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Erst einmal aufgepäppelt werden diese drei Hundebabys, die sich zur Zeit im Tierheim in der Schmalenau befinden.

Im Tierheim werden sie aufgepäppelt

Lange Odyssee überstanden: Mops und Bulldoggen-Babys vorläufig in Sicherheit

Sie sollten nach Italien verkauft werden, wurden aber bei einer Grenzkontrolle entdeckt. Jetzt befinden sich die Hunde in guten Händen. Doch ob sie endgültig gerettet sind, steht noch nicht fest. 

Garmisch-Partenkirchen – Ein kleiner Mops und zwei arg mitgenommene Bulldoggen-Babys sind nach einer langen, bitteren Odyssee im Tierheim Garmisch-Partenkirchen nun vorläufig in Sicherheit.

Bei einer Grenzkontrolle am Walserberg wurden die drei Welpen am vergangenen Wochenende mitten in der Nacht in einem rumänischen Fahrzeug entdeckt. Sie sollten nach Angaben von Tierheim-Leiterin Tessy Lödermann nach Italien verkauft werden. „Der Mops und die Bulldoggen sind erst circa sechs Wochen alt. Die mitgeführten Papiere waren erkennbar gefälscht. Die Hunde waren nicht gechipt und verfügten über keine Tollwutimpfung.“

Für diese Tiere gilt es immer wieder, einen Platz zu finden – zumindest vorübergehend. Am Sonntagnachmittag hatte sich Lödermann deshalb zusammen mit Gitta Wünsch auf den Weg gemacht, um die illegal transportieren Hundebabys nach Garmisch-Partenkirchen zu holen. Zur Zeit sind sie in der Quarantänestation des Tierheims in der Schmalenau untergebracht und werden dort liebevoll versorgt.

„Aufgrund ihres Zustands, vom Wurmbauch bis hin zu Störungen im Bewegungsablauf und zu lange Krallen, gehe ich davon aus, dass sie aus tierschutzwidrigen Zuchten stammen“, erklärt Lödermann. „Ich bin froh, dass die Kleinen bei uns sind und erst einmal richtig aufgepäppelt werden können.“ Wenn die Welpen gültig gegen Tollwut geimpft sind und die Quarantäne in circa 2,5 Monaten aufgehoben werden kann, entscheidet sich, ob das Tierheim die Hunde gegen Erstattung der Kosten an den Händler herausgeben muss oder ob die Vierbeiner zur Vermittlung in Garmisch-Partenkirchen bleiben können.

Die Tierschützer hoffen nun natürlich, das Letzteres der Fall sein wird.


sp

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