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Beim Aufbau der Krippen-Sonderausstellung im Museum Aschenbrenner helfen (v. l.) Matthias Emmerich, Matthias Wackerle, Margit Wackerle, Ferdl Brunnenmayer, Hans Kriner und Erwin Bogusch. 

Viele besondere Krippen-Werke zu sehen

Landestagung und Sonderausstellung: Werdenfelser Krippenfreunde im Vorbereitungsstress

Viel zu tun gibt es für die Werdenfelser Krippenfreunde. Denn für den 23. November organisieren sie die 88. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde. Und zwei Tage zuvor eröffnet eine Sonderschau im Museum Aschenbrenner. 

Garmisch-Partenkirchen – Beim Verein der Werdenfelser Krippenfreunde herrscht Hochkonjunktur. Zwei große Veranstaltungen halten die Vorstandsmitglieder und Helfer auf Trab. Zum einen gilt es, die 88. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde am Samstag, 23. November, im Kongresshaus zu organisieren. Zum anderen gibt es – wie vor fünf und zehn Jahren – eine große Sonderausstellung im Museum Aschenbrenner mit Weihnachtskrippen. Daneben stellen die Mitglieder, quasi nebenbei, noch die vereinseigene Freikrippe mit der prächtigen Figurengruppe von Sebastian Pfeffer am Mohrenplatz auf. Viel Arbeit also, die auf die Ehrenamtlichen in den nächsten Tagen zukommt.

Der große Veranstaltungsraum im ersten Stock des Museums Aschenbrenner gleicht noch einer Baustelle. Spanplatten und Abschnitte lagern neben Kanthölzern, dazwischen Schachteln mit Schrauben und Maschinen. Der Vorsitzende der Krippenfreunde, Ferdinand Brunnenmayer, hat für diese Herausforderungen viel Koordinierungsarbeit zu leisten. Arbeit gibt es für jeden. Platten werden vermessen, mit Kanthölzern verschraubt, mit Acrylfarbe gestrichen und montiert. Wenige Tage vor der Ausstellungseröffnung beginnen die Helfer dann mit dem Aufstellen der weihnachtlichen Krippen und dem Einbau der Glasscheiben. „Ich bin zufrieden“, sagt Brunnenmayer zum Stand der Arbeiten. Ohne die zahlreichen Helfer würde es nicht funktionieren. Die Zeit drängt. 

Krippenfreunde hoffen auf viele Besucher aus Bayern und auch Tirol

Am Donnerstag, 21. November, zwei Tage vor Eröffnung der Landestagung, muss alles stehen. Dann werden ausgewählte Krippen oder Exponate dem Betrachter schöne religiöse Volkskunst vermitteln. Mal im heimatlichen, orientalischen oder neapolitanischen Stil. Auf 30 laufenden Metern Ausstellungsfläche. Hinzu kommen Objekte im unteren Geschoss der Aschenbrenner-Dauerausstellung. Brunnenmayer hofft auf zahlreiche einheimische Besucher, aber auch auf Mitglieder von Krippenvereinen aus Bayern und Tirol, die mit Bussen anreisen. Eine berechtigte Hoffnung, denn die Werdenfelser Krippen genießen einen guten Ruf. „Das ist auch den vielen Holzbildhauern aus dem Werdenfelser Land, aus Oberammergau und dem benachbarten Tirol zu verdanken“, sagt Brunnenmayer. Gerade die Werdenfelser Krippenfreunde – der Verein zählt annähernd 500 Mitglieder – haben mit den Kursen in der heimischen Krippbenbauschule viel für das Brauchtum und seinen Erhalt getan. Denn als Grundsatz des Vereins galt schon unter dem heutigen Ehrenvorsitzenden Waggi Rehm: „In jede christliche Familie gehört eine Weihnachtskrippe.“

Die Sonderausstellung

im Museum Aschenbrenner eröffnet für Mitglieder und Begleitung sowie geladene Gäste am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr. Ab 22. November bis zu Mariä Lichtmess, 2. Februar, ist die Ausstellung für die Allgemeinheit zu besichtigen. Zur Schau finden Aktionstage statt: Paradeisl-Bastel-Nachmittag für Kinder am 29. November um 14 Uhr, Besuch des Heiligen Nikolaus am 8. Dezember zwischen 14 und 16 Uhr, lebende Werkstatt am 12. Januar mit Schauschnitzen, Hintergrundmalen, Figuren bekleiden sowie dem Fertigen von Klosterarbeiten.

Klaus Munz

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