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Vorstoß findet teilweise Zuspruch

Letzte Bahn fährt zu früh: FDP-Mann fordert bessere Verbindung bei der Werdenfelsbahn

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Die Strecke ist bei Pendlern gefragt: Viele fahren mit der Bahn von Mittenwald oder Garmisch-Partenkirchen mit dem Zug nach München. Doch heimwärts gibt‘s Probleme. 

Garmisch-Partenkirchen – Kein WLAN, also kein Internetzugang im Zug, und Abfahrtszeiten, die „dem Lebensrhythmus vieler Mitbürger nicht angepasst sind“ – das kritisiert Martin Schröter (FDP) an der Werdenfelsbahn. Insbesondere an der letzten Verbindung – nach Mittenwald um 22.32 Uhr, nach Garmisch-Partenkirchen um 23.32 Uhr – stört sich der Liberale. „Wer das Kulturangebot in München nutzt, ist vom Zug komplett abgeschnitten“, sagte Dr. Christoph Elschenbroich (parteifrei) und sprach damit Schröter aus der Seele. Deshalb hat der FDP-Vertreter einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht, um sich zur Behebung dieser Mängel an die Bayerische Staatsregierung zu wenden.

Bei Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) stieß er mit diesem Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Zwar konnte sie den Hintergrund seines Antrags durchaus nachvollziehen – auch sie sieht die Probleme, die Pendler und andere Zugreisende haben. „Ich fürchte aber, wir werden unglaubwürdig, wenn wir x-Themen anstoßen“, erklärte sie mit Blick auf die Bemühungen, endlich auf Dauer einen zusätzlichen Bahnhalt am Kainzenbad durchzusetzen. „Ich möchte dieses Anliegen wirklich nicht zerredet haben, das wäre kontraproduktiv.“

RVO einbeziehen

Der Zusammenhang zu seinem Antrag erschloss sich Schröter allerdings nicht. „Wir müssen als Anwalt der Bürger handeln“, forderte er. Neben Elschenbroichs Argument führte er auch das Dilemma mit Flugreisenden ins Feld, die den letzten Anschluss ins Werdenfelser Land verpassen. Ähnliche Probleme hätten die Kaltenbrunner, betonte Klaus Knapp, der als Wamberger Ortssprecher auch für diesen Ortsteil zuständig ist. Um mit öffentlichen Verkehrsmitteln abends aus der Landeshauptstadt heimzukommen, „muss man den Zug um 17.32 Uhr nehmen“. Daher regte er dringend an, in die Debatte um bessere Anschlüsse auch den Regionalverkehr Oberbayern (RVO) einzubeziehen, der für die Busse verantwortlich ist.

Nachdem Schröters Vorstoß unter seinen Gemeinderatskollegen durchaus Mitstreiter fand, regte Elisabeth Koch (CSU) an, das Anliegen doch beim Städte- und Gemeindetag vorzubringen. „Das betrifft schließlich nicht nur uns.“ Daher solle die Bürgermeisterin, die in beiden Gremien sitzt, auf diese hinwirken, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Dem schloss sich der Gemeinderat mit 23:5-Stimmen an. „Damit bin ich einverstanden, aber das ersetzt nicht, was ich erreichen wollte“, unterstrich Schröter. Begebe sich Meierhofer mit einer Resolution des Gemeinderats in die Verhandlungen, „hat sie viel stärkere Argumente“. Davon konnte der Liberale allerdings die Mehrheit nicht mehr überzeugen. Mit 20:8-Stimmen lehnte das Gremium seinen Antrag ab.

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