+
Die illuminierte Eisenbahn ist einer der Hingucker des „Gapa Leucht-Spektakel“ im Michael-Ende-Park. 

Regressforderungen an den Markt nicht auszuschließen

Nach Kritik an hohen Preisen für Leucht-Spektakel: Gratis-Eintritt an zwei Tagen ist vom Tisch

  • schließen

Der Gratis-Eintritt an zwei Tagen ins „Gapa Leucht-Spektakel“*, den FDP-Mann Martin Schröter gefordert hat, kommt nicht. Der Gemeinderat lehnte Schröters Antrag ab, weil weder die Gemeinde noch die GaPa Tourismus GmbH Veranstalter sind. 

Garmisch-Partenkirchen – Mit Scheitern kennt sich Martin Schröter aus. In seiner Zeit als Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen gibt es wohl keinen einzigen Antrag – von dem gegen den Hermann-Levi-Park, als er mit der Mehrheit stimmte, einmal abgesehen –, den er durchgebracht hat. Was ihn nicht daran hindert, es immer wieder zu versuchen. Seine Frustrationsschwelle scheint ziemlich tief zu liegen.

Nicht von Erfolg gekrönt war auch sein Bemühen, den Garmisch-Partenkirchnern am ersten Weihnachtsfeiertag und an Heilig Dreikönig freien Eintritt in die Illumination „Leucht-Spektakel“* zu verschaffen, die im Michael-Ende-Park leuchtet. „Das sind klassische Familienfeiertage“, sagt Schröter. Man dürfe Arme nicht von wesentlichen Dingen in der Gemeinde ausschließen. Die Kosten solle die Gemeinde übernehmen. Das lehnte die Mehrheit im Gemeinderat ab. Nur Josef Angelbauer (Freie Wähler) und Dr. Christoph Elschenbroich (parteifrei) schlossen sich Schröters Meinung an.

Lesen Sie auch: Michael-Ende-Kurpark wird zum GaPa Funkelland: Eintrittspreise ernten aber Kritik

Was Schröter offenbar trotz besseren Wissens ausgeblendet hat: Weder der Markt noch die GaPa Tourismus GmbH sind Veranstalter. Das „Leucht-Spektakel“ wird unternehmerisch von der MK Illumination mit Sitz in Innsbruck verantwortet. Sie trägt ganz alleine das wirtschaftliche Risiko und ist auch verantwortlich für die Preisgestaltung. Die moniert Schröter ebenfalls: „Die Preise sind zu hoch, deshalb wird es nicht angenommen.“

Preise orientieren sich an Lichterfest-Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen

Michael Gerber, Geschäftsführer der GaPa Tourismus GmbH, macht in seiner Stellungnahme klar, was alles auf den Markt bei einer Entscheidung im Sinne Schröters hätte zukommen können. Die finanziellen Einbußen, die entstanden wären, wenn die Garmisch-Partenkirchner ihre Besuche auf die Gratis-Tage ausrichten würden, hätte MK Illumination „verständlicherweise gegenüber dem Markt geltend gemacht“. Und auch auf den Imageverlust bei den Touristen weist Gerber hin. Wie hätte man argumentieren sollen, dass Gäste zahlen müssen, während die Einheimischen kostenlosen Eintritt haben?, fragt er. Bei der Gestaltung der Preise habe sich das Unternehmen an seinen Erfahrungen mit dem Lichterpark auf der Millicher Halde in Hückelhoven (Nordrhein-Westfalen) orientiert.

Wie das „Leucht-Spektakel“ seit der Eröffnung am 23. November von der Bevölkerung besucht wird, ist unklar. Gerber zufolge besteht als Option eine dreijährige Kooperation mit MK Illumination, die abhängig ist vom Publikumszuspruch und vom wirtschaftlichen Erfolg. In diesem Jahr habe das Unternehmen rund 700 000 Euro in die Realisierung der Lichtskulpturen investiert und für Garmisch-Partenkirchen ein eigenständiges Konzept rund um das Thema Fantasie und Michael Ende entwickelt.

*Anmerkung der Redaktion: Der originale Name der Veranstaltung wurde auf Bitten der Veranstalter geändert werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tauziehen um Murnauer James-Loeb-Areal: Kampfabstimmung abgeblasen
Der Markt Murnau kommt im Streit um die geplante Wohnbebauung auf dem James-Loeb-Areal nicht weiter: Das heikle Thema wurde in der Sitzung des Gemeinderats vertagt. Der …
Tauziehen um Murnauer James-Loeb-Areal: Kampfabstimmung abgeblasen
Roboter „GARMI“ soll Dauerbürger werden
Das Forschungszentrum Geriatronik soll in Garmisch-Partenkirchen keine temporäre Einrichtung bleiben. Die Pläne von Thomas F. Hofmann, Präsident der TU München, sehen …
Roboter „GARMI“ soll Dauerbürger werden
Hotel-Projekt Mittenwald: Störfeuer aus dem Publikum
Das geplante aja-Hotel spaltet Mittenwald. Das wurde bei der Bürgerinformation in der TSV-Halle offenkundig.
Hotel-Projekt Mittenwald: Störfeuer aus dem Publikum
Defekte Bremse und viele Mängel mehr
Viele Mängel hatte das Auto einer Mittenwalderin, das die Polizei am Dienstag aus dem Verkehr zog. Die Beamten ermitteln.
Defekte Bremse und viele Mängel mehr

Kommentare