Stillstand im Innenhof: Die Freiflächen am Landratsamt liegen brach.
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Stillstand im Innenhof: Die Freiflächen am Landratsamt liegen brach.

Freiflächen trotz verlängerter Frist nur zu 60 Prozent fertig

Arbeiten in Verzug: Landratsamt feuert Firma -„Baustelle zeitweise gar nicht besetzt“

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Auf der Baustelle herrscht Stillstand. Die Außenflächen vor dem Landratsamt sind aber längst noch nicht so weit, wie sie es sein sollten. Der Schuldige ist bereits ausgemacht.

Landkreis – Das größte Problem ist behoben, die Parkplatznot gelindert. Mit der erweiterten Tiefgarage stehen seit März mehr Abstellflächen am Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen zur Verfügung. Alle Mankos sind damit aber nicht behoben. Bei den Außenanlagen hakt’s. Die Schuld trägt die beauftragten Firma. Sie wurde inzwischen von der Kreisverwaltungsbehörde gefeuert.

Eigentlich hätte bereits alles grün sein sollen vor dem Landratsamt. 31. August hatte der Termin für die Fertigstellung der Freiflächen gelautet. Klappte nicht. Das Landratsamt reagierte mit einer Fristverlängerung bis Ende Oktober. „Und bei Nichterfüllung wurde die Kündigung angedroht“, sagt Sprecher Wolfgang Rotzsche. Die Warnung lief ins Leere. Bis zu dem Datum seien erst rund 60 Prozent der Arbeiten beendet gewesen. „Die Baustelle wurde unzureichend und zeitweise gar nicht besetzt“, moniert Rotzsche. Mehrfach forderte die Behörde das Unternehmen auf, dies zu ändern. Ohne Erfolg. Am 2. November zog das Landratsamt die Reißleine, machte seine Androhung wahr – und trennte sich von dem Betrieb.

Baustelle jetzt in Winterpause

Auf die Sanierung der Olympiastraße kann die Firma die Schuld nicht schieben. Sie hatte keinen Einfluss auf den Baufortschritt auf dem Grundstück, betont Rotzsche. Die Zusammenarbeit mit der Firma Kutter – unter anderem zuständig für die Verbesserung des Abschnitts zwischen St.-Martin-Straße und Richard-Strauss-Platz – sei reibungslos und entgegenkommend verlaufen. Einschränkungen bei der Anfahrt des Landratsamtes wurden frühzeitig kommuniziert und nach Gesprächen auf ein Minimum beschränkt. „Die Verzögerungen sind einzig der Firma anzulasten, die bisher den Auftrag hatte.“

In dieser Woche wird die Baustelle geräumt. Der entlassene Betrieb beseitigt noch die festgestellten Mängel. Danach geht’s für das Areal in die Winterpause. 2021 soll eine neue Firma angreifen. Es müssen noch Fertigteile und Randeinfassungen gesetzt, Pflasterarbeiten absolviert und ein Fahrradunterstand aufgestellt werden. Spielt die Witterung mit, sollen die Freiflächen bis Sommer 2021 fertig sein.

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