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Von diesem Bild müssen sich die Wanderer verabschieden. Die künftige Hütte wird völlig anders ausschauen.

Neubau aus Tannenholz und viel Glas

Die Gamshütte ist Geschichte

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Die Pläne stehen, der Bauantrag ist gestellt. Läuft alles nach Wunsch, könnte der Neubau der beleibten Einkehr am Wank in diesem Sommer beginnen. Gamshütte wird sie allerdings nicht mehr heißen, diesen Namen hat sich der frühere Besitzer schützen lassen.

Garmisch-Partenkirchen – Die Gamshütte gibt’s nicht mehr. Das ist endgültig. Wer beim Gedanken an die gemütliche Einkehr den Bau vor Augen hat, der im August 2015 einem Feuer zum Opfer fiel, der muss dieses Bild ausradieren. Und auch den Namen aus seinem Gedächtnis löschen. Denn das, was noch in diesem Jahr auf gut 940 Metern am Wank entstehen soll, hat mit dem Alten nichts mehr zu tun. „Aus Tannenholz, in moderner Architektur, mit klaren Formen und viel Glas zum Rausschauen“ – so beschreibt Nikolaus Stöger den Plan, den die Bayerischen Staatsforsten realisieren wollen. „Die Größe wird in etwa der früheren entsprechen.“ Noch ist dieses Vorhaben nicht abgesegnet, der Bauantrag liegt aber bereits im Garmisch-Partenkirchner Rathaus. „Die Vorgespräche mit dem Landratsamt, dem Naturschutz und der Marktgemeinde sind gut gelaufen“, betont der Leiter des Forstbetriebs Oberammergau.

Das bestätigt Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer. „Positiv“ nennt er das Ergebnis dieser Zusammenkünfte. Denn eines ist klar: Alle Seiten haben großes Interesse daran, dieses „für Einheimische und Gäste wichtige Ziel“ wieder aufzubauen. In einer der nächsten Sitzungen des Bauausschusses steht das Thema auf der Tagesordnung. Läuft alles nach Plan und liegen die erforderlichen Genehmigungen der Behörden vor, hofft Stöger darauf, Mitte des Jahres mit dem Bau zu beginnen. „Dann schaffen wir’s heuer noch.“ Und das wäre gut, schließlich gehört der Wank zum erweiterten Programmangebot für die Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“. Dieser Zusammenhang ist Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ebenfalls bewusst. Auch deshalb versichert sie, dass allen Beteiligten „daran liegt, diese Vorhaben zu realisieren“.

Das Gelände, auf dem noch bis 2016 Reste der abgebrannten Hütte zu finden waren, ist mittlerweile frei. „Der Schutt ist beseitigt, alles wurde ordnungsgemäß entsorgt“, bestätigt Stöger. Auch der Weg zu dem idyllischen Platz mit Traumblick über Partenkirchen ist hergerichtet. Somit ist alles bereit, um den Neubau in Blockbauweise zu errichten.

Nachdem sich schon vor Monaten eine ganze Reihe interessierter Wirte gemeldet hatte, konnte der Forstbetrieb in puncto künftiger Pächter aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben eine Auswahl getroffen und uns die genauer angeschaut“, schildert Stöger das Vorgehen. Ein Favorit sei bereits erkoren und mit diesem auch schon eine Absichtserklärung formuliert. Um wen es sich handelt, will der Chef des Forstbetriebs aber erst sagen, wenn auch der Vertrag in trockenen Tüchern ist. Nur so viel lässt er sich entlocken: „Er ist aus dem Landkreis.“

Wie die Hütte, die er oder sie dann übernimmt, heißen wird, steht noch in den Sternen. Nachdem sich Bernhard Raubal, dem die alte Gamshütte gehörte, diesen Namen schützen ließ, ist guter Rat teuer. „Wir konnten ihn leider nicht dazu bewegen, ihn uns zu überlassen“, bedauert Stöger. Somit beginnen die Vertreter des Forsts schon jetzt mit einer Ideensammlung, was künftig über der neuen Einkehr am Wank steht. Eine Möglichkeit wäre, einen kleinen Wettbewerb zu starten. „Wir wollen auf alle Fälle die Bevölkerung einbeziehen.“

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