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Kosten der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen: Verwaltung muss nicht rechnen

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Geld verpulvert? Die Investitionen in den neuen Sessellift und die Beschneiung am Gudiberg schmerzen die SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Sigrid Meierhofer. © Peter Kornatz (Archiv)

Garmisch-Partenkirchen Eine Kostenrechnung für die Ski-WM 2011 wird die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen nicht erstellen. Das lehnt der Finanzausschuss ab. Also macht Antragsstellerin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) eine eigene Rechnung auf. In Millionenhöhe.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Marktgemeinderat, Dr. Sigrid Meierhofer, beschäftigt sich weiter mit der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Februar 2011. Sie will wissen, wie viel Geld der Markt für die Titelkämpfe ausgegeben hat. Doch erst hat die Verwaltung im Rathaus ihre Anfrage nicht mit Zahlen beantwortet, und nun hat der Finanzausschuss des Gemeinderates ihren förmlichen Antrag in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich abgelehnt.

Das bestätigte Rathaussprecher Florian Nöbauer. Dies sei die Empfehlung der Verwaltung gewesen, erklärte er, „weil es sehr große Abgrenzungsschwierigkeiten gegeben hätte“.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende gibt sich damit nicht zufrieden. „Wir werden unsere eigene Rechnung aufmachen“, betont sie und deutet gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt schon einmal eine Summe an. Bis zu 65 Millionen Euro habe die Gemeinde seit dem Jahr 2002 in den Wintersport investiert: gut 30 Millionen in das Skigebiet Garmisch Classic, knapp 30 Millionen in den Slalomhang Gudiberg und in die Olympia-Skisprungschanze sowie etwa 5 Millionen Euro auf der Zugspitze.

Freilich seien davon für die Kommune Zuschüsse der öffentlichen Hand abzuziehen, „aber auch das sind Steuergelder“, konstatiert Meierhofer. Für sie steht fest: „Mir ist das zu viel. Ich glaube nicht, dass sich diese Investitionen rechnen."

Matthias Holzapfel

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