Wegen PKW-Maut: Untersuchungsausschuss gegen Scheuer beschlossen

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Eindeutiger Hinweis am Eibseeberg, den Ausflügler aber häufig ignorieren.

Neue Schilder und Straßenmarkierungen sollen Abhilfe schaffen

Nach dem Kollaps Richtung Zugspitze: Erste Lösungen für den Eibseeberg

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Der Eibseeberg stößt an seine Kapazitätsgrenzen – im Sommer, wenn nicht die Zugspitze, sondern auch ein Bad im Eibsee locken. Und mit der neuen Bahn auch im Winter. Weitere Schilder und Straßenmarkierungen sollen schnelle Abhilfe schaffen. Für eine langfristige Lösung müssen auch Touristiker ins Boot.

Grainau – Dreikönig 2018 und Maria Himmelfahrt 2017 – diese Feiertage haben sich eingebrannt. Bei den Rettungskräften, aber auch bei den Verantwortlichen der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). An diesem Tagen herrschte das absolute Chaos am Eibseeberg. Nachdem die Parkflächen des Bergbahn-Unternehmens und des Eibsee-Hotels besetzt waren, stellten die Ausflügler ihreAutos einfach entlang der Staatsstraße ab. Ohne Rücksicht auf Verluste. „Rettungsfahrzeuge wären da nicht mehr durchgekommen“, betont Hans Steinbrecher, Leiter des BRK-Rettungsdienstes im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Deshalb forderte er ein Treffen mit allen Beteiligten, um eine Lösung für dieses Dilemma zu finden. Eine schnelle, die schon an den schönen Ferientagen und Wochenenden in diesem Jahr greift. Und möglichst auch eine, die langfristig greift.

Äußerst konstruktiv setzten sich Vertreter der Gemeinden Grainau und Garmisch-Partenkirchen, von Landratsamt, Polizei, Kommunaler Verkehrsüberwachung, BRK, Feuerwehr und Staatlichem Bauamt Weilheim gestern Vormittag mit dem Problem auseinander. Dabei entwickelten sie auch erste Lösungen, um einen Kollaps, der am 6. Januar in der zeitweisen Sperrung des Eibseebergs gipfelte, künftig zu vermeiden. Die eine: Die BZB darf die mobilen Wechselzeichenanhänger, die jetzt bei Bedarf schon am Marienplatz, an der Einmündung St.-Martin-/Alpspitzstraße, an der Burg- und Zugspitzstraße sowie am Hotel Königshof stehen, künftig auch im Sommer aufstellen. „Wir hätten’s uns auch schon für 2017 gewünscht, hatten aber keine Genehmigung“, bedauert Mario Lanzenhofer, Leiter der Abteilung Logistik und Information bei der BZB. Da konnte Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) aber rasche Abhilfe versprechen: „Das kriegen wir hin.“ Auch in Kooperation mit dem Landratsamt, mit dessen Vertretern sie sich über den Tisch hinweg verständigte. Der Wunsch der Zugspitzbahn, einen weiteren Standort an der Bushaltestelle in der Schmölz nutzen zu können, wurde ebenfalls erfüllt. „Das ist kein Problem“, versicherte Dr. Hermann Streicher vom Staatlichen Bauamt.

Inwieweit die Beschilderung am Eibseeberg – momentan wird, wenn erforderlich, ein eingeschränktes Halteverbot samt Hinweis auf den Rettungsweg ausgeklappt – geändert werden kann, will Guido Kamp mit der Regierung von Oberbayern abklären. Nachdem alle am Tisch ein absolutes Halteverbot für diesen Bereich eindringlich forderten, „haben wir mit diesem klaren Auftrag sicher gute Karten“, meinte der oberste Beamte im Landratsamt.

Ein weiterer Baustein, für den Streicher und seine Kollegen sorgen wollen, ist Straßenmarkierung. Seit der Belag erneuert worden ist, fehlt diese. Neben dem Streifen am Rand soll auch eine Mittellinie aufgebracht werden. Ob die durchgezogen sein kann, das heißt Fahrzeuge dürfen sie nicht überqueren, ist ebenfalls eine Frage, die das Landratsamt klären muss.

Das gilt auch für die Idee von Josef Keller, Kommandant der Grainauer Feuerwehr. Er regte Schutzplanken am Eibseeberg an, um den Ausflüglern von vornherein die Parkmöglichkeit zu nehmen. „Dafür sind diese aber nicht gedacht“, wandte Martin Dondl vom Staatlichen Bauamt ein. Neben den Richtlinien, die zu beachten sind, hob er den finanziellen Aspekt hervor. 80 000 Euro koste es ihm zufolge, diese am Eibseeberg anzubringen. „Da stellt sich die Frage, wer das zahlt.“

Langfristig, das war allen klar, müssen nicht nur mehr Parkflächen – am Standort der alten Talstation am Eibsee entstehen im Frühjahr zusätzliche – geschaffen werden, sondern auch die öffentlichen Verkehrsmittel ins Bewusstsein rücken. „Sinnvoll wäre auch, ein einheitliches Busticket“, unterstrich Meierhofer. Auch der Expressbus, den die Eibsee-Verkehrsgesellschaft bereits ab Grainau anbietet, könnte ausgeweitet werden. Um also langfristig eine Lösung für die Verkehrsprobleme am Eibseeberg zu finden, müssen auch die Tourismus-Vertreter ins Boot. „Das wäre ein Fall für die Zugspitz-Region“, fand BZB-Vorstand Matthias Stauch. „Da müssen alle zusammenarbeiten.“

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