Morgen kommt der Schnee

Garmisch-Partenkirchen - Garmischer Fußgängerzone wird wieder zur Biathlon-Arena - Nadine Horchler komplettiert Starter Feld nach Absagen der Weltcup-Läuferinnen Bachmann und Buchholz

Der Countdown läuft: In drei Tagen steigt der 15. Jura-City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen. Noch ist davon allerdings nicht viel zu sehen. Die Arena, in der am kommenden Donnerstag wieder mehr als 10 000 Fans den Stars wie Magdalena Neuner und Miriam Gössner zujubeln werden, muss erst noch präpariert werden. Ein einzigartiges innerörtliches Biathlon-Stadion entsteht dann in der Fußgängerzone im Ortsteil Garmisch.

Ab Mittwoch geht’s richtig zur Sache. Dann rücken die Lkw mit den Schneeladungen an, um die Loipe vom Richard-Strauss-Platz bis zum Bischoffeck herzurichten. Der Schießstand wird aufgebaut, und dann können Neuner und Co. Gas geben.

Das Starterfeld ist mittlerweile komplett. Als vierte Frau wird Nadine Horchler einspringen. „Sie ist Trainingspartnerin von Magdalena Neuner“, klärt Herbert Mayer vom Zoll-Skiteam auf. Er kümmert sich alljährlich ums Starterfeld. Bei den Weltcup-Läuferinnen Tina Bachmann und Sabrina Buchholz hatte er angefragt, von beiden aber eine Absage erhalten. „Bachmann läuft einen Silvestersprint bei sich zuhause in Sachsen, Buchholz will sich auf den Weltcup in Oberhof vorbereiten, weil sie die WM-Qualifikation noch nicht geschafft hat.“ Nun springt wieder Horchler ein. Die 24-Jährige aus Nordhessen, die für den SC Willingen startet, gehört dem Skizug der Bundeswehr in Mittenwald an und läuft im IBU-Cup, der zweiten Liga im Biathlon. Sie wird gemeinsam mit dem dreifacher Junioren-Weltmeister Manuel Müller aus Oberstdorf starten. „Er ist eine der größten Hoffnungen im Männerbereich für die kommenden Jahre.“

Damit steht nun auch fest, dass das Erfolgsteam von 2009, Neuner und Matthias Bischl (B-Kader-Athlet aus Obersöchering), gemeinsam zur Titelverteidigung beim Garmisch-Partenkirchner City-Sprint antritt. „Das Siegerduo lassen wir natürlich beieinander“, betont Mayr.

Nach der Absage des Rennens auf Schalke - das Dach der Fußballarena ist defekt - das Starterfeld noch einmal umzukrempeln, kam den Verantwortlichen nicht in den Sinn. „Das machen wir nicht. Wir halten unser Wort gegenüber den Athleten“, stellt Skiclub-Chef Peter Fischer klar. Lediglich für den Fall, dass ein Teilnehmer krankheitsbedingt absagen muss, will und muss er handeln. Derzeit sieht es allerdings nicht danach aus, auch wenn Miriam Gössners Freund und Laufpartner Simon Schempp leicht kränkelt. Fischer ist optimistisch.

Das gilt auch für die Zukunft der Veranstaltung. „Der 16. City-Biathlon 2011 ist auf jeden Fall gesichert“, verkündet der Chef-Organisator schon jetzt. Ein gute Nachricht, nachdem das Rennen 2008 vor dem Aus gestanden hatte und nur durch eine groß angelegte Hilfsaktion des Münchner Merkurs gerettet werden konnte. Das Tagblatt hatte damals private Gönner und Sponsoren aus der Region zur Kooperation aufgerufen und gewonnen, um den Fortbestand für drei Jahre zu gewährleisten. „Ohne diese Aktion würden wir über diesen Sprint nun sicher nicht mehr reden“, gibt Fischer zu. Und er hofft, dass sich einige der Retter auch für ein neues Engagement gewinnen lassen, damit die Veranstaltung auf diesem Niveau weiter bestehen kann. Denn nichts anderes muss das Ziel sein: „Wir haben das Rennen nun so gut etabliert, da können wir nicht abspecken.“ (cf)

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