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Möglicherweise gab‘s ein Verständigungsproblem

Lichtblick für den Arena-Express

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Sie haben das Angebot abgelehnt, die Tiroler Gemeinden. Trotzdem steht der kostenlose Arena-Express noch nicht endgültig vor dem Aus. Tourismusdirektor Peter Nagel sieht noch eine Chance.

Garmisch-Partenkirchen – Erst einmal haben sie Nein gesagt. Nein dazu, denkostenlosen Arena-Express, zu den Bedingungen der Deutschen Bahn (DB) weiterlaufen zu lassen. Die finanzielle Mehrbelastung war den 17 betroffenen Tiroler Gemeinden einfach zu hoch. „Das neue Kostenangebot der Bahn für weitere sechs Jahre betrug allein für die Urlaubsgäste über 500.000 Euro jährlich und hat sich damit mehr als verdoppelt“, erklärt Garmisch-Partenkirchens Tourismusdirektor Peter Nagel. Dazu kam, dass die hiesige Bevölkerung nicht mehr in den Genuss der Freifahrten zwischen Garmisch-Partenkirchen und Vils in Tirol kommen sollten.

Zwar hatte die DB Ehrwalds Bürgermeister Martin Hohenegg zufolge noch einmal eingelenkt und ihre Forderung auf 335.000 Euro zurückgeschraubt. „Die Einheimischen waren aber immer noch ausgenommen“, sagt er. Für jeden, der den Arena-Express nutzen will, hätte jede Gemeinde pauschal 30 Euro zahlen müssen. Neben dem finanziellen sorgte somit auch der enorme administrative Aufwand dafür, dass die Tiroler das Ganze ablehnten.

Einer, der trotzdem nicht klein beigibt, ist Nagel. „Eine Chance sehe ich noch“, betont der Tourismusdirektor. Deshalb fährt er auch nach Frankfurt, um persönlich mit dem DB-Vorstand zu sprechen. „Möglicherweise gab’s ein Verständigungsproblem.“ Sollte es so gewesen sein, hofft er, das schnellstens auszuräumen, um dieses „einmalige Projekt“ fortsetzen zu können. Schließlich liegt allen in der Zugspitz-Arena Bayern-Tirol daran, den Verkehr auf den Straßen einzudämmen. Deshalb zeigt sich Hohenegg in Vertretung seiner Bürgermeister-Kollegen auch gesprächsbereit, sollte Nagel in Frankfurt etwas erreichen. 

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