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Zu Gast in Garmisch-Partenkirchen: Alice Weidel. Solche Veranstaltungen soll es auch weiterhin geben.

Vorerst kein Kreisverband Garmisch-Partenkirchen geplant

 „Wir haben gute Leute“: AfD strebt Einzug in den Gemeinderat an

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Sie hat den Sprung in den Bayerischen Landtag geschafft, jetzt will die AfD auch in den Gemeinderäten einziehen. Doch der Fokus liegt nun erst einmal auf den Europawahlen. 

Landkreis – Beatrix von Storch, Alice Weidel oder Alexander Gauland – all diese Größen der Alternative für Deutschland (AfD) traten bereits in Garmisch-Partenkirchen auf. Die Marktgemeinde scheint für die Partei ein gutes Pflaster zu sein, um ihre oft umstrittenen Ansichten unter die Bevölkerung zu bringen. Wie der gesamte Landkreis ist die Kommune dem Kreisverband (KV) Oberbayern Süd-West angegliedert. Das wird vorerst auch so bleiben. Ein eigener KV sei momentan nicht gewünscht, sagt Vorsitzende Edeltraud Schwarz. Ein Fazit, das sie aus der Mitgliederversammlung mitgenommen hat.

Das Thema hatte die 51-Jährige ganz bewusst auf die Tagesordnung gepackt. Um ein Stimmungsbild einzuholen. Die Entscheidung sollen die Mitglieder treffen. „Ich möchte nichts aufzwingen.“ Trotz der aktuellen Meinung, auf einen KV Garmisch-Partenkirchen zu verzichten, sei ein solcher nicht gestorben. „Irgendwann ist er schon vorgesehen“, sagt Schwarz. Solange läuft’s wie bisher: Das Personal vor Ort kümmert sich eigenverantwortlich um die Partei-Belange.

Kongresshaus in Garmisch-Partenkirchen wird wohl ein Thema im Programm sein

Das Augenmerk der AfD liegt derzeit in erster Linie auf den Europawahlen im Mai. Erst danach ist eine Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahlen geplant. Ziel ist, Plätze in den Gemeinderäten einzunehmen. An einem Mandat Interessierte gebe es. „Wir haben gute Leute“, sagt sie, „die sich mehr für die AfD einsetzen wollen.“ Wie viele Sitze die Partei anstrebt, lässt Schwarz offen. Zumal sie weiß, das das Votum auf örtlicher Ebene eine Personenwahl ist. Ein Programm braucht’s trotzdem. Für Garmisch-Partenkirchen fällt ihr sofort ein Thema ein: das Kongresshaus.

Ob die AfD einen Bürgermeister-Kandidaten stellt, steht noch nicht fest. „Bisher hat sich keiner gemeldet“, sagt Schwarz. Ausschließen will sie es nicht. „Mitte des Jahres sind wir weiter.“ Auf jeden Fall aber plant sie weitere Veranstaltungen in der Marktgemeinde – mit Bundes- und Landtagsabgeordneten. 

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