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Geduld brauchen Autofahrer, die von der Wildenauer Straße in die Mittenwalder Straße einbiegen wollen.

Straßenbauamt Weilheim bevorzugt Ampelanlage

Mittenwalder Straße: Kreisverkehr hat schlechte Karten

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Garmisch-Partenkirchen - Wer von der Wildenauer in die Mittenwalder Straße einbiegen will, lässt sich auf ein Geduldspielchen ein. Das Staatliche Straßenbauamt Weilheim will den Verkehr dort neu regeln. Und obwohl immer wieder der Wunsch nach einem Kreisverkehr laut wird – in den Plänen ist ein solcher nicht vorgesehen.

Autofahrer halten mit ihrem Wagen an der Einmündung zur Mittenwalder Straße. Sie stehen und warten, bis es der Verkehr zulässt, einzubiegen. Minuten vergehen. Wer versucht, an der Abzweigung Richtung Olympia-Skistadion auf die B2 zu gelangen, der braucht gute Nerven, Geduld und vor allem Zeit. Deshalb will das Staatliche Straßenbauamt Weilheim die Situation an dem Knotenpunkt verbessern. Nach aktuellem Stand mit einer Ampelanlage. Eine Option, die sowohl bei manch einem Einheimischen als auch bei den Mitgliedern des Hauptausschusses des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderates kritisch beäugt wird.

Die Skepsis kommt nicht von ungefähr: Denn bereits vor Jahren regelte an dieser Stelle eine Ampel den Verkehr. „Die hat nichts gebracht. Zudem war sie laufend kaputt“, monierte Horst Demmelmayr bei der Bürgerversammlung im November.

Viele Freunde hat die Ampelanlage also nicht. Vielmehr fällt immer ein Wort: Kreisverkehr. Auch im Hauptausschuss. Im Rahmen des Radwegekonzepts wurde das Thema Mittenwalder Straße mehrmals vom Straßenbauamt in den Diskurs miteingebunden. Doch Grünen-Gemeinderat Dr. Stephan Thiel meinte schon bei diesen Gesprächen „zwischen den Zeilen“ herausgehört zu haben, dass ein Kreisel zu teuer sei. Trotzdem möchte er wie auch Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) die Lösung mit einem solchen noch nicht verwerfen. Es soll geprüft werden, ob er dort machbar ist oder nicht.

„Die Frage nach einem Kreisverkehr stellt sich nicht.“

Das hat die Behörde längst erledigt. „Wir bringen ihn dort gar nicht rein“, sagt Dr. Herrmann Streicher auf Tagblatt-Nachfrage. „Es ist ein Platzproblem.“ Um einen Kreisel zu bauen, benötigt man Flächen drum herum. In diesem Fall Privatgrund. Deshalb trifft der Abteilungsleiter – noch in der Planungsphase – eine klare Aussage. „Die Frage nach einem Kreisverkehr stellt sich nicht.“

Streicher führt einen weiteren Ablehnungs-Grund an. Denn gerade für Fußgänger und Radfahrer sei diese Variante schwierig, wenn es um die Frage geht, wer vorfahrtsberechtigt ist. Diese Bedenken bezüglich der Fußgängerquerung äußerte auch Bauamtsleiter Jörg Hahn in der Hauptausschuss-Sitzung. „Ein Kreisverkehr macht mich nicht froh“, sagte er. „Wir müssen eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer schaffen.“

In den Augen Streichers ist die Ampel die „gute Lösung“. Mittlerweile weichen die aktuellen Pläne aber ein bisschen von denen ab, auf die man sich noch Anfang des Monats stützte. Statt einer Voll- könnte eine Teilsignalisierung umgesetzt werden. Das heißt, es wird nur auf der Bundesstraße eine Ampel mit Kamera- und Schleifentechnik aufgebaut. Autofahrer, die von der Wildenauer Straße kommen, können bei Rot einbiegen. Ohne große Wartezeiten. „Die Ampel registriert, wie lang ein Auto in der Seitenstraße steht und schaltet entsprechend um.“ Noch sind das aber ungelegte Eier. Erst in der ersten Jahreshälfte 2017 werden konkretere Pläne existieren. Dann will die Behörde auch den Kontakt zur Gemeinde aufnehmen.

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