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Pünktlich zur Bundestagswahl

„Die Linke“ will Ortsverband in Garmisch-Partenkirchen gründen

Garmisch-Partenkirchen - Das Parteienspektrum in Garmisch-Partenkirchen wird sich womöglich bald erweitern. Vier Männer und eine Frau wollen der Partei „Die Linke“ in Garmisch-Partenkirchen eine Plattform geben.

Es ist ein ambitioniertes Ziel, das sich Reinhard Hoch aus Garmisch-Partenkirchen gesteckt hat. Einen Ortsverband für die Partei „Die Linke“ will er bis nächstes Jahr in Garmisch-Partenkirchen gründen. Mindestens zehn Mitglieder brauche es, um den Verband ins Leben rufen zu können. „Wir müssen im Landkreis herumtelefonieren, um zu sehen, ob Interesse da ist“, sagt Hoch.

Befürworter der Linken gäbe es im Landkreis. Die sind allerdings recht zerstreut, sagt der Garmisch-Partenkirchner. Er sieht darin Potenzial. Mit einem Ortsverband könne man mehr bewegen und „aktiv“ werden.

Einige Themen liegen ihm besonders am Herzen. Zum einen der Wohnraum in Garmisch-Partenkirchen. Der ist bekanntlich sehr knapp und nach Ansicht Hochs „sehr ungerecht“ verteilt. Die Mieten sind zu hoch, immer mehr junge Leute ziehen weg, weil sie sich nichts mehr leisten können. „Da muss man aktiv werden“, findet er.

Viele sozialen Baustellen müsse sich verbessern

Mit dem Wohnungsproblem ginge auch das Thema Altersarmut einher. Mit geringen Renten können Senioren die teuren Mieten nicht bezahlen. „Die gesetzliche Rente muss das Herzstück des Sozialstaats bleiben“, fordert Hoch. Auch die Pflegesituation müsse sich verbessern. Sowohl für die Patienten, als auch fürs Personal, das „unterbezahlt und überlastet ist“.

Die Bundestagswahlen 2017 werden einiges bewegen

Doch es sind nicht nur die sozialen Baustellen, die dafür sprechen, einen Ortsverband zu gründen. Auch den Zeitpunkt dafür findet er günstig. Die Bundestagswahlen, die 2017 stattfinden, werden einiges bewegen, glaubt Hoch. „Das wird sehr spannend.“ Mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist er nicht zufrieden. „Ihre Regierung ist nicht so glorreich, wie sie sie gerne darstellt“, betont er. Seiner Ansicht nach sind die Schwachstellen in der Sozialpolitik die Gründe, warum Parteien wie die rechtspopulistische AfD immer stärker werden. „Merkel muss weg“ war eine der Forderungen, auf die sich Hoch und seine Parteikollegen vor Kurzem bei einer Veranstaltung geeinigt haben. Insgesamt saßen sie zu fünft an einem Tisch.

Um die magische Zehn für den geplanten Ortsverband zu erreichen, bedarf es noch einiges an Arbeit. An die wollen sich der Garmisch-Partenkirchner und die Genossen gleich Anfang 2017 machen. „In diesem Jahr passiert nichts mehr.

Magdalena Kratzer

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