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Ist für das Rahmenprogramm verantwortlich: Koordinator Dr. Nikolaus Faulstroh.

Ein Jahr Vorbereitung für nichts

Der nächste Schnitzer beim Rahmenprogramm: Diese Veranstaltung musste abgesagt werden

Bitter: Zu wenige Teilnehmer haben sich für das Waldsymposium angemeldet. Nun zog man die Reißleine und sagte die Veranstaltung im Rahmen der Landesausstellung ab. Die Werbung im Vorfeld hielt sich in Grenzen.

Landkreis – Zwei Tage, 15 Referenten, Vorträge, ein Begegnungsprogramm und Exkursionen: An diesem Freitag und Samstag sollte beim Waldsymposium in Garmisch-Partenkirchen viel passieren. Nun wurde die Veranstaltung unter dem Motto „Wald und Mensch“, die zum Rahmenprogramm der Landesausstellung gehört, kurzfristig abgesagt.

„Es macht einfach keinen Sinn“, bringt Michael Friedel die Problematik auf den Punkt. Ein Jahr lang hat er für die Bayerische Forstverwaltung – sie gehört zum Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – das Symposium inhaltlich vorbereitet, viel Zeit und Energie investiert. Nun musste er mit den anderen beiden Veranstaltern, dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und den Bayerischen Staatsforsten, in der vergangenen Woche die Reißleine ziehen. Das Symposium ist abgesagt. „Weil es zu wenig Teilnehmer gibt.“

Rund 70 haben sich für die beiden Tage angemeldet. Ein Drittel von der Zahl 200, mit der die Organisatoren gerechnet haben. Leere Zuschauerreihen und schlecht besuchte Exkursionen: „Das hätte unerfreulich werden können“, sagt Friedel ganz offen. Dicke Luft gibt es seinen Worten nicht. „Natürlich ist aber keiner von uns glücklich.“

Ausfallhonorare stehen im Raum

Auch die Referenten nicht, die nun wieder ausgeladen wurden. Darunter Franz Rasp, der Bürgermeister Berchtesgaden, der sich mit viel Energie für die Bergwaldoffensive einbringt. Referiert hätten zum Beispiel auch Josef Ziegler, der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Gesundheits-Expertin Gisela Immich von der Universität München oder der Hotelier Franz Hinteregger aus Südtirol, der über das touristische Potenzial sprechen sollte. Thorsten Otto, die bekannte Stimme des Radiosenders Bayern 3, hätte die Moderation übernommen. Zum Auftakt der Veranstaltung sollte es Improvisationstheater mit „TATwort“ aus München geben.

„Wir wollten Dialog anbieten“, erklärt Friedel. Experten, Vertreter des Tourismus und der Gesundheitsbranche – praktisch jeder, der mit dem Wald in Verbindung steht – sollten in Garmisch-Partenkirchen zusammenkommen und die Möglichkeit zum Austausch nutzen.

Der Landkreis bleibt auf den Kosten von knapp 500 Euro für die Miete des Olympiasaals im Kongresshaus sitzen. Laut Friedel stehen auch Ausfallhonorare im Raum. Weitaus größer dürfte der Imageschaden für die Veranstaltung im Zuge der Landesausstellung sein. Es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme beim Rahmenprogramm des Landkreises gibt, für das Dr. Nikolaus Faulstroh verantwortlich zeichnet. Bei einem der Höhepunkte, einem Orff-Konzert zur totalen Mondfinsternis am 27. Juli, stellte sich heraus, das es nicht wie geplant und groß angekündigt auf dem Wank realisiert werden kann. Ausweichort ist die Maximilianshöhe. Für das Waldsymposium gab es zwar einen Vorverkauf über München-Ticket. Werbung suchte man indes vergebens. Ähnlich war die Öffentlichkeitsarbeit der Verantwortlichen bei der Absage. Es gab keine Eigeninitiative. Mehr noch: Bis Mittwochabend stand der Termin sogar noch auf der Homepage www.landesausstellung-ettal.de.

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