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Wird sich grundlegend verändern: der Klassentrakt der Berufsschule bekommt eine Generalüberholung.

Von einem Großprojekt ins nächste

Millionensumme fließt in Berufsschule - Nicht die einzige Investition

7,5 Millionen Euro wird der Landkreis in den nächsten Jahren in die Sanierung der Berufsschule stecken. Eine Mammut-Aufgabe, mit der heuer begonnen wird. Und das ist nicht das einzige Projekt: Insgesamt fließen über zwei Millionen Euro in die Landkreis-Einrichtungen.

Garmisch-Partenkirchen – Es gibt eine Zahl, die macht schnell deutlich, warum der Landkreis viel Geld in den Klassentrakt der Berufsschule in Garmisch-Partenkirchen stecken wird: Seit 38 Jahren wird der so genannte 1970er-Jahre-Bau schon genutzt und nun erstmals generalsaniert. Heuer sind 700 000 Euro für die Planungsleistungen und erste Bauarbeiten vorgesehen, weitere 250 000 Euro müssen für Ersatzklassenzimmer ausgegeben werden. Diese sollen, wie Kreisbaumeister Alkmar Zenger bei den Haushaltsberatungen im Schulausschuss sagte, auf freien Flächen an der Straße Am Königreich entstehen. „Ein Umbau während des laufenden Betriebs geht nicht.“ Deshalb werde an eine Container-Lösung gedacht.

Insgesamt plant der Landkreis, 7,5 Millionen Euro in die Berufsschule zu stecken. So gelte es unter anderem, das Flachdach zu sanieren, die Lüftungs- und Sanitäranlagen zu erneuern, den Wärmeschutz zu verbessern und das Gebäude grundsätzlich um neue Räume zu ergänzen.

Ein Erweiterungsbau steht zudem im Mittelpunkt eines weiteren Großprojekts des Landkreises: der Realschule Murnau. Nachdem der erste Bauabschnitt 2014 fertiggestellt werden konnte, laufen die Arbeiten an einem zweiten Trakt samt Turnhalle und Mensa. Unterm Strich entstanden bis Ende 2016 Baukosten in Höhe von 18,4 Millionen Euro. Eine weitere Million wird heuer folgen.

Außerdem auf der Investitionsliste: 100 000 Euro „Rest–abwicklungskosten“ nach dem Altbau-Umbau der Geigenbauschule in Mittenwald, sowie 15 000 Euro an Restkosten nach der Sanierung der Turnhalle in der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen. Unterm Strich stehen im Kreishaushalt 2,065 Millionen Euro, die in Schul-Bauprojekte fließen.

Thema war in der Sitzung aber auch das Werdenfels-Gymnasium, bei dem die Sanierung von zwei Chemie-Räumen auf der Agenda steht. Max Wank, CSU-Kreisrat und selbst Lehrer an der Einrichtung, wollte wissen, wann dieses Projekt angegangen wird. Laut Zenger steht die Sanierung der Zugspitz-Realschule noch weiter oben auf der Prioritäten-Liste. Bevor es am Werdenfels-Gymnasium losgeht, dürfte noch einige Zeit vergehen. „Das könnte 2020, 21 oder 22 werden.“

Daraufhin erklärte Wank, dass es schon heute schwierig sei, Standards zu halten. Weil es im Altbau zum Beispiel kein Internet-Netz gebe. „Moderner Unterricht ist so nicht möglich.“ Punkte, die Zenger ernst nahm. Er stellte in Aussicht, dass Arbeiten an beiden Schulen vielleicht auch parallel laufen könnten.

Die Haushalts-Beratungen gehen nun in den Gremien weiter. Die Sitzung des Kreisausschusses ist für den 16. Februar geplant. Das letzte Wort hat der Kreistag.

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