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Gut sechs Wochen lang wird es leuchten im Kurpark: Das GaPa Funkelland lockt die Besucher mit illuminierten Tierfiguren und geometrischen Formen.

Mischung aus Fantasie und Kreativität

Michael-Ende-Kurpark wird zum GaPa Funkelland: Eintrittspreise ernten aber Kritik 

Elefant, Pferd, Drache und vieles mehr erleuchten ab dem Wochenende den Kurpark in Garmischs Zentrum. Ein Winter-Höhepunkt. Doch in den sozialen Medien werden auch kritische Stimmen laut.

Garmisch-Partenkirchen – Die Marktgemeinde geht neue Wege: Als „Winter-Highlight für die ganze Region“ wird das GaPa Funkelland im Michael-Ende-Kurpark angepriesen. Eröffnet wird der Lichtpark mit Objekten und Skulpturen der Firma MK Illumination aus Innsbruck am Samstag (23.11.), 16 Uhr, zusammen mit dem Christkindlmarkt. GaPa Funkelland ist bis Heiligdreikönig als „magischer Ort“ zu entdecken. Kooperationspartner der Aktion ist GaPa Tourismus, das den Kurpark zur Verfügung stellt.

Funkelnde Tierfiguren, leuchtende Elefanten, Fische und Schmetterlinge, abstrakte geometrische Formen sowie künstliche Bäume aus LED-Lichtern bereichern den Kurpark in direkter Nachbarschaft zum Christkindlmarkt. „Wir bieten Themen an, die die Fantasie anregen“, sagt Sebastian Bau. Der Projektleiter von MK Illumination wirbt für sein aufwändiges Projekt mit den festlichen Dekorationen und den animierten Themenwelten. Weitere Bereiche der Anlage sind beleuchtete Skulpturen, die auf Geräusche reagieren. Außerdem gebe es Licht, das mit dem Publikum auf der Bühne interagiere. „Eine bunte Mischung aus Fantasie und Kreativität“, sagt Bau.

Angelegt ist die Kooperation zwischen MK Illumination und GaPa Tourismus auf drei Jahre. Schon jetzt hofft Elisabeth Brück darauf, dass das Funkelland fortgeführt wird. Die Sprecherin von GaPa Tourismus hält das Projekt für „etwas ganz Besonderes, das wir der Region bieten können“. Der Michael-Ende-Kurpark sei absolut geeignet für diesen Winter-Höhepunkt. „Das ist ein fantasievoller Ort, schon durch die bestehenden Skulpturen und den Baumbestand.“

Finanzieller Aufwand im hohen sechsstelligen Bereich

Im Vorfeld des sechswöchigen Ereignisses gibt es bereits große Bedenken. Bei der Bürgerversammlung am Dienstag kam das Thema zur Sprache, auch in Facebook wird intensiv diskutiert. Mehrere Nutzer kritisieren die in ihren Augen hohen Eintrittspreise von Funkelland. „Ganz ehrlich, für das Geld nein danke. Überall gibt es jetzt dann wunderschöne Christkindlmärkte, da funkelt es umsonst. Find den Preis richtig unverschämt“, sagt ein Facebook-Nutzer. „Ich glaub’ nicht, dass es ein großer Erfolg wird bei den Preisen. Vielleicht wäre es besser gewesen, es billiger zu machen und dafür mehr Besucher zu haben“, meldet ein Anderer seine Vorbehalte an.

Bau verteidigt die Preisgestaltung, verweist auf einen finanziellen Aufwand von rund 700 000 Euro allein für das Lichtmaterial, das für das Funkelland verbaut wurde. Ein Tagesticket kostet 12 Euro, das Flexticket (gilt auch am Wochenende) 14 Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder. Die Familienkarte beläuft sich auf 27 Euro. Wie der Projektleiter weiter erklärt, gibt es für Schüler, Studenten, Rentner, Einheimische sowie für Besitzer von Gästekarten der Zugspitz-Region zwei Euro Ermäßigung. „Über die Eintrittseinnahmen wird Funkelland refinanziert“, betont Bau, der „auf viele Besucher“ hofft.

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Zu den Ausgaben für die Lichtinstallationen kommen noch die Kosten fürs Personal. Acht bis zehn Mitarbeiter seien seit 4. November mit dem Aufbau beschäftigt. Auch der Abbau Anfang Januar werde wohl eineinhalb Wochen dauern. Weil aber auch GaPa Tourismus Helfer stelle, könne er keine genauen Angaben zu den tatsächlich anfallenden Kosten machen, bedauert Bau.

In Nordrhein-Westfalen ein Erfolg

Im vergangenen Jahr hatte MK Illumination einen Lichtpark in Hückelhoven (Nordrhein-Westfalen) in einer alten Berghalde stehen. Das habe gut geklappt, versichert er. Der Kritik an Funkelland aus sozialen Medien kann Carsten Forg den Wind aus den Segeln nehmen. Er ist Geschäftsführer des Stadtmarketings in Hückelhoven und berichtet von „durchweg positiven Reaktionen“. Dort wird das Projekt Haldenzauber genannt und war 2018 erstmals zu sehen. „Die Leute haben das genossen. Das ist eine stille Veranstaltung, da herrscht keine Dauerberieselung“, erklärt Forg.

Die Stadtverwaltung Hückelhoven habe mit 40 000 Besuchern gerechnet, am Ende wurden mit 45 000 die Erwartungen übertroffen. Auch in NRW habe es vor Beginn Vorbehalte ob der hohen Eintrittspreise gegeben – dort werden sogar bis zu 15 Euro pro Erwachsenem und 30 Euro pro Familie Person verlangt. „Schon nach wenigen Tagen hat sich keiner mehr beschwert. Alle waren begeistert von den Spielwelten.“

Alexander Kraus

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Kommentare

Kai SchmittAntwort
(1)(0)

Nun haben die wenigsten Familien 3 Kinder, weshalb man die von Ihnen an anderer Stelle getätigte Aussage, es würde pro Person 6 Euro Eintritt kosten, getrost als Augenwischerei bezeichnen kann. Wollen beispielsweise zwei Erwachsene mit einem Kind von 10 Jahren am Wochenende die Installation besuchen, zahlen diese pro Person schon 9 Euro Eintritt.

Ich habe mich in der vergangenen Woche im Kurpark umgesehen - und muss sagen, dass ich nicht bereit bin, dafür auch nur einen geringen Betrag aufzubringen, auch kann ich nicht erkennen, wo hier eine Investitionssumme von gut 700.000 Euro aufgewandt worden sein soll. Dazu kommt noch erschwerend, dass beleuchtete Dinosaurier, Elefanten oder Drachen sicherlich nichts mit Advent oder dem Weihnachtsfest zu tun haben. Wie auch schon andere treffend geschrieben haben: dann lieber auf jeden x-beliebigen Christkindlmarkt, da funkelt es auch - aber nicht so überteuert - und das so gesparte Geld lieber bei den dortigen lokalen Anbietern ausgeben, statt einem ausländischen Investor hinterherzuwerfen, für den Garmisch eine "Location" von vielen ist und der hier weder dauerhaft Arbeitsplätze schafft, noch sonst irgend etwas nachhaltiges für die Marktgemeinde leistet.

Michael GerberAntwort
(0)(0)

.... Sie dürfen davon ausgehen, dass niemand gezwungen wird den Eintritt zu bezahlen, nur weil er / sie / es „zufällig“ noch im Kurpark ist. Alle Gäste & Bürger werden durch den Sicherheitsdienst gebeten den Kurpark bis 16.30 Uhr zu verlassen. An allen Eingangsbereichen wird freundlich darauf hingewiesen, dass ab 16.30 Uhr nur noch ein kostenpflichtiger Zugang möglich ist. Sollte es zu ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Fallsituationen kommen, wird man auch dafür eine Losung finden.

SchnäggeAntwort
(0)(0)

Und wenn man 16:00 den Kurpark betritt, wird man 16:30 zur Kasse gebeten? Da geht einer durch und kassiert oder wie soll das gehen?