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Befahrbar ist die Zimmermeistergasse für Radfahrer bereits.

Nur zwei kleine Veilchen

Ministerium kürzt Zuschuss für Radschnellweg um ein Viertel - damit hat Garmisch-Partenkirchen noch Glück

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Garmisch-Partenkirchen ist glimpflich davongekommen. Das Bundesumweltministerium kürzteden Zuschuss für den Radschnellweg nur um ein Viertel. Obwohl die Bahnhofstraße nicht umgebaut wird.

Auf dem Richard-Strauss-Platz (Bild rechts) weist ein „Bullauge“ mit Rademblem, das bei Dunkelheit leuchtet, den Radlern den Weg. 

Garmisch-Partenkirchen – Regressansprüche aus Farchant, Oberau, Eschenlohe, Ohlstadt und Murnau, mit Garmisch-Partenkirchen Kooperationspartner bei der Realisierung des Radschnellwegs, fürchtete Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Und vom Bundesumweltministerium den Entzug aller Zuschüsse, nachdem der Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat den fahrradgerechten Umbau der Bahnhofstraße abgelehnt hatte. So schlimm ist es nicht gekommen. Garmisch-Partenirchen wird keinen Regress zahlen müssen. Die Berliner Behörde nimmt die fünf anderen Kommunen nicht in Sippenhaft, lässt für sie den Geldhahn offen und sie damit nicht für die Entscheidung des Markts büßen.

133.000 Euro der Zuschüsse für Garmisch-Partenkirchen kassiert Ministerium wieder ein

Auch Garmisch-Partenkirchen kommt einigermaßen glimpflich davon. Nur 133000 Euro, ein Viertel des Zuschusses von 560 000 Euro, kassierten die Beamten des Ministeriums von Ressortchefin Svenja Schulze ein. Dabei hatte Meierhofer mit dem Schlimmsten gerechnet. Als ihr der Bescheid vor wenigen Tagen auf den Schreibtisch flatterte, sie ihn öffnete, las und feststellte, dass der Ort „mit einem kleinen blauen Auge davongekommen ist. Ich habe richtig aufgeatmet.“ Ebenfalls nur ein kleines Veilchen verpasst bekommen hat der Markt von der Baufirma, die über einen Vertrag zum Umbau der Bahnhofstraße verfügte. „Wir haben uns geeinigt“, erklärt Meierhofer. Mit 15 000 Euro ist der Betrag überschaubar. Das Unternehmen, das auch den Auftrag für die B 2 erhalten hatte, zeigte sich kulant. Wohl auch, weil man mit der Gemeinde weiter gute Geschäfte machen will.

Die Befürchtungen, der Super-GAU könne eintreten, besaßen durchaus einen realen Hintergrund. Immerhin waren Meierhofer sowie Jörg Hahn, Chef des Garmisch-Partenkirchner Bauamts, und Sebastian Kramer, der Geschäftsführer der Zugspitzregion GmbH, vor ein paar Monaten nach Berlin befohlen worden, weil man im Umweltministerium Wind von den Schwierigkeiten in der Marktgemeinde bekommen hatte. Kramer hatte die Förderung beim Bundesumweltministerium besorgt. Danach hatte er von einer brenzligen Situation gesprochen. „Das Gespräch damals war gar nicht lustig“, erinnert sich Meierhofer.

Restzuschuss für andere Teilstücke des Radschnellwegs in Garmisch-Partenkirchen

Der Restzuschuss von 426 000 Euro fließt in Garmisch-Partenkirchen jetzt in die anderen Teilstücke des Radschnellwegs, die bis Ende des Jahres fertiggestellt sein müssen, um die Förderung wirklich zu erhalten. So lautet die Vorgabe des Ministeriums. „Das schaffen wir“, sagt Meierhofer zuversichtlich. Praktisch auf der Zielgeraden befinden sich die Arbeiten an der Zimmermeistergasse, durch die es den Radfahrern ermöglicht wird, die Fußgängerzone links liegen zu lassen. „Sie ist fast fertig“, teilt die Rathaus-Chefin mit, der ein anderes, ein eher ökologisches Verkehrskonzept für Garmisch-Partenkirchen vorschwebt. In der Zimmermeistergasse fehlt noch die Beschilderung. Mit der Freigabe rechnet Meierhofer allerdings nicht so schnell. „Es wird noch einige Wochen dauern.“

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