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Die Werdenfelsbahn verkehrt auf der meistbefahrenen eingleisigen Strecke Bayerns. 

Ehrgeizige Ziele von Pro Bahn

Tunnel für die Werdenfelsbahn?

Ehrgeizige Projekte schweben dem Münchner Infrastrukturplaner Thomas Kantke, der Mitglied beim Fahrgastverband Pro Bahn ist, vor. Er schlägt mehrere Tunnelprojekte, einen bei Eschenlohe, einen im Wetterstein, vor. Priorität muss allerdings der zweigleisige Ausbau zwischen München und Garmisch-Partenkirchen für die Werdenfelsbahn haben.

Landkreis – Der Fahrgastverband Pro Bahn hat bei einem Treffen in Weilheim erneut die Deutsche Bahn kritisiert und Vorschläge gemacht, wie die Strecken, die in den Landkreis führen, zukunftsfähig gemacht werden können. Thomas Kantke sah in den „Chaostagen im Werdenfelsnetz“ einen neuerlichen Beleg dafür, dass zweigleisige Abschnitte fehlen. Für die Kochelseebahn fordert Kantke eine „Zweigleis-Insel“ zwischen Bichl und Benediktbeuern, für die Werdenfelsbahn empfiehlt er die durchgängige Zweigleisigkeit. Ausnahme: „Für den Karwendelabschnitt genügt ein Doppelgleis von Kaltenbrunn bis Klais.“ Damit könne die Fahrzeitreserve für einen künftigen Halt am Kainzenbad gewonnen werden. Ein Abschnitt im Murnauer Moos könnte eingleisig bleiben, um die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen.

Der Münchner Infrastrukturplaner träumt gar von einem Tunnel bei Eschenlohe, der rund 990 Meter lang sein könnte, und von einem „Wettersteintunnel“ von Garmisch-Partenkirchen nach Telfs, um bis 2050 die Eurocity-Züge München – Rom durch den Pfaffenwinkel zu leiten. „58 Minuten Fahrzeit von Garmisch-Partenkirchen bis München sind möglich“, meint er. Kantke schätzt die Ausbaukosten für den Nordabschnitt zwischen Tutzing und Garmisch-Partenkirchen auf rund 700 Millionen Euro; Kaltenbrunn – Klais belaufe sich auf etwa 40 Millionen Euro. Für die Strecke Mittenwald – Scharnitz kalkuliert er mit 55 Millionen Euro, wovon acht Millionen von Österreich getragen werden müssten.

Wenn Bund und Land eines Tages ernst machten mit dem dichten Zugangebot vom „Deutschlandtakt“, sagte Kantke, der bei Pro Bahn nur einfaches Mitglied ist, dann komme jede Stunde noch ein weiteres Zugpaar auf die Strecke in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Spätestens dann breche der Fahrplan auf der meistbefahrenen eingleisigen Strecke Bayerns endgültig zusammen. „Wenn man bei der jetzt guten Haushaltslage nicht mit dem Ausbau loslegt, wann dann?“, fragte der Planer leidenschaftlich und ergänzte, er habe bereits erste Kontakte zur Parteispitze der Freien Wähler im Maximilianeum geknüpft.

Pro Bahn-Vorsitzender Norbert Moy wollte die Tunnelprojekte vorerst noch nicht zur offiziellen Pro-Bahn-Forderung machen. Fehlende Ausbau-Anstrengungen bemängelte aber auch er. „Dass sich jetzt ausgerechnet Alexander Dobrindt als Förderer der Schongauer Bahn feiern lässt, ist wirklich unglaublich – schließlich hat das Verkehrsministerium, solange er diesem vorstand, nichts als Stolpersteine geliefert.“

Andreas Bretting

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