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Vorgängerin und Nachfolger: Brigitte Fassbaender und Alexander Liebreich.

Erst braucht‘s Förderrichtlinien

Landkreis klinkt sich aus: Kein Zuschuss fürs Richard-Strauss-Festival 

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Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen ist mit ihrem Antrag gescheitert. Der Kreisausschuss lehnte es ab, das Richard-Strauss-Festival 2018 mit 50.000 Euro zu fördern. Am Betrag lag‘s nicht.

Landkreis– Das Richard-Strauss-Festival soll eine neue Stufe erreichen. Dementsprechend ambitioniert geht Alexander Liebreich ans Werk. Der Nachfolger von Intendantin Brigitte Fassbaender will die Reihe auf die Region ausweiten. Heuer mit zwei Open-Air-Konzerten im Kloster Ettal sowie zwei in Schloss Elmau. Mit dem konzeptionellen neuen Level, geht aber auch ein finanzielles einher. Während Liebreichs Vorgängerin 2017 mit einem Budget von etwa einer halben Million Euro hantierte, benötigt er etwa 925 000 Euro. Eine Summe, die sich aus den Zuschüssen der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und dem Freistaat sowie aus Sponsorengeldern zusammensetzt. Jetzt steht fest: Der Landkreis gehört nicht zu den Gönnern.

Die Marktgemeinde, die 330.000 Euro in das Festival steckt, hat einen Antrag eingereicht. Erst für eine Förderung von 100 000 Euro. Eine utopische Zahl. Von vorneherein war klar, diese Summe „hat keine Chance“, sagte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) im Kreisausschuss des Kreistags. Bei den Haushaltsberatungen standen nun 50.000 Euro im Raum. Die Reduzierung brachte nichts. Der Antrag fiel durch (4:9-Stimmen). Allerdings nicht wegen des Betrags.

An der Idee, andere Orte einzubeziehen, scheiterte es nicht. Sogar als „sinnvoll“ bezeichnete Dr. Michael Rapp (CSU) diesen Schritt, wenngleich er im selben Atemzug daran erinnerte, dass Kulturbereiche in der Regel defizitär seien. Der Vize-Landrat warnte im Falle einer Zustimmung vor einer Folgeerscheinung. „Uns muss klar sein, dass wir dann Tür und Tor für andere Veranstaltungen öffnen – kulturelle wie sportliche.“ Fraktionsübergreifend teilte das Gros der Politiker seine Einschätzung. Darunter sein CSU-Kollege Adolf Hornsteiner. „Der Landkreis macht ein Fass auf.“ Mittenwalds Bürgermeister regte an, erst einmal Eckdaten festzulegen, also Förderrichtlinien festzuzurren. Wie es auch die Marktgemeinde bereits getan hat. Ansonsten „machen wir ein Hintertürchen auf“, betonte auch Andreas Grasegger (Bayernpartei) und brachte einen anderen Vorschlag. „Man sollte mal die Nachkommen von Strauss packen, damit sie sich beteiligen.“

Ein weiteres Gegen-Argument warf Rolf Beuting (ÖDP) in den Raum. „Wir starten eine Serie.“ Damit meinte Murnaus Rathauschef, dass es nicht bei einem einmaligen Zuschuss bleiben würde. Dem widersprach Wolfgang Bauer (CSU) prompt. Es handle sich nicht um einen Antrag auf dauerhafte Unterstützung, untermauerte Garmisch-Partenkirchens Vize-Bürgermeister. Seinen Worten konnte sich Martin Wohlketzetter (SPD) nur anschließen. Neben seiner kurzen flammenden Rede über die große Bedeutung desbayerischen Komponisten, den der Freistaat ohnehin zu wenig würdige und wertschätze, stellte er die Verbindung zur Landesausstellung in Ettal her, in deren Rahmen zwei Konzerte stattfinden. „Das ist heuer ein Sonderfall.“

Das bezweifelt Thomas Schwarzenberger (CSU) stark. Noch dazu stellt die Landesausstellung für ihn kein bestechendes Argument für einen Zuschuss dar. „Da kommen Gelder von wo anders her.“ Zum Beispiel vom Freistaat, dem Haus der Bayerischen Geschichte – und vom Landkreis.

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