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Auf den Kopf gestelltes Y: So sehen die beiden Brücken über die Loisach aus. 

Fluss doppelt überquert

Kramertunnel: Bau der Loisachbrücken kommt voran

Beim Bau der beiden Loisachbrücken südwestlich des künftigen Kramertunnels westlich von Garmisch-Partenkirchen läuft alles nach Plan. Die Fertigstellung des Brückenduos ist bis Mitte nächsten Jahres vorgesehen.

Garmisch-Partenkirchen – Die Arbeiten zum Kramertunnel werden zum Jahresende wieder aufgenommen. Vor und nach dem eigentlichen Tunnel stehen zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm wie Straßen- und Brückenbauten. Ein wesentlicher Baustein, um die südwestliche Strecken zu erschließen, ist die Errichtung der beiden Übergänge über die Loisach.

Dort schreiten die Arbeiten gut voran und liegen voll im Plan. „Die Trasse, die aus dem künftigen Kramertunnel herausführt, mündet zunächst in einen Kreisel, der zum einen die Weiterfahrt Richtung Eibsee und Ehrwald und zum anderen Richtung Garmisch-Partenkirchen ermöglichen wird“, erklärt Bauleiterin Julia Mair vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Die westliche der beiden Brücken, die zusammen ein auf den Kopf gestelltes „Y“ symbolisieren, ist der Zubringer zum Eibsee und nach Ehrwald, die östliche die Zufahrt Richtung Gewerbegebiet Grainau und Garmisch-Partenkirchen.

Für das Betonieren des westlichen Konstrukts kamen Anfang Juni an nur einem Tag 700 Kubikmeter Beton zum Einbau. „Für diesen Job brauchten die beiden Teams lediglich circa 15 Stunden. Pro Trupp kümmern sich fünf Personen um den Einbau und die Verdichtung“, erläutert Mair.

Die Betonage der östlichen Brücke ist für Oktober 2019 geplant. Dies läuft ganz bewusst etwas zeitversetzt und damit logistisch optimiert sowie kostensparend ab, um bestimmtes Material wie zum Beispiel für die Schalung gleich ein weiteres Mal einsetzen zu können. Beide Bauwerke werden auf einem Traggerüst errichtet. Eines ist eine Stahlkonstruktion aus Pfeilern und Trägern, auf die die spätere Schalung für die Brücke aus Beton gelegt wird. Derzeit wird das Traggerüst der westlichen Brücke abgebaut, bei der der Beton bereits ausgehärtet ist und sich selbst trägt, um an der östlichen Brücke sogleich wieder errichtet zu werden.

„Wir sind froh, das Maihochwasser gut überstanden zu haben. Material wurde keines weggeschwemmt, es gab keine Schäden, und der Wasserpegel erreichte keine kritische Höhe. Da hatten wir Glück“, sagt Mair. Auch die Verkehrsregelungen funktionieren gut, die meisten Autofahrer nehmen Rücksicht. Im gesamten Baustellenbereich entlang der Loisach gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. „Es werden immer mehr, die sich daran halten“, zieht Mair eine positive Bilanz.

Beide Brückenbauwerke sollen nach heutigem Planungsstand bis circa Mitte 2020 fertig werden. Daran schließen sich Restarbeiten bis zum Jahresende an.

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