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Grünes Licht: Die Ampeln an der Kreuzung Olympia-/ St.-Martin-Straße leuchten nun 24 Stunden lang.

Vermehrte Unfälle sind der Grund

Kreuzung Olympia-/ St.-Martin-Straße: Ampeln länger in Betrieb

Bislang leuchteten die Ampeln an der Kreuzung Olympia-/ St.-Martin-Straße nur bis 20 Uhr. Jetzt sind sie 24 Stunden in Betrieb. Der Grund: vermehrte Unfälle. Frank Rösner hatte eine Petition an den Bayerischen Landtag gestellt, und auf das Problem hingewiesen. Der Antrag war jedoch nicht der Ausschlag für die neuen Schaltzeiten.

Garmisch-Partenkirchen – An der Kreuzung Olympia-/ St.-Martin-Straße in Garmisch-Partenkirchen kracht es eindeutig zu oft. Das findet zumindest Frank Rösner. Der Grund für die vielen Unfälle ist für den Steuerberater glasklar: Die Ampeln sind schuld. Genauer genommen deren Schaltung. Bislang stellte ein Mitarbeiter der Gemeindewerke den Betrieb ab 20 Uhr ein – mit Weisung vom Ordnungsamt. „Unmöglich“, findet das Rösner. Autofahrer, die beispielsweise von der Olympiastraße in Richtung Eisstadion fahren, müssten sich „hervortasten“, um die Straße überqueren zu können. Gefährlich sei die Situation auch, weil sich der Discounter Lidl direkt an der Kreuzung befindet. Der hat bis 20 Uhr geöffnet. Leuchten die Ampeln gerade dann nicht mehr, wenn Einkäufer den Parkplatz des Supermarkts verlassen, ist Chaos programmiert. Interventionen bei der Gemeinde brachten keine Verbesserungen, sagt Rösner. Aus diesem Grund hatte er im September beim Bayerischen Landtag eine Petition eingereicht und gefordert, dass die Verkehrslichter bis mindestens 23 Uhr in Betrieb genommen werden. Die ist nun eingetreten. Die Ampeln brennen länger. Sogar 24 Stunden.

Die Petition ist nicht der Ausschlag für die neuen Schaltzeiten

Der Steuerberater nahm das bereits zur Kenntnis. Einen Brief vom Bayerischen Landtag hat er mittlerweile auch erhalten. Darin heißt es, dass das Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr beabsichtigt, dem Anliegen „in möglichem Umfang Rechnung zu tragen“. Der Petitionsausschuss geht deshalb davon aus, dass Rösners Anliegen „positive Erledigung finden wird“. Eine solch aussichtsreiche Mitteilung vom Landtag hat der Garmisch-Partenkirchner noch nie erhalten. Schon einige Petitionen hat er eingereicht. Bislang ohne Erfolg. Umso mehr freut es ihn, dass die Ampeln nun länger leuchten. „Ob es mit der Gemeinde und dem Landtag eine Form von Kommunikation gegeben hat, kann ich nicht sagen.“

Gab es nicht. Das Landratsamt hatte die Gemeinde im Rahmen der Petition zu einer Stellungnahme gebeten, sagt Rathaus-Sprecher Martin Bader. Dass die Ampel jetzt die ganze Nacht durchläuft, sei aber nicht wegen Rösners Antrag geschehen. Unabhängig von der Petition haben sich Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei in Garmisch-Partenkirchen Ende September beraten. Der Grund: kurz aufeinander auftretende Verkehrsunfälle. Die Statistiken der Polizei ließen die Verantwortlichen auf das Problem an der Kreuzung aufmerksam werden. „Nach Einholung von Stellungnahmen weiterer Fachbehörden und eines Verwaltungsverfahrens wurde durch die Sicherheitsbehörde des Marktes festgelegt, die Ampeln an dieser Kreuzung nun 24 Stunden zu schalten“, sagt Bader.

Modernisierungen an der Bundesstraße sind schon länger im Gespräch

An der Kreuzung Krottenkopf-/Hauptstraße ist der Fall ähnlich. Auch hier hatte Rösner eine längere Laufzeit der Ampeln gefordert. Bislang ist noch nicht viel passiert. Die Lichtanlage erlischt – wie gewohnt – um 20 Uhr. Das soll sich im Laufe des Jahres ändern. Grund hierfür ist jedoch wieder nicht die Petition. Auch das Landratsamt habe zwar auf den Antrag hin eine Stellungnahme abgeben müssen. Einen Bescheid von der Regierung habe man aber noch nicht erhalten, sagt Landratsamt-Sprecher Stephan Scharf. Gespräche darüber, die Ampeln an der Bundesstraße zu modernisieren, würden außerdem schon seit Längerem geführt. Eine intelligente Ampel, die den Verkehr erkennt und dementsprechend schaltet, sei geplant. Auch für Menschen mit Behinderungen wird der Übergang leichter. Akustische Signale für Blinde und Absenkungen für Rollstuhlfahrer soll es geben, heißt es seitens des Staatlichen Bauamts in Weilheim. Ob nun seine Petition für die Veränderungen verantwortlich ist, dürfte Rösner unterm Strich egal sein. Er betont: „Mich interessieren Ergebnisse.“

Magdalena Kratzer

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