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Eine schwer zu überwindende Hürde für ältere Menschen: Karin Koch demonstriert, wie hoch die Stufe vor der SB-Filiale der Hypo-Vereinsbank an der Ludwigstraße ist.

Hohe Stufen, kaputte Gehwege

Kritik an Stolperfallen in Garmisch-Partenkirchen 

Ursel Kössel (CSB) lässt nicht locker: Die Seniorenbeauftragte des Gemeinderates nimmt das Rathaus und Firmen in die Pflicht. Sie zeigt mit dem Finger auf Hürden des Alltags.

Garmisch-Partenkirchen – Ein Gang zur Bank ist für Karin Koch ein Hürdenlauf. Die 79-Jährige muss jedes Mal die hohe Stufe vor dem Eingang der Hypo-Vereinsbank an der Garmisch-Partenkirchner Ludwigstraße überwinden, an der nur sehr weit oben ein Handlauf angebracht ist. „Hier müsste man mehr auf die Bedürfnisse älterer Menschen achten“, betont sie.

Ursel Kössel (CSB) weiß um dieses Problem: Immer wieder stößt sie auf Stellen mit Gefahrenpotenzial. Vor der Selbstbedienungs-Filiale des Geldinstituts hat die Seniorenreferentin im Gemeinderat genau wie Koch eine solche ausgemacht. „An der äußerst hohen Stufe vor dem Eingang sind bereits zwei Unfälle passiert.“ Ältere Leute mit Behinderung hatten beim Hochsteigen das Gleichgewicht verloren und sind – wohl auch wegen des fehlenden Geländers – gestürzt.

Ein weiterer Stein ihres Anstoßes ist der Bürgersteig an der Maxstadtstraße. Bei dessen Anblick fragt sich Kössel, inwieweit diese Bezeichnung überhaupt noch zutreffend ist: „Der ganze Weg ist in einem völlig desolaten Zustand.“

Die Oberfläche des Gehweges – wo sie überhaupt noch halbwegs intakt ist – gleicht einem einzigen Flickenteppich. An einigen Stellen bricht der Bordstein weg, die Asphaltdecke sackt nach, so dass der Streifen ein Gefälle zur Straßenseite aufweist. Was ursprünglich einmal der Rinnstein war, liegt jetzt als lose Steinplatten am Straßenrand. Und je weiter man von der Mittenwalder Straße kommend weiter läuft, desto klarer wird Kössels Kritik: Spätestens ab der Hälfte existieren nur noch Überreste der Teerdecke, oft mit zentimeterhohen Abbruchkanten, über die nicht nur alte Menschen leicht stolpern können. Dazwischen meterlange Abschnitte aus Kies, aus dem noch dazu Ziegelbrocken herausragen. „Hier muss dringend etwas getan werden“, betont die Gemeinderätin.

Doch Kössel kann auch Positives berichten. Auf ihr Betreiben hin wurden lockere Pflastersteine im Gehweg an der Ludwigstraße mittlerweile ausgetauscht. „Hier hat das Bauamt sehr schnell reagiert. Dass die Kooperation so gut lief, hat mich gefreut.“

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