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Fit wie ein Turnschuh: Laura Dahlmeier holt bei der Berglauf-WM in Patagonien Rang 27.

Tiefes Glücksgefühl in Argentinien

Dahlmeier besteht Kraftprobe bei Berglauf-WM - nächstes Debüt wartet in der Wintersaison

Nach dem Karriereende wird es nicht ruhig um Laura Dahlmeier. Zuletzt ging die Ex-Biathletin bei der Berglauf-WM in Argentinien an den Start. Bald ist sie als ZDF-Expertin zu sehen. 

Garmisch-Partenkirchen - Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier ergänzt in der neuen Wintersport-Saison die ZDF-Crew und wird bei ausgewählten Biathlon-Übertragungen neben dem Experten Sven Fischer ihren Blick auf das Geschehen werfen. Erstmals wird die 26-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen beim Weltcup in Le Grand Bornand kurz vor Weihnachten in ihrer neuen Rolle tätig sein, teilt das ZDF mit. Auch in Ruhpolding sowie bei der WM im Februar in Antholz wird die Bayerin ihre Expertise für die Zuschauer einbringen.

Dahlmeier hatte im Mai ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt - nach zweimal Olympia-Gold, sieben WM-Titeln und 33 Weltcup-Siegen. Am vergangenen Samstag erlebte sie in Argentinien ihr Debüt bei der Berglauf-WM der Leichtathleten und landete auf der 42-Kilometer-Distanz auf Platz 27. Ihr Abenteuer in den Bergen Patagoniens erfüllte Laura Dahlmeier mit einem tiefen Glücksgefühl. Völlig ausgepumpt und schwer beeindruckt kam die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin nach ihrer Premiere bei einer Berglauf-Weltmeisterschaft ins Ziel. „Ich bin total k.o. - aber es war superschön“, sagte die 26-Jährige nach der Kraftprobe in Villa la Angostura.

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Die Höhen-Differenz von 2100 Metern bewältigte sie in 4:20:47 Stunden. Platz 27 war für sie eher Nebensache. „Das war eine brutal gute Stimmung, es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Aber natürlich war die Strecke extrem hart“, meinte Dahlmeier. Außer am Start und auf den letzten 500 Metern sei kein einziger Meter Teerstraße gewesen. „Genau so, wie man sich das wünscht und vorstellt“, lobte sie die Veranstalter.

Dahlmeiers Taktik auf den ersten Kilometern: „nicht gleich ganz abzukacken“

Die Zeit entspreche in etwa ihren Vorstellungen, „genau mein Leistungsniveau“, fügte sie hinzu. Aber sie habe von Anfang an „gut zu kämpfen“ gehabt. „Chapeau vor den Weltbesten, die sind schon richtig, richtig stark“, sagte Dahlmeier. Den Titel holte sich die Rumänin Cristina Simion in 3:49:57 Stunden. Sie war damit mehr als eine halbe Stunde eher im Ziel als die ehemalige Top-Biathletin.

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Auf den ersten Kilometern habe sie versucht, den Anschluss zu halten, und „nicht gleich ganz abzukacken“, erklärte Dahlmeier ihre Taktik. Schwer fand sie ihren eigenen Rhythmus, und erst ab Kilometer zwölf sei sie „immer besser reingekommen“ und allein ihr Tempo gelaufen. Das absolute Highlight sei das Schneefeld am höchsten Punkt der Strecke gewesen. Als sie auf dem Weg begab ein paar Läuferinnen überholte, war sie von „motivierenden Gefühlen“ beflügelt.

Die Bergwelt in Patagonien bezeichnete die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin als „extrem beeindruckend“. Vorwiegend seien die Läufer auf Downhill-Strecken unterwegs gewesen. „Einfach superschön, obwohl man viel auch in den Wäldern läuft. Da kommt es einem fast ein bissel vor wie im Dschungel.“

Dahlmeier hat Sportstudium in München aufgenommen

Dass sie nach den Wettkampfjahren mit Skiern und Gewehr nun plötzlich Leichtathletin ist, hatte Dahlmeier im Vorfeld als mehr oder weniger „Zufall“ bezeichnet. „Ich habe erst mal googeln müssen, was das ist und mir dann gesagt: Warum eigentlich nicht? Deutschland international vertreten zu dürfen, ist immer etwas sehr Besonderes.“

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Deutschlands „Sportlerin des Jahres“ 2017 hatte es schon vor ihrem Start als „Auszeichnung für eine Wintersportlerin“ angesehen, für eine Sommersport-WM nominiert worden zu sein. Anders als zu früheren Zeiten hatte sie vor dem anstrengenden Rennen keinen Druck verspürt.

Die Ex-Biathletin aus Garmisch-Partenkirchen, die in München ein Sportstudium aufgenommen hat, war die prominenteste Athletin im deutschen Berglauf-Team, das sich über den 13. Platz des Siegburgers Moritz auf der Heide als bestes Resultat freuen durfte. Vor zwei Jahren hatte der deutsche Vorjahres-Meister bei der WM in Italien noch Rang 72 belegt. Weltmeister wurde der US-Amerikaner Jim Walmsley.

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