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Ein gutes Team: Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei den Bayreuther Festspielen.

Lohn für enormes Engagement

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther werden Ehrenbürger

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Rosi Mittermaier und Christian Neureuther erhalten  eine große Auszeichnung. Hintergrund ist das enorme Engagement der früheren Ski-Rennfahrer für Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen – Sie sind ein unschlagbares Team, ein Ehepaar, das sich für karitative Zwecke und seine Heimat stark macht, und zudem große Sympathieträger: Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Seit 1980 sind die ehemaligen Ski-Rennfahrer verheiratet und haben es geschafft, „sich zu einer Marke zu entwickeln“, hebt Elisabeth Koch, Fraktionsvorsitzende der CSU im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat, hervor. Und zwar zu einer, „die automatisch und in ganz authentischer und sympathischer Weise für Garmisch-Partenkirchen steht“. Allein das sei schon Grund genug, um Mittermaier und Neureuther die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie erhalten sie am morgigen Samstag von Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) die entsprechende Urkunde und tragen sich anschließend ins Goldene Buch des Marktes ein. „Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sind die besten Botschafter, die man sich für unseren Ort wünschen kann“, betont Meierhofer. „Mit ihrem Namen ist immer Garmisch-Partenkirchen verbunden, und dafür sind wir ihnen sehr dankbar.“ Hinzu kommt das soziale Engagement – insbesondere für die Deutsche Kinder-Rheumastiftung, deren Schirmherrin die zweifache Olympia-Siegerin ist, und für den Eagle-Charity-Golfclub, als dessen Vizepräsident und Schatzmeister Neureuther fungiert, sowie für Special Olympics.

Rosi Mittermaier ist bereits Ehrenbürgerin von Reit im Winkl

Der Einsatz des Ehepaars ist sehr vielfältig – auswärts, aber selbstredend ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen. Wenn’s um sportliche Großveranstaltungen wie die Olympia-Bewerbung und die Ski-Weltmeisterschaften geht, sind Mittermaier und Neureuther zur Stelle. Außerdem bei allen Belangen der Bayerischen Zugspitzbahn, in deren Aufsichtsrat der 70-Jährige sitzt. „Da tut er durch seinen Weitblick sehr gut“, betont Koch. „Auch weil er entsprechend rumkommt.“ Das habe sich gerade beim Neubau der Seilbahn Zugspitze gezeigt, „da ist viel Input von Christian gekommen“.

Die bevorstehende Ehrung hat Mittermaier (69), die gleich nach ihren Olympia-Erfolgen zur Ehrenbürgerin ihres Geburtsorts Reit im Winkl ernannt wurde, und Neureuther überrascht. „Damit haben wir nicht gerechnet“, unterstreicht der frühere Slalom-Spezialist. Gerade er, der sich selbst als „kritischen Geist“ bezeichnet, ecke schließlich in seiner Heimat immer mal wieder an. Umso mehr freut ihn, dass er und seine Frau jetzt dafür gewürdigt werden, dass sie sich seit jeher für die Marktgemeinde stark machen. „Das tun wir voller Freude und mit viel Herzblut“, versichert Neureuther. Dabei hebt er auch die Unterschiede hervor: „Rosi ist einzigartig, uneitel, geerdet, herzlich. Ich bin der, der was bewegen will, unglaublich neugierig ist und immer etwas Neues anpacken möchte.“ Steht etwas an, könne man sich immer an ihn wenden, sagt er. „Ich habe ein Helfer-Syndrom.“

Ansehen des Ortes in vielfacher Hinsicht gemehrt

Den Einsatz des Ehepaars unterstreicht auch Florian Hilleprandt, der als Fraktionsvorsitzender des CSB ebenfalls in die Entscheidung des Ältestenrats involviert war, die der Gemeinderat in seiner April-Sitzung einstimmig befürwortete. „Rosi Mittermaier und Christian Neureuther haben das Ansehen des Ortes in der sportlichen und der karitativen Welt gemehrt.“ Als heimatbezogen und bodenständig beschreibt er die beiden, die zudem nie in Skandale verwickelt waren. Deshalb findet er, „dass sie die Ehrenbürgerwürde absolut verdient haben“. Selbstredend weiß Hilleprandt genau wie seine Gemeinderatskollegen, dass das auch auf andere Persönlichkeiten zutrifft. Franz Reindl etwa, der Präsident des Deutschen Eishockeybundes, und Alfred Heinle, den Gründer der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe. „Das haben wir auf dem Schirm.“

Jetzt aber sind zunächst Mittermaier und Neureuther an der Reihe. „Ich hoffe, dass wir dem Titel gerecht werden, schließlich hat jeder gute und schlechte Seiten“, sagt Neureuther. Entscheidend für ihn ist, die Garmisch-Partenkirchner nicht zu enttäuschen.

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