Langjährige Treue: (v. v. l.) Ehrenmitglied Hildegard Rehm, Brunhilde Lohr, Doris Kittstein, Veronika Ruf, Eleonore Zenkel, (h. v. l.) Kassier Erwin Bogusch, Gerhard Urban, Karl Lohr, Hermann Stadler, Hermann Kittstein, Hans Rothmann, Toni Nairz, Hans Guggemoos, Vize Martin Königsdorfer, Erich Zenkel und Vereinschef Ferdinand Brunnenmayer. foto: Kaiser

Krippenfreunde: Kündigung erregt Gemüter

Garmisch-Partenkirchen - Es war das Aufreger-Thema bei der Jahreshauptversammlung der Werdenfelser Krippenfreunde: Die Kündigung der Vereinsräume durch die Gemeinde. Doch das lassen sich die Mitglieder nicht so einfach gefallen.

„Wir sollten alles versuchen, um das Herz des Vereins zu erhalten.“ Dieser Meinung war nicht nur Gemeinderat Max Wank (CSU), sondern auch alle Werdenfelser Krippenfreunde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Schatten. Wegen Eigenbedarf müssen die Krippenfreunde die Gemeinde-Räume im Keller des Partenkirchner Kindergartens nach einem Vierteljahrhundert zum 30. September räumen.

Eine bittere Pille: 30 000 Mark hat der Verein nach Angaben des Ersten Vorsitzenden Ferdinand Brunnenmayer bislang in die beiden Räume investiert. „Die Werkstatt ist unser Vereinslokal, unser Herz und unsere Hauptwirkungsstätte. Von ihr ging das Vereinsleben und die vielen Aktivitäten aus, von denen auch der Ort profitiert hat“, ereiferte er sich. Er habe der Kündigung widersprochen und eine Unterschriftenaktion initiiert. Wank versprach zudem, im Gemeinderat die Anfrage zu stellen, was es mit dem Eigenbedarf im Kindergarten-Keller auf sich habe. Seines Wissens nach sei dieser gar nicht vorhanden. „So lange wir nicht einmal wissen, für was eigentlich die bisherigen Räume benötigt werden, können wir uns nicht zufriedengeben“, betonte Brunnenmayer. Und bis dahin akzeptiert der Krippenverein auch nicht den Alternativ-Vorschlag von Bürgermeister Thomas Schmid (CSB): Er hatte dem Verein angeboten, die freie Wohnung des Bademeisters im Kainzenbad mit 100 Quadratmetern zu nutzen. Wirklich glücklich sind die Mitglieder allerdings nicht über das Angebot. Sie befürchten, dass das Bad eines Tages völlig verändert werden könnte. „Wir werden weiter um die bisherigen Räume kämpfen“, sagte der Erste Vorsitzende. Jedoch würden sie „Überlegungen zu diesem Angebot anstellen“.

Im Rahmen der Versammlung wurde zudem Hildegard Rehm zum Ehrenmitglied der Krippenfreunde ernannt. Seit 1966 ist sie im Verein aktiv und hat seitdem zahlreiche Advents- und andere Feiern mitgestaltet. Zusammen mit ihrem Mann habe sie das Werdenfelser Krippenspiel von Otto Blümel wieder aufleben lassen, erinnerte Brunnenmayer. Obendrein ist Rehm seit Anfang der 1990-er Jahre Schriftführerin „und hat sich um das Brauchtum und den Krippengedanken hoch verdient gemacht“.

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