+
Auch beim Seilziehen können die Schüler an einem Strang ziehen, sprich, in Kontakt kommen.

Kooperation zwischen Gröben- und US-Schule in Garmisch-Partenkirchen

Neuer Zugang zur Sprache

Die Sprache erlebbar machen, das ist das erklärte Ziel der Initiatoren. Deshalb tun sich die Gröben- und die amerikanische Schule in Garmisch-Partenkirchen zusammen, um den Kindern einen spielerischen Zugang zu Englisch zu ermöglichen.

Garmisch-Partenkirchen – Wie schnell Kinder, die sich zuvor nie gesehen haben, ohne Hemmungen aufeinander zugehen, sogar sofort Freundschaft schließen, das konnten Lehrer, Eltern und Gäste jetzt wieder einmal in der Garmisch-Partenkirchner Grund- und Mittelschule Am Gröben erleben. Zirka 60 Mädchen und Buben aus ihrer Einrichtung und 40 aus der amerikanischen Schule in Garmisch-Partenkirchen samt deren Leiter David Groat, Elternvertreterin Amy Litka und Lehrerin Elisabeth Andre konnte Gröben-Leiterin Katharina von der Goltz begrüßen. „Unser Projekt steht unter der Überschrift ‚Wir machen die englische Sprache erlebbar‘. Und dazu bieten wir in diesem Schuljahr gemeinsame Nachmittage an“, erklärte sie. Vorbereitet und veranstaltet werden sie abwechselnd in der einen und anderen Schule. Auch Thomas Radtke vom Verein Freunde des Marshall-Centers war zur Eröffnung gekommen. Er hatte den Kontakt zur amerikanischen Schule hergestellt. „Eine Kooperation, an der mehrere Bildungseinrichtungen interessiert waren, aber wir haben uns für diejenige am Gröben entschieden.“ In der kleinen amerikanischen Schule sind zurzeit 71 Mädchen und Buben vom Kindergartenalter bis zur achten Klasse, deren Eltern im hiesigen Marshall-Center oder der NATO-Schule in Oberammergau beschäftigt sind.

Gelungene Aktion: Die Initiatoren (v.l.) David Groat, Katharina von der Goltz, Thomas Radtke und Amy Litka freuen sich.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte dann der Parcours an sieben Stationen, die draußen und drinnen vorbereitet waren, starten. Je ein amerikanisches Kind hatte per Los sein Gröbenschulkind (auch Migranten nahmen teil) gefunden. Wer nicht ausgelost wurde, gesellte sich einfach zu den Paaren dazu, geleitet von Neuntklässlern, die das Mentoring übernommen hatten. „Die Spiele und Aufgaben wurden vom Lehrerteam so vorbereitet, dass die Mädchen und Buben aufeinander angewiesen sind, miteinander reden müssen, nur gemeinsam Erfolg haben“, verdeutlichte von der Goltz. Da wurden eifrig Freundschaftsbänder gebastelt, an Computern Steckbriefe erstellt, Partnerfotos in Rahmen entstanden, es gab Memory- und Sportspiele. Während die Drittklässler noch Hände und Füße zur Verständigung zu Hilfe nahmen, kamen die Älteren sprachlich prima zurecht.

Jetzt freuen sich alle bereits auf den nächsten Nachmittag, der dann in der amerikanischen Einrichtung stattfindet. „Wir hätten die Gröben-Schule gern an Halloween eingeladen, aber da sind in Bayern ja leider Allerheiligenferien“, bedauert Litka. Vielleicht im November an Thanksgiving? Aber solange wollen die begeisterten Kinder nach dem erfolgreichen Kontakttreffen bestimmt nicht warten.

Margot Schäfer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Biber: 3000 geschädigte Bäume am Staffelsee
Seehausens Bürgermeister Markus Hörmann findet drastische Worte für die Biber-Probleme am Staffelsee: Seit einem Jahr eskaliere die Situation, sagte Hörmann in einer …
Biber: 3000 geschädigte Bäume am Staffelsee
Sterne für Isartaler Restaurants: Mit der Freude kommt der Druck
Wer sie waren? Wie viele von ihnen kamen? Was sie wann gegessen haben? Was sie überzeugt hat? Ein großes Geheimnis. Fest steht nur: Die Gourmet-Tester haben im Isartal …
Sterne für Isartaler Restaurants: Mit der Freude kommt der Druck
Startplätze fürs Hornschlittenrennen zu gewinnen
Angst dürfen sie keine haben. Und ein wenig Lust auf Abenteuer und Geschwindigkeit sollten sie mitbringen. Dann sind die wichtigsten Voraussetzungen schon mal erfüllt: …
Startplätze fürs Hornschlittenrennen zu gewinnen
„Zwerg Nase“ ganz groß
Alle Jahre wieder: Das Weihnachtsmärchen von Creme Frech besitzt Tradition – und ist auch bei der 20. Auflage nicht in die Jahre gekommen. Im Gegenteil: Mit „Zwerg Nase“ …
„Zwerg Nase“ ganz groß

Kommentare