Bedeutender Tag: Staatsminister Bernd Sibler (M.) bringt eine frohe Botschaft an (v.l.) Martin Bachhuber, Alexander Dobrindt, Elisabeth Koch und Harald Kühn (alle CSU).
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Bedeutender Tag: Staatsminister Bernd Sibler (M.) bringt eine frohe Botschaft an (v.l.) Martin Bachhuber, Alexander Dobrindt, Elisabeth Koch und Harald Kühn (alle CSU).

Staatsminister Sibler verkündet frohe Botschaft

Garmisch-Partenkirchen wird Universitätsstandort

  • Josef Hornsteiner
    VonJosef Hornsteiner
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Staatsminister Bernd Sibler sichert zwei Professuren für Forschungszentrum in Garmisch-Partenkirchen zu. Somit wird die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen Universitätsstandort.

Garmisch-Partenkirchen – Nicht nur deutschlandweit, sogar international hat Garmisch-Partenkirchen gestern Geschichte geschrieben. Anders kann es Alexander Dobrindt (CSU) nicht ausdrücken. Der Bundestagsabgeordnete informierte sich am Dienstag mit den Landtagsabgeordneten Harald Kühn und Martin Bachhuber (beide CSU) über den Fortschritt in Sachen Forschungszentrum Geriatronik.

Und glücklich lauschte er den Worten des Wissenschaftsministers Bernd Sibler (CSU). Dieser verkündete, dass er die ersten beiden Stellen – zwei Professuren für die neue Außenstelle der Technischen Universität München in der Marktgemeinde – quasi schon „im Gepäck“ dabei habe. Die Marktgemeinde hat somit ganz offiziell die Zusage erhalten: Garmisch-Partenkirchen wird Universitätsstandort.

Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) kämpfte „Tag und Nacht“ um den Uni-Standort

„Das ist bahnbrechend“, sagte jene Frau, die gestern im Mittelpunkt stand: Elisabeth Koch (CSU). Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen habe diese Zusage, die frohe Botschaft, überhaupt erst möglich gemacht. „Sie hat mit Leidenschaft und einem überzeugenden Konzept die Grundlage geschaffen“, betonte Dobrindt. Koch zeigte sich in der Standortfrage hartnäckig, wie Bachhuber weiß: „Die Bürgermeisterin hat uns Tag und Nacht zugesetzt. Das ist ihr eine Herzensangelegenheit gewesen.“

Koch hat nun das geschafft, „wofür schon seit Toni Neidlingers Zeit als Bürgermeister (CSU) immer mal mehr, mal weniger intensiv gekämpft wurde“, sagt Kühn. Mit Garmisch-Partenkirchen als Universitätsstandort können die zwei Bereiche Gesundheits- und Bildungsregion miteinander vereint werden. „Was das strukturmäßig zu bedeuten hat, kann man noch gar nicht abschätzen.“

Denn was künftig auf dem neuen Campus am Bahnhofsareal West entwickelt und gelehrt werden soll, ist weltweit einmalig. Weder in China, noch in den USA forsche man so weit fortgeschritten in dem neuen Wissenschaftsbereich Geriatronik. Bekanntlich entwickeln die Akademiker in Garmisch-Partenkirchen den humanoiden Roboterassistenten „Garmi“. „Es ist beeindruckend, was seit meinem letzten Besuch vor einem Jahr und sechs Wochen alles passiert ist“, sagte Sibler. Die Wissenschaft mache hier große Fortschritte. Die Forscher entwickeln den Roboter, der vor allem in der Pflege unterstützen soll, in seinen Augen klug weiter.

Ein Campus soll entstehen, auf dem Forschung, Lehre und Pflege eng miteinander verzahnt sein sollen

Doch trotz aller Euphorie befinde man sich erst am Anfang, betonte der Staatsminister. „Die ersten Schritte sind gemacht, die Basis gelegt.“ Jetzt steht viel Arbeit und ein langer Weg bevor. Man wird nun in die Detailplanung gehen, das Stellenangebot sukzessive ausweiten. Wie viele Studenten und Professoren in Zukunft in der Marktgemeinde arbeiten werden, ist noch unklar. Auch, wann die bauliche Phase auf dem 29 000 Quadratmeter großen Bahnhofsareal West startet. Entstehen wird ein Campus, auf dem Forschung, Lehre und Pflege eng miteinander verzahnt sein sollen.

Mit der Zusage der zwei Professuren machte Sibler nun Nägel mit Köpfen. Das freut ganz besonders Koch. Sie erinnerte sich gestern daran, wie sie zu Beginn von einigen Projektgegnern noch ausgelacht wurde für ihre ambitionierten Pläne. Nun sind sie fix. „So können wir weitermachen“, sagte die Bürgermeisterin. Bachhuber und Kühn wollen jetzt im Haushaltausschuss des Landtags Gas geben. Sibler zeigte sich überzeugt: „Sie werden kämpfen wie die Löwen.“

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