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Sanierungsobjekt: das Kongresshaus von Garmisch-Partenkirchen. 

Gut Ding braucht Weile

Kongresshaus: Alles in der Schwebe

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Die nichtöffentliche Gemeinderatssitzung zum Sanierungsfall Kongresshaus brachte kaum neue Erkenntnisse. Erst wenn die exakte Kostenberechnung vorliegt, wollen die Kommunalpolitiker eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.

Garmisch-Partenkirchen – Man tagte am Donnerstag – wieder einmal – im Geheimen. Die Top-secret-Angelegenheit: das Kongresshaus und dessen Sanierung. Der Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen als geschlossene Gesellschaft hinter verschlossenen Türen. Warum das so war, leuchtete auch der CSU-Fraktionsvorsitzenden Elisabeth Koch und Florian Möckl, dem Chef der Freien Wähler, nicht ein. Die Erklärung, wenn auch nur eine dünne, lieferte auf Anfrage Rathaus-Sprecherin Ute Leitner: Teilaspekte, die zur Sprache kommen, seien „unzweifelhaft nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Im Rahmen der Sitzung werden keine Entscheidungen gefällt oder Beschlüsse gefasst.“ Sie diene lediglich der vorbereitenden Meinungsfindung der Gemeinderäte.

Was aus dem Rathaus drang und Teilnehmer der Sitzung preisgaben, kann passend mit „der Berg kreißte und gebar ein Mäuslein“ umschrieben werden. Die Kommunalpolitiker diskutierten Fakten, die man bereits in der Gemeinderatssitzung am 26. Juli ausführlich behandelt hatte. „Ich habe noch einmal die bisherige Situation erklärt“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Sie sprach die Gründe für „den Anstieg der Kosten“ an. Vor allem der Brandschutz und die Küche des Bestandsgebäudes verursachten eine Steigerung um zehn Millionen Euro. Dazu kommen noch ein höherer Kostenindex, die Ausstattung sei pro Kubikmeter von 400 Euro auf 530 Euro in die Höhe geschnellt. „An den Planern liegt’s nicht“, erklärt Meierhofer. Die Gemeinderäte beschäftigten sich auch damit, wo der Rotstift angesetzt werden könnte. Koch wehrt sich dagegen, die Tiefgarage auf eine Ebene zu verkleinern. „Nur damit kann man Einnahmen zur Schuldentilgung erzeugen“, glaubt sie.

Konsens war, zunächst die Vorstellungen des Berliner Architektenbüros Henchion und Reuter, das den Ideenwettbewerb gewonnen hatte, weiter zu verfolgen – zumindest bis die Kostenberechnung vorliegt. Henchion und Reuter gingen im Juli von 38 Millionen Euro aus, gestartet war man mit 20 Millionen Euro. „Wir erfüllen unseren Vertrag bis zur Leistungsstufe drei“, erklärt Meierhofer. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch möglich, die Reißleine zu ziehen.

Dem Zeitplan hinkt man gewaltig hinterher. Vorgesehen war, bereits im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Eile mit Weile heißt nun Meierhofers Devise. Ihr Vorbild ist die Bayerische Zugspitzbahn (BZB), deren Planungen für die neue Seilbahn drei Jahre beanspruchten. „Wenn’s gut werden soll und soviel Geld im Spiel ist, muss man sich Zeit lassen“, sagt sie.

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