstellung: „Ich bringe frischen Wind und neue Konzepte.“ Als die CSU einen Landrats-Kandidaten suchte, gab es in den entsprechenden Sitzungen des Kreisvorstandes offenbar keinen Konkurrenten für Lempert. Hatten alle anderen Angst, ihren Hut gegen Speer in den Ring zu werfen? Er sehe sich jedenfalls nicht als Zählkandidaten, betonte der CSU-Mann bei seiner Vorstellung.

Und so setzt Lempert im Wahlkampf auch auf die sozialen Netzwerke - ein Gebiet mit dem Amtsinhaber Speer bislang nicht viel zu tun hatte. Entsprechende Tipps holte Lempert sich vom Wahlkampf-Team des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz, den er auch persönlich traf. Kurz wurde mit 31 Jahren Regierungschef der Alpenrepublik. Warum soll Florian Lempert in diesem jungen Alter nicht auch Landrat werden können? Im Netz positioniert er sich vor allem zu den Themen Landwirtschaft, Umweltschutz, bezahlbarer Wohnraum und Verkehr. Und über die sozialen Netzwerke erreicht man viele Wähler direkt mit seinen Botschaften. 

Landrats-Kandidat der FDP: André Göllrich Kreisvorsitzender der Liberalen

André Göllrich ist der Landrats-Kandidat der FDP.
André Göllrich ist der Landrats-Kandidat der FDP. © Herpen

Auch die FDP schickt mit André Göllrich ihren Kreisvorsitzenden ins Rennen um das Landratsamt. Er hat bereits Erfahrung mit Wahlkämpfen: 2018 kandidierte er für den Bezirkstag, schaffte aber nicht den Einzug. Auch er setzt im Wahlkampf auf die sozialen Netzwerke und postete eifrig auf seinem Facebook-Account.   

Der Film- und Fernsehwissenschaftler arbeitet im Staatsdienst in Sachsen. Zuvor war er jahrelang beim Fernsehen tätig, unter anderem als Produktionsleiter beim WDR, bevor er nach Garmisch-Partenkirchen zog. Er gibt sich als Anwalt der ehrenamtlich Tätigen. Zudem schreibt er sich den Klimaschutz auf die Fahnen. Wie er bei einer Podiumsdiskussion im Katholischen Pfarrheim Oberammergau betonte, will er keine weiteren Skipisten bauen. Zudem spricht er sich für eine Förderung des regionalen Handels und der Wirtschaft aus.

fro

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