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DEB statt SCR: Die Heimkabine im Olympia-Eissportzentrum erstrahlt derzeit im Nationalmannschafts-Look – womöglich zum letzten Mal.

Danach wird es so keines mehr geben

Das letzte Länderspiel in Garmisch-Partenkirchen

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Fehlende Flexboards, zu wenig Türen an der Wechselbank, zu schwaches Licht und vieles mehr – von internationalen Standards ist das OEZ in Garmisch-Partenkirchen weit entfernt. Bleibt es dabei, wird der 54. Auftritt des DEB-Teams am Samstag wohl dessen letzter in der Marktgemeinde sein.

Garmisch-Partenkirchen – Vorzumachen braucht sich niemand etwas. Das stellt Franz Reindl klar. Bleibt das Olympia-Eissportzentrum wie es ist, wird das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft an diesem Samstagabend (20 Uhr) das vorerst letzte in Garmisch-Partenkirchen sein. Der Präsident des Deutschen Eishockey-Verbandes (DEB) räumt ein: „Womöglich sogar für immer.“

Der Grund: So viel Charme das altehrwürdige OEZ mit seiner langjährigen Historie auch versprüht – internationalen Spitzenstandards entspricht es nicht mehr. Die Mängelliste ist lang: Angefangen bei den nicht vorhandenen Flexboards bis hin zu der fehlenden zweiten Türe an den Wechselbänken sowie veralteten Sanitäranlagen und zu schwachem Scheinwerferlicht. Vor allem die Flexboards sind laut Reindl essenziell. Mit ihrer stoßdämpfenden Wirkung verhindern die nachgebenden Banden bei Checks viele Kopfverletzungen. Ein NHL-Spieler würde in Garmisch-Partenkirchen nicht auflaufen, betont Reindl. „Allein schon aus versicherungstechnischen Gründen.“ Man stelle sich nur vor, ein Leon Draisaitl könnte nach einer Attacke an der harten Bande im OEZ seinen millionenschweren Vertrag in der US-Elite-Liga nicht mehr erfüllen. Ein Fiasko für den DEB.

„Wir sind mit allem sehr zufrieden, die Spieler fühlen sich wohl“

Ansonsten hält Reindl das Eisstadion von seiner Grundstruktur nach wie vor für internationales Eishockey geeignet. Die Anzahl der Kabinen, der Fitnessraum, die Trainingsbedingungen – „wir sind mit allem sehr zufrieden, die Spieler fühlen sich wohl“. Der DEB-Präsident hofft, dass an den vorhandenen Mängeln gearbeitet wird. „Dann kommen wir gerne wieder.“

Doch dafür müssten die Gemeindewerke als Betreiber das OEZ auf Vordermann bringen. Laut Jürgen Winter ein wenig realistisches Szenario. „Eine Riesensumme werden wir sicher nicht aufwenden“, betont der kaufmännische Leiter des Kommunalunternehmens, ohne sich auf einen konkreten Betrag festzulegen. Aufgabe der Gemeindewerke sei es, die Bedürfnisse der örtlichen Bevölkerung abzudecken. „Und das tut das OEZ in seinem jetzigen Zustand.“ Umbaumaßnahmen, um auch in Zukunft als Austragungsort von Länderspielen in Frage zu kommen, hält Winter für nicht rentabel. „Damit, dass dann vielleicht alle fünf Jahre die Nationalmannschaft zu uns kommt, können wir solche Ausgaben nicht rechtfertigen.“

„OEZ ist schon jetzt ein Defizitärbetrieb“

Nebeneffekte der DEB-Partien, wie TV-Präsenz und positiver Imagezuwachs für den Ort, sind für Winter nicht von hoher Bedeutung. Er sagt: „Das interessiert eher GaPa-Tourismus.“ Sein Unternehmen müsse auf die nackten Zahlen schauen. „Und das OEZ ist schon jetzt ein Defizitärbetrieb.“ Eine kleine Hintertür hält Winter den Eishockey-Fans jedoch offen. Sollte die Marktgemeinde geschlossen mit dem Wunsch einer Modernisierung des Eisstadions auf die Gemeindewerke zukommen, sei der Verwaltungsrat stets gesprächsbereit. Er betont: „Wir sind nicht gegen den Sport – wir wollen lediglich unserer Verantwortung nachkommen.“

Tickets für das Länderspiel

gibt es am Samstag ab 10 Uhr in der Geschäftsstelle des SC Riessersee. Rund 1200 Karten sind noch erhältlich.

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