+
Ihr Werkzeug haben die Täter in der Kreuzeckbahn- Talstation zurückgelassen.

Vier Fälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Nach Bergbahn-Einbrüchen: Bande verurteilt

  • schließen

Über 100 Einbrüche, darunter auch in Garmisch-Partenkirchen, Grainau und Oberammergau, haben fünf Albaner verübt - jetzt wurden sie verurteilt. Zum Teil verhängte das Landesgericht Innsbruck mehrjährige Haftstrafen.

Garmisch-Partenkirchen – Zahlreiche Bergbahnen in Österreich und Bayern, darunter auch vier im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, sind 2016 Ziel einer überregional agierenden Einbrecherbande geworden. Um ihnen auf die Spur zu kommen, ermittelte die Polizei grenzübergreifend. Mit Erfolg: Beamten des Landeskriminalamts Tirolgelang im Januar die Festnahme von fünf Albanern. Jetzt mussten sich die drei Männer und die beiden Frauen im Alter von 21 bis 40 Jahren vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten. Der Vorwurf des Anklägers: versuchter, teils vollendeter gewerbsmäßiger schwerer Diebstahl sowie Einbruch im Rahmen einer kriminellen Vereinigung.

Ein 37-Jähriger wurde zu drei Jahren Haft verdonnert, gegen einen 40-Jährigen lautete das Urteil sogar auf vier Jahre Haft, teilt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, mit. Gegen die drei weiteren Beteiligten seien ebenfalls Gefängnisstrafen ausgesprochen worden. „Diese wurden aber nach Anrechnung der Untersuchungshaft in Bewährungen umgewandelt.“

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Mitglieder der Einbrecherbande nicht nur in Österreich aktiv waren, sondern auch an 25 Einbrüchen in Bergbahnen im bayerischen Alpenraum beteiligt waren. Vor allem auf die Wochenend-Einnahmen von Bergbahnen hatten sie es abgesehen und waren deshalb in die Talstationen an Laber und Kolben in Oberammergau, am Kreuzeck in Garmisch-Partenkirchen sowie in die der Eibsee-Seilbahn in Grainau eingedrungen. Und zwar unter massiver Gewalteinwirkung. Der Sachschaden, den sie angerichtet haben, war gewaltig – allein in Oberbayern waren es 500 000 Euro. Die Beute fiel laut Polizei ebenfalls in sechsstelliger Höhe aus.

Um den Tätern, die im selben Zeitraum weitere bayerische und österreichische Anlagen heimgesucht hatten, auf die Spur zu kommen, hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe bei der Kripo Traunstein eingerichtet, die eng mit Kollegen aus dem Nachbarland zusammenarbeitete. Die Männer und Frauen waren schließlich auf frischer Tat ertappt worden – bei Einbrüchen im Skigebiet Zauchensee im Salzburger Land. „Die Täter waren ,gut getarnt‘ mit einem weißen Wohnmobil und einem Pkw mit italienischer Zulassung unterwegs“, beschreibt Guske das Vorgehen der Bande. Aufgrund der Spurenlage war schnell klar, dass das Quintett offenbar zu einer hochprofessionellen kriminellen Vereinigung gehörte, die auf Serieneinbrüche in Bergbahnen, Hotels und Wohnhäuser spezialisiert ist.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seilbahn Zugspitze: Baustelle hat einen Edelfan
Am 21. Dezember wird sie eröffnet, die neue Seilbahn Zugspitze. Damit endet auch für Werner Brunnthaler eine ganz besondere Zeit. Der Garmisch-Partenkirchner hat den Bau …
Seilbahn Zugspitze: Baustelle hat einen Edelfan
Peter Nagel geht nach Berchtesgaden - mit gutem Bauchgefühl
Die nächste Doppelspitze erwartet Tourismusdirektor Peter Nagel an seinem neuen Arbeitsplatz. Zum 1. April 2018 wechselt er nach Berchtesgaden. 
Peter Nagel geht nach Berchtesgaden - mit gutem Bauchgefühl
Murnauer Schwimmbad-Debatte: Manlik gibt Rapp contra
Der Bedarf für ein Schulschwimmbad in Murnau ist vorhanden. Da sind sich die Marktgemeinderäte einig. Ob so ein Projekt auch finanziert werden kann, ist bis dato unklar. …
Murnauer Schwimmbad-Debatte: Manlik gibt Rapp contra
Marco Wanke probt für den Eistanz im rosa Tutu 
Der Countdown läuft. Nur noch zwei Wochen, dann muss sich Marco Wanke im Olympia-Eisstadion beweisen – mit einer Kür im rosa Tutu. Das Training ist hart, sagt der …
Marco Wanke probt für den Eistanz im rosa Tutu 

Kommentare