Künftiger Schulalltag: Masken hängen zusammen mit Taschen und Rucksäcken an Kleiderhaken einer Grundschule (Symbolbild).
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Künftiger Schulalltag: Masken hängen zusammen mit Taschen und Rucksäcken an Kleiderhaken einer Grundschule (Symbolbild).

Für 702 ABC-Schützen beginnt der Ernst des Lebens

Grundschüler starten bald in die Schule: Die Maske bleibt im Unterricht auf

Nächste Woche ist es wieder soweit: Die Kinder und Jugendlichen des Landkreises starten ins neue Schuljahr. Auch für 702 ABC-Schützen beginnt am Dienstag, 14. September, der Ernst des Lebens – allerdings aufgrund von Corona unter erschwerten Bedingungen. Die Bildungseinrichtungen sehen sich dennoch gut gerüstet.

Landkreis – Der erste Schultag ist für die vielen Mädchen und Buben ein ganz besonderes Erlebnis. Auch heuer werden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zwischen Staffelsee und Karwendel insgesamt 702 Schultüten befüllt. Der große Tag soll abhängig von der Schülerzahl in jeder der 37 ersten Klassen unterschiedlich ablaufen. „Die Begrüßung findet normal im Freien statt“, berichtet Gisela Ehrl, Schulamtsdirektorin des Landkreises. Daran sollen auch die Eltern und Angehörigen der Kinder teilnehmen können. Ins Klassenzimmer dürfen die Erwachsenen allerdings nur, wenn sich die Schülerzahl im Rahmen hält. Eine konkrete Vorgabe gibt es nicht. „Das ist letztendlich die Entscheidung der Schule“, betont Ehrl.

Insgesamt sind es 2752 Grundschüler – verteilt auf 131 Klassen, die im Durchschnitt 21 Kinder zählen. Auch für den Präsenzunterricht gelten in Zeiten der Corona-Pandemie bestimmte Hygieneregeln. Denn um das gemeinsame Lernen zu erhalten, gilt für alle eine Maskenpflicht. „Es reicht eine Alltagsmaske aus Stoff“, erklärt die Schulamtsdirektorin. „Lehrkräfte tragen eine OP-Maske.“ Der Mund-Nasenschutz soll dabei im ganzen Schulgebäude aufgesetzt werden – auch während des Unterrichts. „Nur draußen in der Pause darf man die Masken abnehmen. Es werden auch Lüftpausen gemacht, da können die Schüler ihre Maske auch absetzen“, so Ehrl.

Dreimal pro Woche müssen Heranwachsende einen Covid-Selbsttest machen

Dreimal pro Woche müssen die Heranwachsenden einen Covid-Selbsttest machen. Nach einer Übergangsphase wird zum sogenannten PCR-Pooltestverfahren gewechselt. Der Grund: „Die Selbsttests sind nicht so sicher“, erklärt Ehrl. Das neue Verfahren soll für jüngere Kinder zudem leichter zu handhaben sein. Die Behördenvertreterin weiter: „Bei dem Pooltestverfahren nehmen die Kinder das Stäbchen wie einen Lolli in den Mund. Das wird dann in eine gemeinsame Lösung gegeben.“ Diese wird umgehend abgeholt und in einem Labor ausgewertet. Bei einem positiven Befund (Ehrl: „Hoffen wir’s mal nicht“) sollen dann Einzeltests folgen.

Und was passiert, wenn ein Test positiv ausfällt? Dann wird laut Ehrl das jeweilige Kind nach Hause geschickt. Und es muss sich beim Gesundheitsamt melden. In diesem Worst-case-Szenario kommt eine eingeschränkte Quarantäne zum Tragen. Das heißt: Diese betrifft nur die unmittelbaren Kontaktpersonen im Klassenzimmer. Die betroffenen Kinder dürfen fünf Tage lang die Schule nicht besuchen und erst nach einem Negativ-Test wieder zurückkehren.

Impfangebote für Schüler ab 12 Jahren: Wer sich impfen lässt, braucht keinen Test mehr

Auch ein Impfangebot ist geplant: Schüler ab 12 Jahren haben die Möglichkeit, sich das Vakzin spritzen zu lassen. Der Ansporn: „Für geimpfte und genesene Schüler entfällt auch die Testpflicht“, fügt Ehrl hinzu. Dies betrifft vor allem die weiterführenden Schulen, die ebenfalls in ein neues Jahr starten. Insgesamt 1114 Mittelschüler (verteilt auf 58 Klassen) zählt das Schulamt. Auch die Lehrer des Schulamtsbezirks Garmisch-Partenkirchen bekommen Verstärkung. Diese besteht aus 35 neuen Pädagogen, die ihren Dienst an den Lernstätten des Landkreises antreten. Personelle Abgänge können laut Ehrl somit vollständig ausgeglichen werden.

Bemerkenswert: Um die Bewegungsdefizite auszugleichen, die in der Corona-Krise entstehen, erhalten alle Grundschüler Gutscheine – und zwar für Sportvereine beziehungsweise für Schwimmkurse. VON LAETITIA FOERSTER

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