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Ziehen nach der Fahrrad-Aktion eine positive Bilanz: Polizeichef Christian Langenmair (l.) und Florian Thoma (Mitarbeiter Verkehr).

Dienststelle stellt Bilanz vor

Kontrollaktion der Polizei: 600 Verstöße mit dem Fahrrad

  • vonMarco Blanco-Ucles
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Fahrradfahren wird immer beliebter – auch in Garmisch-Partenkirchen. Doch dieser Trend führt zu neuen Problemen. Dies zeigte jetzt eine Kontrollaktion der Polizei. Die Beamten zählten in 14 Tagen gleich 600 Regelverstöße.

Garmisch-Partenkirchen – „Wissen Sie, weshalb wir Sie angehalten haben?“ Diesen Satz bekamen viele Fahrradfahrer in Garmisch-Partenkirchen in letzter Zeit zu hören. Denn unter dem Motto „Verkehrsschwerpunkt Fahrrad 2020“ kontrollierten die Beamten der örtlichen Polizeidienststelle gemeinsam mit Kollegen der Operativen Ergänzungsdienste und der Bayerischen Bereitschaftspolizei verstärkt Biker in der Marktgemeinde.

Insgesamt fandenzwischen dem 6. und 19. Juli Überwachungen in einem Zeitraum von insgesamt 300 Stunden statt – zu einem Großteil an festen Standorten. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Fußgängerzone Garmisch und der Charmonixstraße in Garmisch-Partenkirchen. Das Ergebnis: Insgesamt zählten die Ordnungshüter 600 Verfehlungen. „Da wir hauptsächlich an Punkten kontrolliert haben, an denen sich die Beschwerden über Radfahrer im Vorfeld häuften, verwundert es mich nicht, dass viele Verstöße festgestellt wurden“, erklärt Garmisch-Partenkirchens Polizeichef Christian Langenmair, der jetzt das Resultat der Aktion im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellte.

Über 80 Prozent der Vergehen wurden demnach in den beiden besagten Bereichen registriert. Rund die Hälfte der Verkehrssünden wurde mit einer Geldstrafe geahndet. Die restlichen Fälle betrafen vornehmlich Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und daher strafrechtlich nicht belangt werden konnten.

Am häufigsten mussten die Polizisten Personen stoppen, die gerade durch die Fußgängerzone radelten, was nicht erlaubt ist. Hierfür wurde jeweils ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro fällig. Und obwohl die Charmonixstraße eine Einbahnstraße ist, waren dort viele Schüler entgegen der zulässigen Fahrtrichtung unterwegs. Ein weiteres großes Thema war das unerlaubte Aufrüsten von E-Bikes und Pedelecs. Rund 100 Gefährte wurden unter die Lupe genommen. Manipulationen entdeckten die Beamten jedoch nicht. Allerdings wollen Langenmair und seine Kollegen in Zukunft dieses Thema weiter verfolgen. Denn der Polizeichef geht von einer „hohen Dunkelziffer“ bei den illegal aufgemotzten Elektro-Rädern aus, die schneller als erlaubt fahren können.

Auch Lenker von Kraftfahrzeugen wurden genauer beobachtet, insbesondere im Verhalten gegenüber Radlern. Beispielsweise ging es darum, ob die vorgegebenen Sicherheitsabstände auch eingehalten wurden. Außerdem wurden 30 Pkw-Fahrer zur Rechenschaft gezogen, weil sie die Fahrradschutzstreifen zugeparkt hatten. Ein weiterer Nebeneffekt: Die Beamten konnten zwei hochwertige, als gestohlen gemeldete Drahtesel sicherstellen.

Die Polizeiinspektion im Kreisort zieht ein positives Fazit nach der zweiwöchigen Aktion. „Auch wenn nicht jeder mit den Kontrollen einverstanden war, haben wir breite Zustimmung von der Bevölkerung und den ansässigen Geschäften erhalten“, erklärt Langenmair. Und das Verhalten der Radlfahrer habe sich bereits in diesen zwei Wochen „leicht verbessert“. Es gibt daher bereits Überlegungen, das Ganze zu wiederholen.

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