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Auch in den nächsten Jahren dürften tausende Biker den Hausberg und Garmisch-Partenkirchen bevölkern. „Eine wahnsinnige Wertschöpfung“, findet die Bürgermeisterin. 

Die letzten Unterschriften fehlen noch, aber die Verhandlungen laufen gut

Motorrad Days: Vertrag mit BMW wohl um drei Jahre verlängert

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Die BMW-Motorrad Days bereichern seit mehr als einem Jahrzehnt Garmisch-Partenkirchen. Und sie tun es noch mindestens bis 2021.

Garmisch-Partenkirchen – Für den Tourismus und die Wirtschaft in Garmisch-Partenkirchen und in der Region sind sie von elementarer Bedeutung: die BMW Motorrad Days. 35 000 bis 40 000 Biker halten sich fast drei Tage im Ort und im Landkreis auf. Es muss gegessen, getrunken und übernachtet werden. Untersuchungen sprechen von 200 Euro pro Mann und Nase, die Biker, die als BMW-Besitzer eher dem Klientel mit einem gut gefüllten Bankkonto zugerechnet werden, ausgeben. Hochgerechnet dürfte es sich um etwa acht Millionen Euro handeln. „Das ist eine wahnsinnige Wertschöpfung“, meint Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Nicht nur für den Ort, der laut Meierhofer über 9000 Betten verfügt, sondern den gesamten Landkreis und das benachbarte Österreich. „Die Menschen, die nicht auf der Wiese campieren, müssen ja irgendwo schlafen.“

Von den Bikern aus aller Herren Länder profitiert die Gemeinde auch in den kommenden Jahren. Die Konzern-Verantwortlichen und Meierhofer haben vor Kurzem einen so genannten Letter of Intent unterzeichnet. So bezeichnet man eine unverbindliche Absichtserklärung, die bestätigt, dass die Parteien in Verhandlungen über einen Vertragsabschluss stehen. Auf eine Laufzeit von 2019 bis 2021 haben sich beide Parteien schon verständigt. „Jetzt müssen nur noch die Gremien entscheiden“, sagt Meierhofer. Bei der Sitzung des Gemeinderats am heutigen Mittwoch (19 Uhr, Rathaus) sollen die Kommunalpolitiker die Vereinbarung absegnen. Meierhofer befürchtet keine Probleme. „Ich glaube, dass der Beschluss gefasst wird.“

Meierhofer räumt mit Gerüchten auf

Die Verhandlungen mit BMW sollen weniger schwierig gelaufen sein als 2015. Damals hatten sich die finalen Gespräche lange hingezogen. Meierhofer bestreitet allerdings, dass es für Garmisch-Partenkirchen Spitz auf Knopf gestanden habe, weil BMW den Standort Garmisch-Partenkirchen hinterfragt habe. „Dabei handelt es sich um ein Gerücht.“

Und noch ein Gerücht: Mit einem Grundstücks-Besitzer, der eine Fläche am Hausberg sein eigen nennt, soll es Probleme geben. Wie es scheint, allerdings keine unlösbaren. Das Zelt müsse anders stehen, erklärt Meierhofer. „Wir befinden uns in Verhandlungen.“

Die BMW Motorrad Days sind nicht der einzige Punkt, der Geld in die Gemeindekasse spülen soll, mit dem sich die Kommunalpolitiker in ihrer heutigen Sitzung beschäftigen müssen. Zur Diskussion steht auch die Erhöhung des Kurbeitrags. Erwachsene Gäste sollen in Zukunft drei statt zwei Euro bezahlen, für Kinder ab sechs Jahren bleibt er unverändert bei einem Euro. Bislang trug die Abgabe 2,2 Millionen Euro zum Gemeindehaushalt bei. Passiert der Vorschlag des Finanzausschusses das Kommunalparlament, schnellt die Summe auf 3,3 Millionen Euro hoch. Eine satte Steigerung.

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