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Ein Sanierungsfall: Das Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz soll erweitert und umgebaut werden. 

Im Juni sollen die Kosten vorliegen

Kongresshaus: Entscheidung noch vor der Sommerpause

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Das Kongresshaus ist in die Jahre gekommen. Das ist allen klar. Derzeit läuft die Kostenberechnung für eine Sanierung und Erweiterung. Ein Ergebnis soll Ende Juni vorliegen. Wie es weitergeht, könnte der Gemeinderat dann festlegen.

Garmisch-Partenkirchen – Noch liegt sie nicht vor, die Kostenberechnung. Die benötigen die Mitglieder des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderats aber, um zu entscheiden, wie es weitergeht mit dem Kongresshaus. Die Zeichen stehen auf Sanierung und Erweiterung, um insbesondere die Kongresskunden endlich in adäquaten Räumen unterzubringen. „Seit 14 Jahren sagen wir, dass wir für sie bauen“, sagt Tourismusdirektor Peter Nagel. „Passiert ist aber nichts, langsam werden wir unglaubwürdig.“ Dabei erleichtert ihn, dass etliche Kunden, wie Aareon trotzdem am Standort Garmisch-Partenkirchen festhalten. Noch.

Der Tourismusdirektor hofft auf eine baldige Entscheidung - ebenso wie die Bürgermeisterin

Das Dilemma, in dem Nagel und seine Kollegen stecken, ist auch Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) bewusst. „Für die Kongresskunden ist der momentane Zustand furchtbar“, räumt sie ein. „Denen müssen wir endlich eine Perspektive bieten.“ Deshalb hofft sie, dass die Kostenberechnung Ende Juni vorliegt, um in der Juli-Sitzung des Gemeinderats eine Entscheidung herbeizuführen.

Daran liegt auch Nagel. „Sobald der Beschluss steht, muss das neue Haus vermarktet werden.“ Steht es dann endlich, „löst es viele Probleme“. Nicht nur die der Kongresskunden. Dazu zählt er auch den Neubau einer Parkgarage mit 250 bis 300 Stellplätzen. „Die muss von denen betrieben werden, die auch das Kongresshaus vermarkten.“ Nur so haben es Iris Schönach, die Leiterin der Kongress-Abteilung, und ihr Team in der Hand, Plätze für ihre Kunden zu reservieren.

Olympiasaal wird zum Bürgersaal - mehr Platz für die Tourist-Info

Parallel dazu soll der Olympia- zum Bürgersaal umfunktioniert werden. Zudem müssen Nagel zufolge für die Mitarbeiter die Tourist-Info endlich vernünftige Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Nachdem der Vertrag mit der Familie Zitzmann, die in den Räumen am Richard-Strauss-Platz ein Spielwarengeschäft betreibt, zum Jahresende ausläuft, steht dem nichts mehr im Weg. „Hier soll ein Servicecenter für unsere Gäste entstehen“, sagt Nagel. Informationen, ein attraktiver Shop, in dem Urlauber und Gäste Produkte aus der GaPa-Linie finden, ein Leseraum mit modernen Medien, eine Spielecke für Kinder und eine direkte Verbindung zum Gesundheitseck schweben ihm vor. „Das Erdgeschoss wird umgestaltet, um neue Wege zu schaffen“, verdeutlicht der Tourismusdirektor die Pläne. Vorstellen kann er sich zudem, Bergführer und Skischulen sowie GAP-Ticket zu integrieren. „Ein Aufenthaltsbereich für die Mitarbeiter und ein kleiner Besprechungsraum im Obergeschoss runden das Ganze ab.“

Davon unbenommen sei die so genannte Wellcome-Area, die langfristig am Bahnhof entstehen soll. „Durch den Gäste-Boom, den die neue Seilbahn Zugspitze mit sich bringt, ist ein Tourist-Info-Satelit in diesem Bereich wichtig“, meint Nagel. Neben einem Autovermieter, einem Fahrradverleih und einem Bus-Anbieter gehört dort auch eine Taxizentrale rein. „Das aber ist Zukunftsmusik“, sagt er. Eine Umsetzung erwartet er erst in acht bis zehn Jahren.

Früher muss ihm zufolge jedoch ein Parkhaus an der Olympiastraße entstehen. Das Interesse an der neuen Bahn, die ab Dezember auf Deutschlands höchsten Berg führt, ist enorm. Ändert sich nichts an der Parksituation, „dann wäre das der Super-Gau“.

Ehe dieses Problem aber gelöst wird, gilt es, die Weichen fürs Kongresshaus zu stellen. Und zwar möglichst vor der Sommerpause.

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