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„Erlebe unsere Spitzenkraft, wir sind die Zugspitz Region“: Unter diesem Motto stellen (v. l.) Sebastian Kramer, Stephanie Daser, Tanja Brunnhuber und Landrat Anton Speer die neue Dachmarke vor.

22 Gemeinden unter einem Dach vereint

Neue Marke steht: Startschuss für die Zugspitz Region

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Gemeinsam stark: Die Zugspitz Region hat eine Dachmarke für den gesamten Landkreis entwickelt. Damit wird nun gearbeitet, um als große Einheit sichtbar zu werden. Und das nicht allein auf touristischer Ebene. Unter dem Label „Spitzenprodukte“ werden Erzeugnisse der Region vermarktet.

Landkreis – Urkräfte der Natur walten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. „Daraus entfalten sich Spitzenkräfte“, erklärt Stephanie Daser. Spitze – das passt auch zu Deutschlands höchstem Berg. In Dasers Heimat treffen eben „einzigartige Landschaften und herausragende Menschen aufeinander“. All das vereint die neue Dachmarke Zugspitz Region, an deren Entwicklung die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin mitgewirkt hat. „Sie ist die Basis für Vertrauen und Identität.“ Mit ihrer Kollegin Tanja Brunnhuber und Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region GmbH, stellte sie diese am Freitag vor.

„Der Rahmen steht, jetzt steigen wir in die Umsetzung ein“, sagt Landrat Anton Speer (Freie Wähler). Die vier Talschaften, die bislang als Einzelkämpfer auf dem Tourismusmarkt auftreten, verfügen ihm zufolge über zahlreiche Alleinstellungsmerkmale und Spitzenprodukte. Nicht allein Deutschlands höchsten Berg rechnet er dazu, sondern auch die Künstler und den Märchenkönig, die hier Kraftquellen und Inspiration fanden, die Oberammergauer Passionsspiele und vieles mehr. „Wir sind gut aufgestellt.“ Was allerdings bislang gefehlt hat, ist die Vernetzung. „Dabei müssen wir uns gegen große Marken wie Tirol und das Allgäu behaupten.“ Zusammenschlüsse, die teils seit Jahrzehnten existieren. Durch die neue, starke Dachmarke sei der Landkreis mit aktuell fünf Millionen Übernachtungen auf einem guten Weg.

170.000 Euro Zuschuss aus dem Leader-Topf

Ermöglicht wurde dieser Prozess, für den Kramer zufolge ein Budget in Höhe von 350.000 Euro zur Verfügung stand, auch durch einen 170.000-Euro-Zuschuss aus Leader-Mitteln. Dass dieses Vorhaben aus dem EU-Topf gefördert wird, bedeutet aber nicht, dass es auch grenzübergreifend ist. Zumindest noch nicht. Erst „wenn wir uns im Landkreis zusammengefunden haben, ist der nächste logische Schritt, sich auch mit den Tiroler Partnern zusammenzusetzen“, unterstreicht der Geschäftsführer. Das bisherige Miteinander im Landkreis stimmt ihn aber zuversichtlich. Die Gemeinden und auch die touristischen Destinationen – neben der Alpenwelt Karwendel, den Ammergauer Alpen und dem Blauen Land sind das Garmisch-Partenkirchen, Grainau und das Zugspitzland – „wollen diesen Weg mit uns gehen“.

Ein Spitzenprodukt: Klement Fend präsentiert den neuen Ettaler-Manndl-Käse.

Entscheidend für Kramer ist, die Kräfte zu bündeln, um sichtbar zu werden. Und das nicht nur auf touristischer Ebene, sondern insgesamt unter der Prämisse, die Region zu stärken. Dabei denkt er an den Gesundheitsbereich, die Wirtschaft, die Landwirtschaft und auch die Regionalvermarktung. „Die Marke Zugspitz Region ist keine einfache Herkunftsbezeichnung, sondern ein Qualitätssiegel“, sagt Brunnhuber. Deshalb wurde das Label „Spitzenprodukt“ aufgelegt. Das erste, das in den Laden kommt, ist der Ettaler-Manndl-Käse der Schaukäserei Ammergauer Alpen. „Erst mild, wenn er etwas lagert, dann würzig“ beschreibt Geschäftsfüher Klement Fend das neue Produkt aus seinem Haus. „Damit können wir mit Stolz nach außen gehen.“ Das gilt aber auch für das Dach, unter dem er seinen Käse anbietet. „Alle wurden ins Boot geholt“, hebt er hervor. Mit der Folge: „Sie haben erkannt, wie wichtig das ist, was hier passiert.“ Herausgekommen ist ein Konstrukt, in dem sich alle wiederfinden und trotzdem ihre Eigenständigkeit behalten können.

Dieses jetzt mit Leben zu füllen, „ist eine spannende Aufgabe“. Damit spricht Brunnhuber ihren Mitstreitern aus der Seele. Die Werte, die sich in über 3000 Arbeitsstunden, einer Vielzahl von Workshops und Arbeitskreisen sowie rund 800 Befragungen herauskristallisiert haben, sollen nun nach außen getragen werden. Ein Imagefilm, der eindrucksvoll die Besonderheiten des Landkreises präsentiert, stellt den ersten Schritt in diese Richtung dar. „Faszination, Dynamik, Weitblick und Beharrlichkeit“ sind die Attribute, die auch in dem dreiminütigen Streifen die entscheidende Rolle spielen. „Dafür stehen wir“, betont Brunnhuber. „Unsere Marke ist nicht nur ein Logo. Sie ist eine Basis für Vertrauen, Orientierung und Identifikation mit dem ganzen Landkreis und sie macht uns unterscheidbar gegenüber anderen.“ Hinter all dem stecken Geschichten. Geschichten, mit denen die Besonderheiten der Region und ihrer Menschen präsentiert werden sollen.

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