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Ein Lichtshow fand in der Kirche Maria Himmelfahrt statt.
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Fliegende Feuerkunst präsentiert Flare Performance aus Österreich.
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Der Hammer: Mighty Mike aus Kanada glänzt als schwergewichtiger Jongleur.
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Umlagert: Otto Il Bassotto, preisgekrönter Komödiant aus Italien, bringt mit seiner Luftballon-Show der Extraklasse die Zuschauer zum Lachen.
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Die Band Palo Santo begeistert mit lateinamerikanischen Rhythmen.

Fünfte Auflage kommt an

Lebensfreude pur: Straßen-Kunst-Festival schlägt ein - wieder einmal

Getanzt, gestaunt und viel gelacht wurde am Wochenende im Ortsteil Partenkirchen. Zum fünften Mal fand das Straßen-Kunst-Festival statt und begeisterte Jung und Junggebliebene.

Garmisch-Partenkirchen – Drei Tage lang verwandelte sich die historische Ludwigstraße in Partenkirchen in einen Ort des Spektakels. Dieses Jahr zum ersten Mal auch am Sonntag. Was bedeutete: Noch mehr Darbietungen zum Mitlachen und Mitmachen. Denn das Straßen-Kunst-Festival bietet nicht nur talentierten Künstlern die Möglichkeit, ihre Musik und ihr Können zu präsentieren, diese wollen sie auch mit ihrem Publikum teilen.

Wie die Band „Palo Santo“ mit ihren lateinamerikanischen Klängen, bei denen keiner der Besucher auf die Idee kam, nur zuzuhören. Die Band stammt aus München, doch vereint sie gleich fünf Nationen: Chile, Brasilien, Mexiko, Argentinien und die Dominikanische Republik. Was alle Combo-Mitglieder verbindet, ist ihre Liebe zur Musik, besonders zur Straßenmusik. „Die Kunst auf der Straße ist anders, sehr ehrlich“, erzählt Sängerin Alejandra Mirini, „man fühlt sich nackt und ist dem Publikum so nah. Das macht es aber auch schön und deshalb zu etwas Besonderem.“ Und dieses Besondere erfuhren die Zuhörer, auf die sich die Energie und der Rhythmus ihrer Lieder sofort übertrugen. Sänger Paco Blanca fügt hinzu: „Wir wollen die Menschen im Unterbewusstsein bewegen.“

Die Lust am Leben und Teilhaben durchfloss auch alle Nebenstraßen des Festivals, in denen Kinder und Erwachsene Hula-Hoop-Reifen und Jonglierbälle ausprobierten, die Hüpfburg stürmten oder sich zu angsteinflößenden Löwen bemalen ließen. Von bunten Wimpeln begleitet, schlenderte der Besucherstrom durch die Ludwigstraße. Für den Gaumenschmaus war auch gesorgt mit Kartoffel-Spirellis, Crêpes, handgemachten Eisrollen und Co. Nur über ein paar herzhafte Streetfood-Stände mehr, hätten sich einige Besucher gefreut sowie ausgeschilderte öffentliche Toiletten, sagt eine Besucherin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Auf den kulinarischen Nachschub konnte jeder warten, der den australischen Artisten „Aerial Manx“ erst einmal erblickt hatte. Dieser präsentierte nämlich einen dreifachen Rückwärtssalto – mit einem Schwert im Hals. „Das war abgefahren. Vor allem wie schlagfertig und witzig er zudem war“, schwärmt Christina Lüdtke (41) aus Karlsruhe. So geht es auch Angela Ebner (71) aus Garmisch-Partenkirchen. „Es war spitze! Aber auch zwiespältig für die Kleinen. Wir haben nämlich gerade ein Schwert für unseren Enkel gekauft“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern.

Auf insgesamt vier Hauptschauplätzen durften die Kleinen die Großen bestaunen. Jede Stunde wechselten die Künstler, so dass in relativ kurzer Zeit eine breite Vielfalt an Straßenkunst präsentiert wurde, die von Musik, Magie über Artistik und Akrobatik bis hin zu Feuershows von „Flare Performance“ und „Flash Gonzales“ reichte. Und nicht zu vergessen: Comedy. Denn was wäre Straßenkunst ohne einen Clown? Aber nicht nur einen Clown, sondern Otto il Bassotto, ein preisgekrönter Komödiant aus Italien, der mit seinen Neckereien und seiner Luftballon-Show jeden zum Lachen brachte und zum Schluss sogar in einem riesigen Ballon verschwand.

Ein Spektakel sollte das Straßen-Kunst-Festival wieder werden und das war es auch. Ein Fest voll Lebensfreude! Und mehr sogar: Ein Fest mit großem Respekt vor dem Anderssein.

Lisa Kirsten

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