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Freuen sich auf die erweiterte Zusammenarbeit: Nikolaus Stöger (l.) und Reinhard Strobl (r.) vom Forst mit den Tannenhütten-Pächtern Andreas und Anna Hertle

Vorstellung der Pächter

Neue Tannenhütte: Eröffnung erst im Sommer

Wann genau die Tannenhütte an der Faukenschlucht ihre Pforten öffnet, ist noch ungewiss. Nun steht aber fest, wer dann die Pächter sind: Andreas und Anna Hertle – die Betreiber des Kletterwaldes am Wank.

Garmisch-Partenkirchen – Eigentlich war „Tannenhütte“ nur mal als Arbeitstitel gedacht. Als Projektname für den Nachfolge-Bau der abgebrannten Gamshütte über Partenkirchen. Mittlerweile ist aber klar: Dabei bleibt es. „Die Tanne ist ein bedeutender Baum“, unterstreicht Reinhard Strobl, Bereichsleiter der Bayerischen Staatsforsten. Diese haben nun nicht nur weitere Details, sondern auch die neuen Pächter der beliebten Einkehr am Wank vorgestellt: Andreas und Anna Hertle aus Bad Bayersoien. Wann die beiden mit ihrem Team die Arbeit aufnehmen können, steht noch nicht fest. „Im Sommer“, lässt Architekt Thomas Feigl ein konkretes Datum offen.

Erst im Juli oder August – und nicht wie ursprünglich geplant im Frühjahr – sei mit der Eröffnung zu rechnen. Als Grund für die Verzögerung nannte Feigl die angespannte Lage auf dem Bausektor und damit verbunden die schwierige Auftragsvergabe. So konnte im Herbst nicht mehr mit der Errichtung des Holzgebäudes begonnen werden. „Durch die Verzögerungen sind wir in den Winter hineingerutscht.“ Das bedeutet: Jetzt ist ein Weitermachen witterungsbedingt erst mal nicht möglich.

Bislang stehen das Fundament für das Holzblockhaus sowie der hintere Küchen-Bereich, der laut Feigl „im Hang verschwindet“. Außerdem haben die umfangreichen Arbeiten an den Versorgungsleitungen – unter anderem für Strom, Gas, den Kanal- und Telefonanschluss – sind erfolgt. Dazu musste eine rund einen Kilometer lange Trasse in den Berghang gegraben werden. Kein alltägliches Projekt, wie Strobl mit Blick auf die Auflagen betont.

Für veranschlagte 1,9 Millionen Euro entsteht am Wank eben eine moderne Berghütte – technisch im Inneren und von der Gestaltung im Äußeren. „Eine Kombination aus neu und alt“, erklärt Feigl. Dazu gehören klare, nicht-verschnörkelte Linien, große Fenster und helles Holz. Tannenholz.

Die Hütte trägt nicht ohne Grund den Namen dieses Baumes: Mehr als 500 Tannen werden in ihr verbaut, schätzt Feigl. Und er sagt, dass diese Holzart als Baustoff verkannt ist. Auch Nikolaus Stöger von den Staatsforsten in Oberammergau bekennt sich als großer Freund dieses Gewächses. „Die Tanne ist ein wichtiger Baum.“ 300 000 von ihnen habe der Forstbetrieb Oberammergau seit dem Jahr 2005 gepflanzt. Und auch die Mär, dass es rund um die künftige Tannenhütte keine dieser Bäume gebe, stimmt Stöger zufolge nicht. Unter anderem in der Faukenschlucht seien welche zu finden.

Mit den Gegebenheiten am Wank kennen sich auch Andreas und Anna Hertle gut aus. Schließlich betreiben sie den Kletterwald, der sich in gut 30 Minuten Fußmarsch Entfernung zur Hütte befindet. Ebenfalls auf dem Grund der Staatsforsten. Das Ehepaar aus Bad Bayersoien ist voller Freude auf die neue Aufgabe. „Es wird spannend“, sagt Andreas Hertle mit Blick auf die Planung. Schließlich müsse bei der Eröffnung im Sommer, also mitten in der Saison, ein komplettes Team für die Hütte bereitsstehen. 75 Plätze wird es im Inneren, 120 auf der Terrasse geben.

Das Konzept der Ammertaler ist stimmig: Ihre Leidenschaft für den Beruf geben sie und ihre Mitarbeiter an die Gäste weiter. Eine schnelle 08/15-Abfertigung ist in keiner Weise vorgesehen. Stattdessen wollen die Ammertaler auf regionale Produkte setzen. „Bei uns wird kein Schnitzel in die Fritteuse geworfen, sondern handwerklich gekocht“, unterstreicht Hertle. Und seine Frau ergänzt: „Es wird eine traditionelle Küche geben – auch mit Wildgerichten.“ Für die Zukunft sind Veranstaltungen wie Schafkopf- oder Stubenmusi-Abende denkbar. Schon jetzt kommen Anfragen für Hochzeiten in den nächsten Jahren rein.

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