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Rund 25 Jahre alt: der Kunstrasenplatz am Freizeitpark Loisachbad.

Bolzplätze am Freizeitpark Loisachbad sollen saniert werden

Löcher auf Kunstrasenplatz am Loisachbad: Familienvater sieht Gefahr für Kinder

Der Kunstrasenplatz am Freizeitpark Loisachbad  hat schon bessere Zeiten gesehen. Ein Familienvater fordert die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zum Handeln auf. 

Mulden vor dem Tor: Die jährliche Prüfung ergab allerdings „keine Beanstandungen“.

Garmisch-Partenkirchen – Andreas Dillemuth geht gern mit seinem Sohn Daniel (7) zum Bolzen auf den Kunstrasenplatz am Loisachbad. Zwei bis dreimal die Woche kicken sie dort. Doch der Platz an der Archstraße sollte nach Meinung des Garmisch-Partenkirchners saniert werden. „Die Kinder müssen auf einer rutschigen und mit Löchern versehenen Fläche spielen und fallen dabei viel hin, da sie die Gefahren nicht einschätzen können. Selbst den Erwachsenen passiert dies“, hält der 50-jährige Familienvater in einer E-Mail an den zuständigen Bauhof fest und fragt, wann für Abhilfe gesorgt wird. Als Antwort erfuhr Dillemuth, dass alle öffentlichen Spielplätze, zu denen auch der Freizeitpark Loisachbad gehört, regelmäßig auf mögliche Gefahren kontrolliert werden. Eine Freigabe erfolge erst nach einer Prüfung durch eine zertifizierte Fachfirma. Diese vorgeschriebene Jahresinspektion findet immer im Frühjahr statt – heuer am 17. April, teilt Martin Bader von der Hauptverwaltung des Marktes Garmisch-Partenkirchen mit.

Bolzplätze am Loisachbad in Garmisch-Partenkirchen: Firma sah keinen Anlass für Sperrung

In Bezug auf die beiden Bolzplätze – es gibt neben dem Kunstrasenfeld auch einen Naturrasenplatz – hat die Fachfirma ihm zufolge Anregungen vorgetragen. Dringende Sofortmaßnahmen aber wurden keine festgestellt und in den Prüfbericht aufgenommen. Entsprechend auch keine Sperrung aufgrund von Gefahren. „Die Bolzplätze konnten daraufhin auch für diese Saison wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden“, sagt Bader.

Dillemuth sieht die Sache kritisch, berichtet von „vielen fallenden Kinder mit schmerzverzerrtem Gesicht“. Dass es, wie ihm der Bauhof mitgeteilt hat, bei dem jährlichen Check „keine Beanstandungen der Fläche“ gegeben hat, empfindet er „als nicht hinnehmbar“. Er bezweifelt, dass man den Platz noch als Kunstrasen bezeichnen kann. „Es ist eher eine Art Teppich.“

Markt Garmisch-Partenkirchen: Bislang keine weiteren Beschwerden

Laut Bader sind bis auf Dillemuths Anregungen bisher keine Beschwerden über den Zustand der Oberflächen bei der Kommune eingegangen. „Wir können daher die Beobachtungen von ,vielen fallenden Kindern mit schmerzverzerrten Gesichtern‘ nicht ganz nachvollziehen.“ Denn auch der Parkaufsicht sind offenbar keine nennenswerten Verletzungen und Unfälle bekannt, die aufgrund der Bodenbeschaffenheit der Plätze aufgetreten wären.

Lesen Sie auch:  Drohendes Verbot von Kunstrasenplätzen: Das sagen die heimischen Fußball-Vereine

Natürlich bestehe auch aus Sicht der Marktgemeinde langfristig für diese Anlagen Handlungsbedarf. Die Kunstrasenfläche ist bereits rund 25 Jahre alt und gilt daher als „abgespielt“, wie es im Fachjargon heißt. Daher reagiert die Verwaltung: Sie meldet in den nächsten Monaten für das Haushaltsverfahren 2020 entsprechende Haushaltsmittel für eine Sanierung der Bolzplätze an. Soweit die erforderlichen Gelder im nächsten Etat berücksichtigt und bereitgestellt werden, sollen die Sanierungen anschließend erfolgen. Eine Kostenschätzung kann die Gemeinde noch nicht abgeben.

Dillemuth würde sich freuen, wenn die Gemeinde nächstes Jahr die Sanierung anpackt. Doch er ist skeptisch. „Ich gehe davon aus, dass erst einmal nichts passiert.“ Er kenne die Gemeinde. Dillemuth verweist auf den Schlagloch-Report und den Kinderspielplatz an der Krankenhausschule.

Roland Lory

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