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Bald im Besitz des Marktes: die Villa Flora auf dem Abrams-Gelände.

Das Ende des Stillstands

Marktgemeinde darf Teile des Abrams-Geländes kaufen

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Es tut sich was: Das Bayerische Sozialministerium ermöglicht Garmisch-Partenkirchen den Kauf einer Teilfläche des Abrams-Geländes. Dort sollen das Forschungsprojekt Geriatronic und das neue Altenheim St. Vinzenz entstehen.

Garmisch-Partenkirchen – Das Warten hat ein Ende, der Stillstand wahrscheinlich auch. Gestern Nachmittag erreichte die frohe Kunde aus dem Bayerischen Sozialministerium per Telefon Dr. Sigrid Meierhofer. Wenige Minuten später informierte Ulrike Sparka, stellvertretende Pressesprecherin im Ministerium von Emilia Müller (CSU), exklusiv die Redaktion desGarmisch-Partenkirchner Tagblatts. Der Inhalt beider Gespräche: identisch. Garmisch-Partenkirchen erhält eine 10 500 Quadratmeter große Fläche des Abrams-Areals.„Wir haben heute der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Freigabe für eine Teilfläche des Geländes der ehemaligen General-Abrams-Kaserne in Garmisch-Partenkirchen zum Verkauf an die Marktgemeinde erteilt. Ich freue mich, dass wir damit einen Beitrag für die planungssichere weitere Entwicklung des Marktes leisten“, erklärt Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger. „Die Marktgemeinde kann nun die Fläche südlich der Bestandsgebäude für ihre Interessen erwerben.“

Die Nachricht löste bei Garmisch-Partenkirchens SPD-Bürgermeisterin eine Welle der Freude aus, an der sie sofort Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) teilhaben ließ. „Das ist wunderbar. Ich bin von der Entwicklung völlig begeistert. Der Gordische Knoten beginnt sich aufzulösen.“

Projekt eineinhalb Jahre intensiv vorangetrieben

Champagner-Stimmung auch bei der CSU. „Ich freue mich wie ein Schnee-König“, sagt Elisabeth Koch, Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass der Anteil der lokalen Christsozialen an der frohen Botschaft groß ist und die kurzen Wege zu den Landtags- und Bundestagsabgeordneten von Vorteil waren. „Wir haben eineinhalb Jahre intensiv an dem Gelingen dieses Projekts gemeinsam mit Martin Bachhuber, Harald Kühn und Alexander Dobrindt gearbeitet.“

Auf dem Abrams-Gelände, das derzeit als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt wird, gedenkt die Rathaus-Chefin Teile der Leifheit-Millionen einzusetzen. Zunächst wohl für den Erwerb – über die Höhe der Summe ist noch nichts bekannt –, danach für die Entwicklung im Sinne der Leifheit-Stiftung. Die Villa Flora – ehemaliges Gästehaus des AFRC (Armed Forces Recreation Center), ab 2012 Wohnung des damaligen General Managers, – ist als Heimstatt desForschungs- und Anwenderzentrum von Professor Sami Haddadin in der Auswahl. Haddadin befand das Haus bei einer Besichtigung für geeignet. Allerdings muss Meierhofer zufolge noch die Bausubstanz geprüft werden. Dass die Geriatronic auf der Abrams-Teilflache angesiedelt wird – für Koch beschlossene Sache. „Deshalb haben wir diesen Erwerb forciert.“ Erst recht, seit der Gemeinderat sich fast geschlossen dafür ausgesprochen hat, Haddadin eine Millionensumme für seine Forschungen zur Verfügung zu stellen. Gesprochen wird immer von zehn Millionen Euro für die initiale Phase der Geriatronic.

Umbau des Seniorenzentrums ab 2018

Zudem plant die Bürgermeisterin den Neubau des Altenheims St. Vinzenz, das die Caritas betreibt, auf der 10 500 Quadratmeter großen Fläche zu realisieren. Von dem Leifheit-Geld hat die Gemeinde bereits das Alte Finanzamt für 2,601 Millionen Euro im Dezember des vergangenen Jahres vom Freistaat Bayern gekauft. Ab 2018 soll mit dem Umbau in ein Seniorenzentrum begonnen werden. Gestern fand dort mit dem sozialen Netzwerk „Lebenslust“ und weiteren Interessenten ein Ortstermin statt. Für Meierhofer Gelegenheit, die gute Nachricht gleich unters Volk zu bringen.

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