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Eine sommerliche Veranstaltungsreihe - hier „Räuber Kneißl“ beim Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen - soll wieder etabliert werden.

Kulturfestival findet 2019 statt

„Zamma“ in Garmisch-Partenkirchen: Startschuss fällt beim Ideentag

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Der Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen ist Geschichte. Initialzündung für eine neue Veranstaltungsreihe soll das Kulturfestival „Zamma“ des Bezirks Oberbayern sein. Ende Januar macht sich eine Abordnung aus München ein Bild von möglichen Spielstätten.

Ute Leitner kümmert sich für den Markt um das Kulturfestival.

Garmisch-Partenkirchen – Nun ist es amtlich: Das im zweijährigen Turnus stattfindende Kulturfestival „Zamma“ des Bezirks Oberbayern kommt 2019 nach Garmisch-Partenkirchen. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, betont Rathaus-Sprecherin Ute Leitner, die sich für den Markt um dieses Projekt kümmert. Das Festival, das Bezirk und Bezirksjugendring Oberbayern gemeinsam mit wechselnden oberbayerischen Kommunen und dem jeweiligen Kreisjugendring ausrichten, findet nach 1995 bereits zum zweiten Mal in der Gemeinde statt. Damals firmierte es noch unter dem Titel „Oberbayerische Kultur- und Jugendkulturtage“, seit 2014 trägt das Festival den Namen „Zamma“.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Bezirkstags und bin davon überzeugt, dass ,Zamma‘ in kultureller Hinsicht viel frischen Wind nach Garmisch-Partenkirchen bringt“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Sie verspricht sich davon auch neue Impulse für eine Veranstaltungsreihe im August und September, nachdem der Kultursommer ja nun Geschichte ist. Dass das gelingt, davon ist Bezirkstagspräsident Josef Mederer überzeugt. „Unsere Erfahrung hat gezeigt: Das Festival verbindet die Menschen in der Region, weil es alle mitnimmt“, unterstreicht er. „Den Kommunen gibt es wichtige Impulse für die inklusive Kulturarbeit.“

Die Garmisch-Partenkirchner erwarte im Sommer 2019 ein einwöchiges Kulturprogramm aller Sparten, von Musik, Theater, Tanz, Bildender Kunst, Literatur und Film bis hin zu Heimatpflege- und Umweltthemen, kündigt Kerstin Schwabe, Sprecherin des Bezirks, an. Um sich von den Gegebenheiten vor Ort ein Bild zu machen, kommt eine Abordnung aus ihrem Haus Ende Januar in die Marktgemeinde. „Dabei wollen sie sich auch mögliche Veranstaltungsorte anschauen“, sagt Leitner. Unter anderem stehen das Kongresshaus und die Alpspitzhalle im Olympia-Eissportzentrum auf dem Besichtigungsplan. Die Kommune, in der „Zamma“ stattfindet, muss sich Schwabe zufolge außerdem mit einer guten personellen Infrastruktur einbringen. Aktiv in das Festivalprogramm eingebunden werden sollen auch die örtlichen Einrichtungen des Bezirks: die Schulen für Holz und Gestaltung, die kbo-Lech-Mangfall-Klinik Garmisch-Partenkirchen sowie das nahe gelegene Freilichtmuseum Glentleiten.

Die Gemeinde unterstützt die Ausrichtung und breite Beteiligung bei der Entwicklung des Kulturfestivals, das sich dadurch von anderen Reihen unterscheidet. Jeder kann mitmachen – ob Jugendgruppe, soziale Einrichtung oder Kunstverein. „Alle möglichen Teilnehmer treffen sich im April zu einem so genannten Ideentag“, sagt Leitner. Neben Kulturschaffenden und bereits Genannten werden auch Schulen und Vertreter der Kirchen eingeladen. Einen halben Tag lang sitzen die Interessierten dann zusammen und entwickeln Projekte, um das Publikum im Sommer 2019 zu begeistern. „Dabei müssen Kooperationen und neue Netzwerke entstehen“, verdeutlicht die Rathaus-Sprecherin den Ansatz. An diesem Tag, der quasi den offiziellen Startschuss für das Festival bedeutet, stellen die Veranstalter auch das Konzept vor. Anhand dessen sollen die Teilnehmer die rund 50 geplanten Veranstaltungen dann selbst entwickeln.

Die aktive Beteiligung von Menschen mit und ohne Behinderungen, unterschiedlicher Generationen und Kulturen ist eines der Grundprinzipien von „Zamma“ ebenso wie die Entwicklung der Programmbeiträge in Kooperation mit anderen Interessierten. „Auf diese Weise möchten die Veranstalter das kulturelle und soziale Miteinander in den Kommunen fördern“, erklärt Schwabe. Das seit 1980 bestehende Festival fand zuletzt 2017 im Landkreis in Haar bei München statt.

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